Datenlecks sind eine häufige Gefahr beim Training von maschineller Lernalgorithmen für die Vorhersagemodellierung. Eine Studie der National Library of Medicine1 ergab, dass in 17 verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen, in denen maschinelle Lernmethoden eingesetzt wurden, mindestens 294 wissenschaftliche Arbeiten von Datenlecks betroffen waren, was zu einer übermäßig optimistischen Leistung führte.
Eine Yale-Studie2 fand heraus, dass Datenlecks die Leistung oder die Metriken von Modellen auf der Basis von Neuro-Imaging entweder erhöhen oder verringern können, je nachdem, ob die weitergegebenen Informationen zu Rauschen oder unrealistischen Mustern führen. Diese Modelle werden zur Diagnose von Krankheiten verwendet, um Behandlungen zu identifizieren und Neurowissenschaftlern zu helfen, die Beziehung zwischen Gehirn und Körper besser zu verstehen.
Datenlecks in Modellen des maschinellen Lernens können in verschiedenen Bereichen und Datentypen verschiedene Auswirkungen haben. Hier sind die häufigsten Beispiele:
Schlechte Verallgemeinerung auf neue Daten: Wenn Modelle mit Informationen trainiert werden, die nicht der Realität entsprechen, hat das Modell Schwierigkeiten, Verallgemeinerungen auf die unbekannten Daten anzuwenden. Vorhersagen zu neuen Daten können ungenau und unzuverlässig sein.
Entscheidungsfindung mit Verzerrung: Verzerrungen in durchgesickerten Daten bergen die Gefahr, das Modellverhalten zu verzerren, was zu unfairen Entscheidungen führt, die von der Realität abweichen.
Unzuverlässige Erkenntnisse und Ergebnisse: Datenlecks beeinträchtigen die Zuverlässigkeit der aus dem Modell gewonnenen Erkenntnisse, was dazu führt, dass Benutzer den Ergebnissen misstrauen.
Leistungsmetriken: Lecks in Modellen für maschinelles Lernen führen oft dazu, dass Modelle fälschlicherweise eine hohe Genauigkeit und Präzision in den Ergebnissen anzeigen.
Ressourcenverschwendung: Das Auffinden und Beheben von Datenlecks nach dem Training eines Modells ist zeitaufwändig und kostspielig. Zur Behebung von Datenlecks müssen die Modelle von Grund auf neu trainiert werden, was rechenintensiv ist. Außerdem muss die gesamte Modellpipeline von der Datenvorverarbeitung bis zum erneuten Training überarbeitet werden, was in Bezug auf Personalaufwand und Rechenkosten ressourcenintensiv sein kann.
Vertrauensverlust: Unzuverlässige Modelle führen schließlich zu Misstrauen gegenüber Data-Science-Teams und dem gesamten Analyseprozess.
Rechtliche und Compliance-Risiken: Datenlecks bei vorausschauender Analyse können zu rechtlichen und regulatorischen Risiken führen. Wenn sensible Informationen missbraucht werden, kann dies Strafen und Reputationsschäden nach sich ziehen.