Neben der Token-Effizienz bietet ReWOO einen zusätzlichen Nutzen: Robustheit bei Toolausfällen. Wenn beispielsweise ein Tool unter ReAct ausfällt, kann das System in einer Endlosschleife hängen bleiben (da das LLM z. B. wiederholt eine defekte Datenbank nach dem Wetter in Chicago abfragt).
ReWOO ist schneller. Selbst wenn ein Tool einen bestimmten Beweis nicht liefern kann, bleibt der ursprüngliche übergreifende Plan bestehen: Das Worker-Modul kann weiterarbeiten, und das Solver-Modul wird zumindest eine Teilantwort liefern können. Anstatt sich in einer Endlosschleife zu verfangen, in der eine Datenbank nach dem Wetter in Chicago abgefragt wird, würde das Solver-Modul zumindest eine Antwort zurückgeben, die den Benutzer über das Wetter in New York und Milwaukee informiert (vorausgesetzt, das Worker-Modul war in der Lage, diese Informationen abzurufen), was letztendlich für die Planung des Benutzers hilfreich sein könnte.
Trotz der Vorteile von ReWOO ist es kein universell überlegenes Framework; es ist einfach besser für bestimmte Arten von Aufgaben geeignet, insbesondere wenn die Arten und Mengen der benötigten Beweise regelmäßig und vorhersehbar sind. Wo ReWOO jedoch zu kurz kommt, sind weniger vorhersehbare oder strukturierte Probleme, die Kreativität, Erkundung oder Improvisation erfordern. Bei bekannten Unbekannten ist ReWOO hervorragend, aber bei Unbekannten gerät es ins Wanken.
Beispielsweise wäre ReWOO nicht optimal für das Debuggen von Python-Code geeignet, da es sich um einen explorativen und iterativen Prozess handelt, bei dem jede Korrektur neue Fehler und Hinweise liefern kann und die besten Pläne schnell zunichte gemacht werden. Ein anpassungsfähigeres Framework wie ReAct wäre zwar abstrakt gesehen weniger token-effizient, würde aber letztendlich besser zu einem solchen Problem passen.