KI-Kompetenz ist die Fähigkeit, KI-Systeme zu verstehen, zu prüfen und überlegt einzusetzen. Es handelt sich dabei nicht um eine technische Fähigkeit, die Entwicklern vorbehalten ist, sondern um eine grundlegende Kompetenz für Mitarbeiter in allen Funktionen und Ebenen eines Unternehmens, von Berufsanfängern bis hin zur C-Suite.
Durch das Verständnis der Funktionen, Grenzen und ethischen Überlegungen von KI erwerben die Lernenden sowohl praktische als auch konzeptionelle Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten ermöglichen es den KI-Experten, ihr Verständnis von KI-Technologien und ihre Anwendung von KI kritisch zu überdenken.
Im Kern bedeutet KI-Kompetenz, zu wissen, was KI kann und was nicht. Zum Beispiel das Verständnis dafür, dass Modelle für maschinelles Lernen zwar Muster in Daten erkennen, aber immer noch menschliche Aufsicht benötigen. Anspruchsvollere Formen der KI-Kompetenz umfassen die Fähigkeit, Verzerrungen und Risiken zu verstehen sowie fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wie KI in Workflows bereitgestellt werden soll.
Im Gegensatz zur digitalen Kompetenz, bei der es in erster Linie darum geht, zu wissen, wie man Software benutzt, erfordert die KI-Kompetenz eine tiefere konzeptionelle Ebene.
„Da KI immer mehr Routineaufgaben im Bereich Codierung und Dokumentation übernimmt, wird von Fachkräften zunehmend erwartet, dass sie ganzheitlich denken“, erklärt Natasha Pillay-Bemath, Vice President für globale Talentakquise und Executive Search bei IBM. Ihre Rolle verschiebt sich zwangsläufig hin zu „[...] einem umfassenden Verständnis von Systemen und der Validierung von KI-Outputs auf Qualität und Verzerrung“.
KI-Kompetenz beschränkt sich nicht nur auf Informatik. Es geht darum, zu wissen, wie man KI-Tools einsetzt, zu verstehen, wie sie funktionieren, wie sie denken und für welche Aufgaben sie am besten geeignet sind. Es ist auch eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird: „Die Einführung von KI erfordert ein Umdenken“, schreiben Glenn Dittrich und Kim Morick von IBM Consulting. „Es erfordert Investitionen nicht nur in technische Fähigkeiten, sondern auch in Kompetenzen wie Empathie, kritisches Denken und Neugier.“