Diese Verfahren müssen alle Stack-Ebenen abdecken, einschließlich der Containerisierungsplattform, der Container-Images, der Orchestrierungsplattform und der einzelnen Container und Anwendungen.
In erster Linie müssen sich die Sicherheitsrichtlinien für Container auf ein Zero-Trust -Framework stützen. Dieses Modell überprüft und autorisiert jede Benutzerverbindung und stellt sicher, dass die Interaktion die bedingten Anforderungen der Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens erfüllt. Eine Zero-Trust-Sicherheitsstrategie authentifiziert und autorisiert außerdem jedes Gerät, jeden Netzwerkfluss und jede Verbindung auf der Grundlage dynamischer Richtlinien, indem sie den Kontext aus möglichst vielen Datenquellen nutzt.
Die Containersicherheit ist zu einem immer wichtigeren Anliegen geworden, da immer mehr Unternehmen bei der Bereitstellung und Skalierung ihrer Anwendungen auf Containerisierungstechnologie, einschließlich Orchestrierungsplattformen, setzen. Laut einem Bericht von Red Hat6 sind Schwachstellen und Fehlkonfigurationen die größten Sicherheitsbedenken bei Container- und Kubernetes-Umgebungen.
Wie bereits erwähnt, bieten containerisierte Anwendungen grundsätzlich ein gewisses Maß an Sicherheit, da sie als isolierte Prozesse ausgeführt werden können und unabhängig von anderen Containern funktionieren. Durch diese vollständige Isolierung kann verhindert werden, dass schädlicher Code andere Container beeinträchtigt oder in das Host-System eindringt. Allerdings werden Anwendungsebenen innerhalb eines Containers oft über mehrere Container hinweg gemeinsam genutzt. In Bezug auf die Ressourceneffizienz ist dies ein Plus, aber es öffnet auch die Tür für Störungen und Sicherheitsverletzungen über Container hinweg. Dasselbe gilt für das gemeinsame Betriebssystem, da mehrere Container mit demselben Host-Betriebssystem verbunden werden können. Sicherheitsbedrohungen für das gemeinsame Betriebssystem können sich auf alle zugehörigen Container auswirken. Umgekehrt kann ein Container-Angriff möglicherweise in das Host-Betriebssystem eindringen.
Aber was ist mit den Risiken und Schwachstellen, die mit dem Container-Image selbst verbunden sind? Eine robuste Containerisierungsstrategie beinhaltet einen „Secure-by-Default”-Ansatz, bei dem die Sicherheit in der Plattform verankert und nicht eine separat bereitgestellte und konfigurierte Lösung sein sollte. Zu diesem Zweck unterstützt die Container-Engine alle standardmäßigen Isolationseigenschaften, über die das jeweilige Betriebssystem verfügt. Sicherheitsberechtigungen können definiert werden, um das Eindringen unerwünschter Komponenten in Container automatisch zu blockieren oder die Kommunikation mit unnötigen Ressourcen einzuschränken.
Linux Namespaces ermöglicht beispielsweise eine isolierte Ansicht des Systems für jeden Container. Dies umfasst Netzwerke, Einhängepunkte, Prozess-IDs, Benutzer-IDs, Interprozesskommunikation und Hostnamen-Einstellungen. Namespaces können den Zugriff auf diese Ressourcen durch Prozesse innerhalb jedes Containers einschränken. In der Regel sind Subsysteme ohne Namespace-Unterstützung nicht von einem Container aus zugänglich. Administratoren können diese „Isolationsbeschränkungen” für jede containerisierte Anwendung über eine einfache Benutzeroberfläche erstellen und verwalten.
Darüber hinaus steht eine Vielzahl von Lösungen für die Containersicherheit zur Verfügung, um die Erkennung und Abwehr von Bedrohungen im gesamten Unternehmen zu automatisieren. Diese Tools helfen bei der Überwachung und Implementierung von Sicherheitsrichtlinien und erfüllen Branchenstandards, um einen sicheren Datenfluss zu gewährleisten. Beispielsweise können Sicherheitsmanagement-Softwaretools dabei helfen, CI/CD-Pipelines zu automatisieren, Schwachstellen vor der Produktion zu blockieren und verdächtige Aktivitäten in Echtzeit zu untersuchen. Dieser Ansatz ist Teil von DevSecOps, dem Anwendungs- und Entwicklungsprozess, der die Integration von Sicherheitspraktiken auf jeder Ebene des Softwareentwicklungslebenszyklus automatisiert.