Zur Durchführung der Textklassifizierung werden in der Regel überwachte Modelle verwendet. Der erste Schritt besteht darin, einen großen Datensatz mit Textbeispielen zu sammeln. Dies können E-Mails, Social-Media-Beiträge, Kundenbewertungen oder Dokumente sein.
Menschliche Kommentatoren versehen jedes Textstück mit einer Kennzeichnung. Zum Beispiel „Spam“ oder „kein Spam“ oder „positive“ vs. „negative“ Stimmung. Dieser gelabelte Trainingsdatensatz bildet die Grundlage für das Training eines maschinellen Lernmodells. Je mehr Daten vorhanden sind, desto genauer ist in der Regel das Ergebnis.
Durch die Vorverarbeitung des Eingabetextes wird dieser in ein standardisiertes, maschinenlesbares Format umgewandelt. Klassifikatoren können nur mit Text arbeiten, der in numerische Darstellungen übersetzt wurde, häufig unter Verwendung von Wort-Embeddings oder fortgeschritteneren Encoder-Architekturen, die die semantische Bedeutung von Sprache erfassen.
Hyperparameter konfigurieren Variablen wie die Anzahl der Schichten eines neuronalen Netzwerks, die Anzahl der Neuronen pro Schicht oder die Verwendung einer Aktivierungsfunktion. Diese Hyperparameter werden vor Beginn des Trainings festgelegt.
Dann werden die Daten in einen Klassifizierungsalgorithmus eingespeist, der lernt, Muster in den Daten mit den zugehörigen Bezeichnungen zu verknüpfen.
Zu den Algorithmen zur Textklassifizierung gehören:
Das trainierte Modell wird anhand eines separaten Validierungs- oder Test-Datensatzes getestet, um die Modellleistung anhand von Metriken wie Genauigkeit, Präzision, Recall und F1-Score zu bewerten, und anhand etablierter Benchmarks evaluiert.
Ein leistungsfähiges Textklassifizierungsmodell kann in Produktionssysteme integriert werden, wo es eingehenden Text in Echtzeit klassifiziert.
Advanced Modelle können im Laufe der Zeit durch die Integration neuer Daten und das erneute Trainieren verbessert werden. Vortrainierte Sprachmodelle wie BERT haben bereits ein tiefes Verständnis der Sprache erlernt und können mit relativ wenigen Daten auf spezifische Klassifizierungsaufgaben abgestimmt werden. Fine-tuning reduziert die Trainingszeit und steigert die Leistung, insbesondere bei komplexen oder differenzierten Kategorien.