CVSS ist ein wichtiges Instrument für das Schwachstellenmanagement, d. h. die kontinuierliche Entdeckung, Priorisierung und Behebung von Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur und Software eines Unternehmens. Das Erkennen und Beheben von Fehlern und Cybersicherheitslücken, wie z. B. Firewall-Fehlkonfigurationen und ungepatchte Bugs, ist entscheidend für die Gewährleistung der vollen Funktionalität von IT-Infrastruktur und Software.
Lösungsmaßnahmen können Folgendes umfassen:
- Sanierung: Sicherstellen, dass eine Sicherheitslücke nicht mehr ausgenutzt werden kann.
- Schadensbegrenzung:Erschwerung der Ausnutzung einer Sicherheitslücke bei gleichzeitiger Reduzierung der potenziellen Auswirkungen.
- Akzeptanz: eine Schwachstelle bestehen lassen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie ausgenutzt wird, oder wenn sie nur geringen Schaden anrichten würde.
Angesichts der Komplexität der heutigen IT-Systeme und ihrer großen Anzahl an Schwachstellen und Cyberbedrohungen kann es für IT-Manager eine Herausforderung sein, zu bestimmen, welche Probleme zuerst angegangen und behoben werden sollen.
Genau hier erweist sich CVSS als wertvoll: Es bietet IT-Managern einen systematischen Ansatz zur Bewertung des Schweregrads einer Sicherheitslücke und hilft ihnen bei der Entscheidung über die Priorisierung und Planung der Behebung von Sicherheitslücken für betroffene Systeme.1
CVSS-Scores können in Risikobewertungen einbezogen werden, aber eine CVSS-Bewertung allein sollte nicht anstelle einer umfassenden Risikobewertung verwendet werden, so FIRST.org. In den CVSS-Benutzerhandbüchern wird darauf hingewiesen, dass bei umfassenden Bewertungen auch Faktoren berücksichtigt werden sollten, die nicht in den Anwendungsbereich von CVSS fallen.2