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Call for Code: Mit Software die Welt verändern

Seit 2000 waren weltweit mehr als 2,5 Milliarden Menschen von Naturkatastrophen betroffen. Diese treten immer extremer und häufiger auf. Um Gemeinden besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten und sich von ihnen zu erholen, haben Entwickler aus 156 Ländern im Rahmen der Call for Code Global Challenge mehr als 2.500 Anwendungen erstellt.

Letzte Woche veranstalteten wir unseren ersten „Solution Starter“-Hackathon in der Schweiz innerhalb der Call for Code Genf, der vom Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen im historischen Palais Wilson veranstaltet wurde. Grundlage dieser Veranstaltung war eine einfache Frage: Was passiert, wenn einige der weltweit talentiertesten Entwickler, Entscheider aus der Wirtschaft und Fachexperten zusammenarbeiten, um einige der größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen?

Interdisziplinärer Teamerfolg

Während des zweitägigen Hackathons haben funktionsübergreifende Teams vier dringende Herausforderungen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen bearbeitet. Dazu entwickelten sie Ideen für mobile Anwendungen und andere Open-Source-basierte Lösungen, die mit IBM Technologien erstellt werden können.

Die Vereinten Nationen waren maßgeblich am Erfolg von Call for Code beteiligt. Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung und Forschung arbeiteten Vertreter des UN-Menschenrechtsbüros und des UN-Büros für Katastrophenvorsorge mit IBMern zusammen, um die Herausforderungen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen zu ermitteln. Dazu wurden vier Teams gebildet und mithilfe der Design-Thinking-Methode ein Rahmen für tragfähige Technologielösungen geschaffen.

Call-for-Code-Group

Mich inspirierte vor allem die Leidenschaft und das Know-how der Teams bei der Call for Code Challenge. Neben Fachexperten und hochrangigen Vertretern der Vereinten Nationen kamen auch David Clark, Call for Code Creator, Entwickler einiger der weltweit führenden Unternehmen, darunter Capgemini, Deutsche Telekom Group, Lloyds Banking Group, NearForm, Persistent Systems, RBS und WPP, sowie Open-Source-Leiter der Linux Foundation und Red Hat hinzu.

Hier ist eine Übersicht der Solution Starter Kits – lassen Sie sich inspirieren und probieren Sie es selber aus:

Challenge 1: Nicht nur ersetzen, sondern verbessern

Die Widerstandsfähigkeit und Integration der Katastrophenvorsorge soll während der Wiederherstellungs-, Rehabilitations- und Wiederaufbauphase verbessert werden. Dazu wird die richtige Technologie benötigt, um Gebäude und wichtige Infrastrukturen vor Katastrophenereignissen widerstandsfähiger zu machen. Zudem müssen Systeme bereitgestellt werden, die die Sanierung und den Wiederaufbau in der Zeit danach unterstützen.

Lösungsvorschlag: Diese plattformbasierte Lösung sammelt und analysiert historische und aktuelle Daten zu Infrastruktur, Landwirtschaft, Wetter, Versorgung und weiteren Quellen, um daraus wichtige Erkenntnisse für zukünftige Verbesserungspläne abzuleiten.

Challenge 2: Prävention und Reaktion bei Überschwemmungen und Dürren verbessern

Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Sturmfluten verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe und zwingen Millionen Menschen, ihre Häuser, ihr Leben und ihre Lebensgrundlagen zu verteidigen. Wie kann Technologie den Gemeinden helfen, sich auf Hochwasser vorzubereiten und darauf zu reagieren?

Lösungsvorschlag: Diese mobile App bietet potenziellen Betroffenen über einen Gamification-Ansatz einen Anreiz, persönliche Informationen zu teilen und einen Evakuierungsplan zu erstellen, bevor es zu einer Überschwemmung kommt. Die Daten aus der App fließen in ein Dashboard, das den Einsatzkräften hilft, ihre Maßnahmen zu priorisieren und die Betroffenen in Echtzeit zu informieren.

Challenge 3: Humanitärer Schutz in Krisenzeiten

Es muss sichergestellt werden, dass alle Betroffene den gleichen Zugang zu humanitärer Hilfe haben und die am stärksten ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen identifiziert werden. Nur so können sie frühzeitig über drohende Risiken und die verfügbare Hilfe informiert werden.

Lösungsvorschlag: Diese mobile App hilft bei der Identifizierung von Personen mit eingeschränkter Mobilität und liefert ihnen Echtzeitinformationen über eine Katastrophe. Sie sind damit in der Lage, fundierte Entscheidungen über die Evakuierung zu treffen und Angehörige in einer Notunterkunft zu finden.

Challenge 4: Verantwortung und Schutz für die Betroffenen

Die von humanitären Krisen betroffenen Menschen müssen in der Lage sein, Entscheidungen mitzutreffen, Feedback zu geben und sich über humanitäre Maßnahmen zu beschweren. Ersthelfer müssen geschult sein, um Menschenrechtsverletzungen zu erkennen. Nur so können sie als glaubwürdige Botschafter auftreten und angemessen auf Verstöße reagieren.

Lösungsvorschlag: Mit dieser App können Personen, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind, eine Nachricht anonym in jeder Sprache aufzeichnen, sie in Text umwandeln und sicher an Beobachter der Vereinten Nationen senden. Sie leisten damit einen Beitrag zur potenziellen Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen.

Call-for-Code

Sie wollen sich selber beteiligen? Dann nehmen Sie an der Call for Code 2019 Global Challenge teil, um Gemeinden zu schützen und solche zu unterstützen, die von Naturkatastrophen betroffen sind. Unsere Codemuster und Tutorials vereinfachen den Start.

Um mehr über die neu veröffentlichten Starterkits zu erfahren und sie in eigene Lösungen zu integrieren, besuchen Sie https://developer.ibm.com/callforcode/starters.

Und wem es jetzt selber in den Fingern kribbelt, dem empfehlen wir den Call for Code Hackathon am 15. und 16. Juni auf der Think at IBM. Jetzt hier anmelden!

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