Rechenzentren

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Rechenzentren

Erfahren Sie mehr über Rechenzentren – physische Einrichtungen, die Enterprise-Computing möglich machen: was sie enthalten, wie sie eingerichtet werden und welche Vorteile und Risiken gemeinsam genutzte Ressourcen in Rechenzentren bieten.

Was ist ein Rechenzentrum?

Ein Rechenzentrum ist eine physische Einrichtung, die Enterprise-Computing möglich macht und Folgendes umfasst:

  • Computersysteme für Unternehmen
  • Die Netzwerkkomponenten und die zugehörige Hardware, die erforderlich sind, um die ständige Verbindung der Computersysteme zum Internet oder zu anderen Business-Netzwerken sicherzustellen
  • Stromversorgungssysteme und Subsysteme, elektrische Schalter, Notstromgeneratoren und Umgebungssteuerelemente (wie z. B. Klimaanlagen und Serverkühlgeräte), die die Hardware im Rechenzentrum schützen und am Laufen halten

Ein Rechenzentrum ist von zentraler Bedeutung für den IT-Betrieb eines Unternehmens. Es ist ein Repository für den Großteil der geschäftskritischen Systeme, das die meisten Geschäftsdaten speichert, verarbeitet und an die Benutzer verteilt.

Die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Rechenzentren ist unerlässlich für den Schutz des kontinuierlichen Betriebs, d. h. die Fähigkeit eines Unternehmens zur unterbrechungsfreien Durchführung von Geschäftsabläufen.

Was befindet sich in einem Rechenzentrum?

Die IT-Ausstattung innerhalb eines Rechenzentrums besteht aus drei Hauptkomponenten, die für die Funktionsfähigkeit einer Computing-Umgebung notwendig sind:

  1. Rechenleistung: Die Hauptspeicher- und Verarbeitungsleistung, die für die Ausführung von Anwendungen erforderlich ist und in der Regel von Enterprise-Servern bereitgestellt wird.
  2. Speicher: Rechenzentren umfassen Primär- und Backup-Speichereinheiten. Dabei kann es sich um Festplatten oder sogar um Bandlaufwerke handeln, aber die modernsten Einrichtungen sind meist mit All-Flash-Arrays ausgestattet.
  3. Netzwerkkomponenten: Dazu zählt eine breite Palette an Netzwerkgeräten, die von Routern und Switches bis zu Controllern und Firewalls reichen.

Zusätzlich zu der enthaltenen IT-Ausstattung umfasst jedes Rechenzentrum die unterstützende Infrastruktur, darunter:

  • Umgebungssteuerelemente: Sensoren überwachen zu jeder Zeit die Belüftung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Einrichtung und es sind Systeme vorhanden, die sicherstellen, dass die Temperatur und Luftfeuchtigkeit stets innerhalb des von den Hardwareherstellern angegebenen Bereichs liegen.
  • Server-Racks: Die meisten Geräte im Rechenzentrum sind in speziell dafür vorgesehenen Racks oder Schränken oder Regalen untergebracht.
  • Stromversorgung: Die meisten Rechenzentren verwenden batteriebasierte Notstromversorgungssysteme, die kurzfristige Stromausfälle überbrücken können, und größere Generatoren für längere Stromausfälle.
  • Verkabelungs- und Kabelführungssysteme: Ein Unternehmensrechenzentrum kann Hunderte Kilometer Glasfaserkabel enthalten. Systeme und Vorrichtungen, die dafür sorgen, dass die Verkabelung geordnet und zugänglich ist, sind ein Muss.

Rechenzentrumseinrichtungen

Viele große Rechenzentren sind in dedizierten, eigens für diesen Zweck gebauten Gebäuden untergebracht. Kleinere Rechenzentren können sich in speziellen Räumen innerhalb von Gebäuden befinden, die mehreren Zwecken dienen. Da Rechenzentren große Mengen an Energie verbrauchen, ist es wichtig, dass die physischen Strukturen, in denen sie untergebracht sind, sorgfältig geplant und entsprechend isoliert sind, um Temperaturkontrollen und Energieeffizienz zu optimieren.

