Der erste Schritt, um die Verzerrungsfalle zu vermeiden, besteht darin, zu Beginn einen Schritt zurückzutreten und über eine KI-Anwendung nachzudenken. Wie bei fast allen geschäftlichen Herausforderungen ist es viel einfacher, die Probleme im Vorfeld zu lösen, als auf die Katastrophe zu warten und dann den Schaden zu beseitigen. Aber viele Unternehmen haben es eilig, was sie teuer zu stehen kommen kann.
Die Identifizierung und Bekämpfung von Verzerrungen in der KI erfordert eine KI-Governance, also die Fähigkeit, die KI-Aktivitäten eines Unternehmens zu steuern, zu verwalten und zu überwachen. In der Praxis schafft die KI-Governance eine Reihe von Richtlinien, Praktiken und Rahmenbedingungen, die die verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien leiten. Wenn die KI-Governance gut gemacht wird, sorgt sie dafür, dass Unternehmen, Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft insgesamt gleichermaßen davon profitieren.
KI-Governance umfasst oft Methoden, die darauf abzielen, Fairness, Gerechtigkeit und Inklusion zu bewerten. Ansätze wie die kontrafaktische Fairness identifizieren Voreingenommenheit in den Entscheidungen eines Modells und gewährleisten gerechte Ergebnisse, selbst wenn sensible Merkmale wie Geschlecht, ethnische Herkunft oder sexuelle Orientierung geändert werden.
Aufgrund der Komplexität von KI kann ein Algorithmus ein Black-Box-System sein, bei dem nur wenig Einblick in die Daten besteht, die zu seiner Erstellung verwendet wurden. Transparenzpraktiken und -technologien tragen dazu bei, dass bei der Entwicklung des Systems unvoreingenommene Daten verwendet werden und die Ergebnisse fair sind. Unternehmen, die sich für den Schutz der Kundendaten einsetzen, schaffen Vertrauen in ihre Marke und sind eher in der Lage, vertrauenswürdige KI-Systeme zu entwickeln.
Um eine weitere Ebene der Qualitätssicherung zu schaffen, sollten Sie ein „Human-in-the-Loop“-System einrichten, das Optionen anbietet oder Empfehlungen ausspricht, die dann durch menschliche Entscheidungen genehmigt werden können.