Der nächste Schritt bringt uns weiter zum Bereich Zugriffskontrolle und Identitätsmanagement. Die Kontrolle darüber, wer auf Daten zugreifen kann, ist für eine erfolgreiche Informationssicherheit von entscheidender Bedeutung. Sie haben Ihre Daten vielleicht sorgfältig erfasst und vorbildlich organisiert, aber wenn die falschen Personen darauf zugreifen, dauert es nicht lange, bis die Daten missbraucht werden oder Chaos entsteht. Um diese Kontrolle zu erreichen, müssen wir sicherstellen, dass wir starke Authentifizierungs- und Autorisierungspraktiken einsetzen. Dies bedeutet, dass Mechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) oder sogar adaptive Multi-Faktor-Authentifizierung (A-MFA) für zusätzlichen Datenschutz eingeführt werden. Als Nächstes sollten Sie sicherstellen, dass Sie den Zugriff nach dem Prinzip der minimalen Berechtigungen einschränken. Falls Sie mit diesem Prinzip nicht vertraut sind: Es besagt, dass Personen nur über die Mindestanzahl an Berechtigungen verfügen sollten, die ihnen für die Ausführung ihrer Aufgaben gewährt werden. Zum Beispiel benötigt Sally aus dem Marketing keinen Zugriff auf dieselben Daten, die Harry in der Buchhaltung verwendet, damit Sally ihre Arbeit erledigen kann. Es ist auch wichtig, rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC) bereitzustellen. RBAC kann Zugriffsrechte je nach Rolle eines Benutzers innerhalb des Unternehmens zuweisen. Wir müssen auch sicherstellen, dass die Autorisierung kontinuierlich überwacht wird. Zum Beispiel hat Samy letzten Monat mit Maria, die nicht zu seiner Abteilung gehört, an einem Projekt zusammengearbeitet. Nach Abschluss des Projekts ist es ratsam, Samy den Zugriff auf die Daten zu entziehen, auf die Maria Zugriff hat, da es dann keinen Grund mehr dafür gibt.