Rechenzentren sollten sich in der Nähe zuverlässiger Stromquellen und schneller Netzwerkverbindungen befinden. Der Standort sollte weder in oder in der Nähe von Hochwassergebieten liegen noch für andere Umweltgefahren anfällig sein. Die Tragfähigkeit der Wände und Böden des Gebäudes muss ausreichend für das Gewicht der Hardware, der Racks und der weiteren unterstützenden Infrastruktur sein. Außerdem sollte die Einrichtung über ausreichende Sicherheitssysteme und Feuerlöschanlagen sowie entsprechende Überwachungssysteme verfügen.

Cloud-Rechenzentren

Wenn Unternehmen ihre Daten und Workloads in Cloud-Rechenzentren migrieren, werden diese in physischen Infrastrukturen gespeichert und verarbeitet, die sich nicht von denen in erstklassigen On-Premises-Rechenzentren unterscheiden. Der Cloud-Kunde muss jedoch kein physisches Gebäude planen, bauen, instand halten, mit Strom versorgen, mit Personal besetzen oder schützen. Stattdessen übernimmt der Cloud-Provider die Verantwortung für die Bereitstellung hochverfügbarer, fehlertoleranter IT-Ressourcen, die als Service angeboten werden. Dies entlastet die Enterprise-Cloud-Nutzer und gibt ihnen die Möglichkeit, mehr Ressourcen für ihr Kerngeschäft einzusetzen.

Angesichts der zunehmenden Nutzung von Cloud-Computing werden immer mehr Unternehmens-Workloads in Cloud-Rechenzentren gehostet. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner (Link führt zu Seite außerhalb von IBM) werden 80 % der Unternehmen ihre traditionellen On-Premises-Rechenzentren bis 2025 schließen.

Der Cloud-Provider bietet Kunden in der Regel gemeinsam genutzten Zugriff auf virtualisierte IT-Ressourcen (z. B. virtuelle Maschinen (VMs)) oder dedizierten Zugriff auf bestimmte einzelne physische Computer, Speichereinheiten und Netzwerkhardware. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Arten von Cloud-Hosting-Arrangements.

Vorteile von Cloud-Rechenzentren

Cloud-Provider profitieren von Größenvorteilen und sind daher in der Lage, den Cloud-Nutzern neueste Hardware, innovative Sicherheit und bessere Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit in einem Umfang zu bieten, der in deren eigenen Rechenzentren aus Kostengründen nicht umsetzbar wäre.

Zu den wichtigsten Vorteilen von Cloud-Rechenzentren gehören:

  • Effiziente Nutzung von Ressourcen: In Public-Cloud-Architekturen teilen sich mehrere Nutzer die gleiche physische Infrastruktur (man nennt dies „Multi-Tenant-Modell“). Das bedeutet, dass einzelne Unternehmen Ressourcen wie Rechen- und Speicherkapazität nicht kaufen, erstellen und verwalten müssen, nur um sie in Spitzenlastzeiten oder zu Failover-Zwecken nutzen zu können.
  • Schnelle Implementierung und Skalierbarkeit: Ressourcen können mit nur wenigen Klicks bereitgestellt werden, sodass die Implementierung neuer Services nur einen winzigen Bruchteil der Zeit in Anspruch nimmt, die zur Unterstützung der Implementierung in On-Premises-Einrichtungen notwendig wäre.
  • Geringere Investitionskosten (CAPEX): Da Cloud-Nutzer für Services bei Bedarf bezahlen (in der Regel über ein Subscription-Modell), müssen sie keine größeren Investitionen in neue Hardware tätigen.
  • Entlastung der IT-Mitarbeiter: Der Cloud-Provider übernimmt die Verantwortung für den Schutz und die Instandhaltung der Infrastruktur und entlastet so die IT-Mitarbeiter von Kunden, da er ihnen tägliche Hardwarewartungsaufgaben abnimmt.
  • Zugriff auf ein globales Netzwerk von Rechenzentren: Größere Cloud-Provider haben ihre Rechenzentren auf mehrere Regionen und Kontinente verteilt. Dies ermöglicht es Kunden, Sicherheitsvorgaben und gesetzliche Bestimmungen einzuhalten, und stellt sicher, dass die Verarbeitungsleistung für ihre eigenen Kunden weltweit optimiert ist, ganz gleich, wo diese sich befinden. Die Leistung globaler Netzwerke kann durch den Vergleich der Entfernung, die die Daten zurücklegen müssen, mit der Geschwindigkeit, die das Licht über Glasfaser zurücklegen kann, geschätzt werden, was eine potenzielle Rücklaufzeit (RTT) für die Daten liefert. Je näher Ihre Daten bei den Benutzern gespeichert sind, desto besser der Service.

