DNS-Filterung und Web-Filterung blockieren den Zugriff auf ganze Domains (Websites), die Cyberbedrohungen und andere Sicherheitsrisiken für Systeme und deren Benutzer darstellen könnten. Die beiden Ansätze unterscheiden sich in Timing und Umfang, wobei die DNS-Filterung eine schnellere, präventive Lösung bietet, während die Webfilterung eine größere Analysetiefe bietet.
Beide Richtlinien zur Inhaltsfilterung zielen im Grunde darauf ab, das gleiche Cybersicherheit-Ziel zu erreichen – den Benutzer (und sein System) vor schädlichen Inhalten bösartiger Websites oder anderer böser Akteure zu schützen. Jede Form der Zugriffskontrolle ist unterschiedlich aufgebaut, um verwandte, aber separate Funktionen auszuführen.
Die DNS-Filterung basiert auf dem Domain Name System (DNS) und ist darauf ausgerichtet, potenziell gefährliche Websites abzufangen, bevor auf sie zugegriffen werden kann. Web-Filterung beinhaltet umfassendere, besser entwickelte Sicherheitsmaßnahmen, die nicht nur bösartige Websites erkennen, sondern auch analytische Untersuchungen dieser Websites und ihrer Methoden durchführen.
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Bevor wir fortfahren, sollten wir uns einen Moment Zeit nehmen, um genau zu überprüfen, welche Arten von Webinhalten von beiden Filterarten aktiv für den Ausschluss gesucht werden.
Früher bedeutete „unangemessener Inhalt“ „nicht jugendfreie Inhalte“, die traditionell verwendet wurden, um auf Inhalte zu verweisen, die explizit sexuell waren. Jüngste Trends haben dazu geführt, dass dieser Oberbegriff auf ein breiteres Spektrum an potenziell anstößigem Material ausgeweitet wurde, einschließlich Websites, die mit Hassreden oder gewalttätigen Ideologien handeln.
Darüber hinaus gibt es, zum Teil aufgrund der explosionsartigen Zunahme der Nutzung von Handykameras und des beispiellosen Aufstiegs der sozialen Medien, heute ein Überangebot an von Nutzern aufgenommenem Videomaterial. Diese Art von Inhalt umfasst alle bemerkenswerten Dinge, einige davon beschreiben drastische und illegale Handlungen. Alle diese Inhalte können als unangemessen angesehen werden, obwohl dieser subjektive Begriff Interpretationsspielraum lässt.
Werfen wir einen Blick auf negative Inhalten. Vielleicht finden sich darin anstößige Bilder, vielleicht auch nicht, aber wahrscheinlich eher nicht, denn es ist wirkungsvoller, wenn es vollkommen normal erscheint, wie ein sprichwörtliches Trojanisches Pferd. Auf diese Weise werden die Benutzer höchstwahrscheinlich nicht den Verdacht haben, dass dort etwas über den normalen Inhalt hinaus enthält.
Hinter dieser irreführenden Normalität kann sich jedoch eine breite Palette von Cyberangriffen verbergen, einschließlich des Einschleusens von Malware in ein System mit dem Ziel, die Netzwerksicherheit zu gefährden. Diese Art von Bedrohung gewinnt an Dringlichkeit, wenn sie den Einsatz von Ransomware beinhaltet, die darauf ausgelegt ist, die Systeme der Benutzer als Geiseln zu nehmen, bis irgendeine Form von Zahlung erpresst wird. Hinter schädlichen Inhalten können sich auch Phishing-Angriffe verbergen, die versuchen, an vertrauliche Daten zu gelangen.
Die dritte Kategorie von Webinhalten, die gefiltert werden müssen, umfasst Inhalte, die weder obszön oder anstößig sind noch die Sicherheitslösung eines Unternehmens beeinträchtigen. Dies ist unerwünscht, und es kann viele Gründe geben.
Zwar bezieht sich der Begriff „unerwünscht“ auch auf unangemessene und schädliche Inhalte, aber in Wirklichkeit handelt es sich um Websites mit unproduktiven Inhalten. Social-Media-Websites und nicht moderierte Chatrooms fallen in diese Kategorisierung, ebenso wie Websites, die die Funktion Streaming-Video bieten. Dazu gehören bestimmte Websites, die den Benutzer mit Weiterleitungen auf andere Websites führen, oder Websites, die den Betrachter mit nicht enden wollenden Sequenzen von Werbebotschaften bombardieren.
Die DNS-Filterung erkennt potenziell gefährliche DNS-Anfragen,bevor sie ausgeführt und mit IP-Adressen abgeglichen werden können. Die Abfolge sieht in etwa so aus:
Es ist erwähnenswert, dass wenn eine Domain durch DNS-Filterlösungen blockiert wird, diese Blockierung alle Webseiten innerhalb dieser Domain betrifft – und nicht nur bestimmte potenziell gefährliche Seiten. Aus Sicherheitsgründen hilft die DNS-Filterung, das Eindringen von Phishing-Websites und bösartigen Domains zu verhindern.
Der Web-Filterprozess funktioniert etwas anders als die DNS-Filterung. Sie ist präziser als die DNS-Filterung und verfügt über eine größere analytische Tiefe. Es fehlt jedoch das präventive Timing der DNS-Filterung, und das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden. Die Schritte zur Webfilterung sind vergleichsweise einfach:
Ein wichtiger Teil des Webfilterprozesses wird von Secure Sockets Layer (SSL) abgewickelt, einer Sicherheitslösung, die eine sicher verschlüsselte Verbindung zwischen einem Webserver und einem Webbrowser herstellt.
Es gibt einige bemerkenswerte Gemeinsamkeiten zwischen DNS-Filterung und Web-Filterung:
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