KI-Systeme beeinflussen täglich Entscheidungen von großer Tragweite, wie beispielsweise die Bewilligung von Hypotheken, die Triage von Patienten und die Moderation von Inhalten in sozialen Medien. Zwar bieten diese Systeme Schnelligkeit und Automatisierung, doch können sie auch potenzielle Risiken mit sich bringen. Ein fehlerhaftes Modell kann Vorurteile verstärken. Ein schlechter Sicherheitsstatus kann eine Datenschutzverletzung auslösen. Eine auf falschen Informationen basierende Entscheidungsfindung kann das Vertrauen der Stakeholder untergraben.
Die Regulierungsbehörden reagieren darauf. Der Artificial Intelligence Act of the European Union (EU AI Act) definiert mehrere Risikostufen – begrenztes und minimales Risiko, hohes Risiko und inakzeptables Risiko – und schreibt strenge Prüfungsstandards vor.
Ebenso legt das Framework des National Institute for Standards and Technology (NIST) zum Risikomanagement im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) Anforderungen hinsichtlich der Transparenz der KI und der Rechenschaftspflicht fest. Von internen Auditoren und Informationssicherheitsteams wird erwartet, dass sie die Einhaltung der Vorschriften nachweisen und darlegen, dass ihre KI-Systeme vom Entwurf bis zur Bereitstellung vertrauenswürdig sind.
Ein KI-Audit ist daher sowohl ein defensives als auch ein strategisches Instrument. Es kann Unternehmen dabei helfen, Sicherheitslücken zu identifizieren, bevor diese eskalieren, und so die Praktiken und Initiativen im Bereich der Data Governance zu stärken. Durch die Förderung einer klaren Dokumentation und wiederholbarer Workflows tragen KI-Audits dazu bei, dass Unternehmen die gesetzlichen Compliance-Anforderungen erfüllen und Vertrauen bei Kunden und Investoren aufbauen können.