Co-Location von Rechenzentren

Co-Location ist eine zusätzliche Option für Unternehmen, die versuchen, einen Mittelweg zwischen Cloud-Computing und der Erstellung dedizierter Rechenzentren zu finden. Mit Co-Location-Services können Unternehmen Stellfläche für ihre eigene IT-Hardware in einer Rechenzentrumseinrichtung mieten.

In der Regel mietet der Co-Location-Kunde Platz in Server-Racks oder Räumen und die Co-Location-Einrichtung stellt die nötige Stromversorgung, Internetkonnektivität und -bandbreite, physische Sicherheit und Umgebungssteuerelemente bereit. Kunden sind meist für die Wartung und Verwaltung ihrer eigenen Hardwaregeräte verantwortlich.

Mittels Co-Location profitieren Kunden von einem Teil der Vorteile von Cloud-Computing. Dazu gehören geringere Investitionskosten (CAPEX). Zudem müssen sie keine eigenen Rechenzentrumseinrichtungen bauen und unterhalten, behalten aber weiterhin die Kontrolle über die eigene Hardware.

Sicherheit von Rechenzentren

Rechenzentren für Unternehmen sollten durch strenge physische und logische Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden. Zu den physischen Sicherheitsmaßnahmen sollten Überwachungs-, Brandschutz- und Brandbekämpfungssysteme sowie Zugangskontrollen zählen, die sicherstellen, dass nur verifizierte Mitarbeiter Zutritt zu der Einrichtung haben.

Datensicherheitsmaßnahmen sollten die Daten schützen, die in der Einrichtung gespeichert oder verarbeitet werden: im Ruhezustand (auf einem beliebigen Speichermedium), während der Übertragung (zu oder von der Einrichtung) und während der Nutzung (während sie verarbeitet werden oder sich im Hauptspeicher befinden).

Logische Sicherheitsmaßnahmen sollten Datenverschlüsselung, Netzwerküberwachung (normalerweise durch ein Sicherheitsteam, das in einem rund um die Uhr (24x7) verfügbaren Security Operations Center (SOC) arbeitet) sowie Prüfung und Protokollierung aller Benutzeraktivitäten umfassen. Die meisten Cloud-Experten befürworten ein Modell der gemeinsamen Verantwortung für die Sicherheit: Die Provider garantieren die physische Sicherheit der Infrastruktur, während die Nutzer für die Sicherheit ihrer Daten, einschließlich Zugriffskontrollen, Konfigurationsmanagement und Sicherheitsüberwachung, verantwortlich sind.

Rechenzentren und IBM

Das IBM Cloud-Netzwerk basiert auf einem physischen Backbone, bestehend aus mehr als 60 Rechenzentren in 19 Ländern auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis. Diese Rechenzentren wurden gebaut, um den Bedarf von Kunden weltweit an lokalem Datenzugriff, hoher Zuverlässigkeit und Leistung sowie niedrigen Latenzzeiten zu erfüllen. Das Netzwerk der IBM Cloud-Rechenzentren ist in 18 globale Verfügbarkeitszonen unterteilt, die Ausfallsicherheit, Redundanz und Hochverfügbarkeit sicherstellen.

Alle IBM Rechenzentrumseinrichtungen werden nach standardisierten, auf Best Practices basierenden Konzepten gebaut und verfügen über die fortschrittlichste Hardware und Supportausrüstung der Branche. Hohe Bandbreite ist verfügbar, um eine niedrige Latenzzeit und eine konstante Performance zu gewährleisten. Die physischen Sicherheitskontrollen sind strikt, und IBM Cloud gibt niemals Verschlüsselungscodes an Regierungsbehörden oder andere Dritte (einschließlich der eigenen internen Teams) weiter.

Das globale Netzwerk der IBM Cloud-Rechenzentren bietet die physische Infrastruktur für die Unterstützung von mehr als 170 auf Unternehmen abgestimmten Produkten und Services – von fortschrittlichen Geschäftsanalysen und KI bis zu innovativen Entwicklertools und den dazu passenden erstklassigen Rechen- und Speicherressourcen.

Um sofortigen Zugriff auf die umfangreichen Ressourcen innerhalb des globalen Netzwerks von IBM Rechenzentren zu erhalten, registrieren Sie sich am besten noch heute für einen kostenlosen IBM Cloud-Account.