Agentische Frameworks beziehen sich auf Designarchitekturen oder -modelle, die definieren, wie Agenten (ob künstlich oder natürlich) Aufgaben ausführen, Entscheidungen treffen und mit ihrer Umgebung auf autonome, intelligente Weise interagieren können. Diese Frameworks geben die Struktur und die Richtlinien dafür vor, wie Agenten in verschiedenen Umgebungen arbeiten, denken und sich anpassen.
Reaktive Architekturen
Reaktive Architekturen ordnen Situationen direkt Aktionen zu. Sie sind reflexartig und treffen Entscheidungen auf der Grundlage unmittelbarer Anreize aus der Umgebung, anstatt sich auf Gedächtnis- oder Vorhersagefunktionen zu verlassen. Sie können nicht aus der Vergangenheit lernen oder für die Zukunft planen.
Deliberative Architekturen
Eine beratende Architektur ist ein KI-System, das Entscheidungen auf der Grundlage von Überlegungen, Planung und internen Modellen der Welt trifft. Im Gegensatz zu reaktiven Agenten analysieren deliberative Agenten ihre Umgebung, sagen zukünftige Ergebnisse voraus und treffen fundierte Entscheidungen, bevor sie handeln.
Kognitive Architekturen
Eine kognitive agentenbasierte Architektur ist ein fortschrittliches KI-System, das menschenähnliches Denken, Schlussfolgerungen, Lernen und Entscheidungsfindung nachahmt.
Diese Agenten vereinen Elemente der Wahrnehmung, des Gedächtnisses, des Denkvermögens und der Anpassungsfähigkeit, die jeweils durch einzelne Module repräsentiert werden. Dadurch sind sie in der Lage, in komplexen, unsicheren Umgebungen zu agieren und sich im Laufe der Zeit zu verbessern. Dies ist die fortschrittlichste Art von Agentenarchitektur.
Eine BDI-Architektur (häufig als Modell oder Framework bezeichnet) dient der Modellierung rationaler Entscheidungen in intelligenten Agenten und basiert auf dem BDI-Framework (Glauben, Desirene, Absicht).
Diese Architektur modelliert menschenähnliches Denken in einem BDI-Agenten mit:
Überzeugungen (Beliefs, B): Das Wissen des Akteurs über die Welt, das sein Verständnis der Umgebung, der aktuellen Situation und aller sensorischen Daten umfassen kann.
Beispiel: „Die Tür ist geschlossen.“
Wünsche (Desires, D): Die Ziele oder Vorgaben des Akteurs, die das darstellen, was er erreichen möchte. Wünsche sind nicht unbedingt Maßnahmen, sondern übergeordnete Ziele.
Beispiel: „Ich möchte den Raum betreten.“
Absichten (I): Der Handlungsablauf, zu dem sich der Agent verpflichtet, um seine Wünsche zu erfüllen. Intentionen stellen geplante Handlungen dar, die der Agent unter Berücksichtigung seiner Überzeugungen und Wünsche aktiv verfolgt.
Beispiel: „Ich werde die Tür öffnen, um den Raum zu betreten.“