Es hat sich schnell zu einer allgegenwärtigen Nutzung von KI entwickelt. Die frühen E-Commerce-Händler nutzten die traditionelle KI vor allem zur Erstellung dynamischer Marketingkampagnen, zur Verbesserung des Online-Einkaufserlebnisses, zur Automatisierung von Initiativen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder zur Sichtung von Kundenanfragen. Heute fördern die fortschrittlichen Funktionen der Technologie eine breite Akzeptanz. KI kann in jeden Berührungspunkt entlang der gesamten Commerce Journey integriert werden. Laut einem aktuellen Bericht des IBM Institute for Business Value integriert die Hälfte der CEOs generative KI in Produkte und Dienstleistungen. Mittlerweile nutzen 43 % die Technologie, um strategische Entscheidungen zu treffen.
Aber die Kunden sind noch nicht ganz überzeugt. Die Vertrautheit mit KI hat mit der Einführung von ChatGPT und virtuellen Assistenten wie Amazons Alexa zugenommen. Da Unternehmen auf der ganzen Welt die Technologie jedoch schnell übernehmen, um Prozesse vom Merchandising bis zum Auftragsmanagement zu optimieren, besteht ein gewisses Risiko. Aufsehenerregende Pannen und kostspielige Rechtsstreitigkeiten drohen die öffentliche Meinung zu trüben und das Versprechen einer generativen, KI-gestützten Handelstechnologie zunichte zu machen.
Der Einfluss generativer KI auf die Social-Media-Landschaft sorgt gelegentlich für schlechte Presse. Die Ablehnung von Marken oder Einzelhändlern, die KI einsetzen, liegt bei älteren Generationen bei bis zu 38 %, sodass Unternehmen härter arbeiten müssen, um ihr Vertrauen zu gewinnen.
Ein Bericht des IBM Institute of Business Value kam zu dem Ergebnis, dass es hinsichtlich der Customer Experience noch enormes Verbesserungspotenzial gibt. Nur 14 % der befragten Verbraucher bezeichneten sich selbst als „zufrieden“ mit ihrer Erfahrung beim Online-Kauf von Waren. Ein ganzes Drittel der Verbraucher fand die Erfahrungen mit dem frühen Kundensupport und Chatbots, die Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) verwenden, so enttäuschend, dass sie sich nicht noch einmal mit der Technologie beschäftigen wollten. Und die zentrale Bedeutung dieser Erfahrungen ist nicht auf B2C-Anbieter beschränkt. Über 90 % der Geschäftskunden sagen, dass die Customer Experience eines Unternehmens genauso wichtig ist wie das, was es verkauft
Schlecht durchgeführte Implementierungen traditioneller oder generativer KI-Technologie im Handel – wie die Bereitstellung von Deep-Learning-Modellen, die mit unzureichenden oder ungeeigneten Datensätzen trainiert wurden – führen zu schlechten Erfahrungen, die sowohl Verbraucher als auch Unternehmen abschrecken.
Um dies zu vermeiden, ist es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, Initiativen zur intelligenten Automatisierung sorgfältig zu planen und zu gestalten, die die Bedürfnisse und Präferenzen ihrer Kunden, ob Verbraucher oder B2B-Käufer, in den Vordergrund stellen. Auf diese Weise können Marken kontextbezogene, personalisierte Kauferlebnisse schaffen, die nahtlos und reibungslos sind und die Kundentreue und das Vertrauen fördern.
In diesem Artikel werden vier transformative KI-Anwendungsfälle im Handel untersucht, die bereits jetzt das Kundenerlebnis verbessern, insbesondere im E-Commerce-Geschäft und bei den E-Commerce-Plattformkomponenten des gesamten Omnichannel-Erlebnisses. Es wird auch erörtert, wie zukunftsorientierte Unternehmen KI-Algorithmen effektiv integrieren können, um eine neue Ära intelligenter Handelserfahrungen für Verbraucher und Marken einzuleiten. Aber keiner dieser Anwendungsfälle existiert in einem Vakuum. Während sich die Zukunft des Handels entfaltet, interagiert jeder Anwendungsfall ganzheitlich, um die Customer Journey von Anfang bis Ende zu transformieren – für Kunden, für Mitarbeiter und für ihre Partner.