In der Literatur werden erinnerungsbasierte Methoden manchmal als instanzbasierte Lernmethoden bezeichnet. Dies zeigt, wie benutzer- und elementbasierte Filterung Vorhersagen für einen bestimmten Fall einer Benutzer-Element-Interaktion treffen, z. B. die Bewertung eines Zielbenutzers für einen noch nicht gesehenen Film.
Im Gegensatz dazu erstellen modellbasierte Methoden ein prädiktives maschinelles Lernmodell der Daten. Das Modell verwendet die Gegenwartswerte in der Benutzer-Element-Matrix als Trainingsdatensatz und erstellt mit dem resultierenden Modell Vorhersagen für fehlende Werte. Modellbasierte Methoden verwenden daher Techniken und Algorithmen für maschinelles Lernen aus dem Bereich der Data Science, wie Decision Trees, Bayes-Klassifikatoren und neuronale Netze, um Benutzern Artikel zu empfehlen.8
Die Matrixfaktorisierung ist eine viel diskutierte kollaborative Filtermethode, die oft als eine Art latentes Faktormodell klassifiziert wird. Als latentes Faktormodell geht die Matrixfaktorisierung davon aus, dass die Ähnlichkeit zwischen Benutzern oder Elementen durch eine ausgewählte Anzahl von Funktionen bestimmt werden kann. Beispielsweise kann die Buchbewertung eines Benutzers allein anhand des Buchgenres und des Alters oder Geschlechts des Benutzers vorhergesagt werden. Diese Darstellung in niedrigerer Dimension zielt darauf ab, beispielsweise Buchbewertungen zu erklären, indem Elemente und Benutzer anhand einiger ausgewählter Funktionen aus den Feedback-Daten der Benutzer charakterisiert werden.9 Da sie die Funktionen eines gegebenen Vektorraums reduziert, dient die Matrixfaktorisierung auch als Verfahren zur Reduzierung der Dimensionalität. 10