Ein Gebäudeenergiemanagementsystem (Building Energy Management System, BEMS) ist eine Technologieplattform, die die Leistung überwacht und optimiert und zur Reduzierung des Energieverbrauchs beiträgt.
Durch den kombinierten Einsatz von Sensoren, intelligenten Zählern und Automatisierung erzeugt das BEMS-Netz eines Unternehmens Energieeinsparungen und bringt zusätzliche Vorteile. Das BEMS ist ein computergestütztes System, das die mechanischen und elektrischen Anlagen eines Gebäudes überwacht und steuert, beispielsweise Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Beleuchtung, Stromversorgung, Brandschutzsysteme und Sicherheitssysteme.
Im Einzelnen erfüllt ein BEMS folgende Kernfunktionen:
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Nach der Implementierung eines Gebäudeenergiemanagementsystems (BEMS) speisen Sensoren und Zähler im gesamten Gebäude Daten in eine zentrale Softwareplattform ein. Einrichtungsmanager können Regeln, Zeitpläne und Schwellenwerte festlegen und das System bedient dann das Equipment automatisch oder informiert das Personal, wenn etwas außerhalb der normalen Parameter liegt.
Im Detail betrachtet, führt ein BEMS seine Arbeit in vier Schritten aus:
Diese Schritte erfolgen unbemerkt und automatisch. Plötzlich ist das Büro, das etwas zugig wurde, nun ein oder zwei Grad wärmer, und kein Mitarbeiter musste einen Finger rühren, um das Thermostat einzustellen.
Doch wie kommunizieren diese verschiedenen Equipment-Systeme, die alle von unterschiedlichen Herstellern stammen, miteinander? An dieser Stelle kommt das Gebäudeautomatisierung und Steuerungsnetzwerk BACnet (Building Automation and Control network) ins Spiel. BACnet ist ein globaler Datenkommunikationsstandard für den Aufbau von Automatisierungs- und Steuerungsnetzwerken. Es dient als gemeinsames Sprachprotokoll in der BEMS-Funktionalität und ermöglicht es verschiedenen Marken und Maschinentypen, miteinander zu kommunizieren.
Die Vorteile, die ein Unternehmen durch den Einsatz eines BEMS erzielen kann, können durchaus lukrativ sein. Dies betrifft den finanziellen Aspekt, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Steigerung der Reputation:
Obwohl Unternehmen durch die Einführung von BEMS viele Vorteile erzielen können, ist der Prozess auch mit beträchtlichen Investitionen und der Überwindung nicht weniger Hürden verbunden:
Ein BEMS beginnt mit der Integration eines Gebäudemanagementsystems (Building Management System, BMS), das mit Hilfe eines computergestützten Steuerungssystems die elektrischen, mechanischen und sicherheitstechnischen Anlagen von Geschäftsgebäuden überwacht. All diese überwachten Funktionen, wie HLK, Beleuchtung und Sicherheitseinrichtungen, fließen in ein Dashboard ein, auf dem Nutzer sie auf einen Blick verfolgen können. Der Einsatz von Steuerungssystemen fördert einen geringeren Energieverbrauch, während Dashboards zur Steigerung der betrieblichen Effizienz beitragen.
Obwohl das BMS viele Dinge maschinell ausführen kann, hat es doch seine Grenzen. Zum Beispiel ist das BMS nicht wirklich für komplexere Denkweisen gebaut. Dafür benötigen Sie ein BEMS, das alle gesammelten Informationen erfasst und komplexe Algorithmen anwendet, um Dienstprogramm- und Sensordaten zu analysieren und daraus Möglichkeiten zur Senkung der Energiekosten abzuleiten.
Ein BEMS nutzt außerdem die Leistungsfähigkeit einer Energiemanagementsoftware (EMS), die den Energieverbrauch durch Echtzeitüberwachung energieintensiver Aktivitäten kontinuierlich überwacht. Die EMS unterstützt das Benchmarking der Einrichtungsleistung und die Festlegung grundlegender Leistungsstandards. Sie optimiert auch die Nachverfolgung für die Berichterstellung im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (Environmental, Social and Governance, ESG).
Auf diese Weise fungieren betriebliche Energiemanagementsysteme als Kontrollinstanz. Durch Automatisierung und die ständige Überwachung der Energiequellen können sie jederzeit die Enrichtungsmanager alarmieren, sobald ein BEMS anomales Verhalten im Energieverbrauchsmuster feststellt. Durch die Anwendung von Diagnosen auf Energiedaten kann das BEMS Ineffizienzen lokalisieren und Energieverschwendung eliminieren. Aus operativer Sicht trägt die Nutzung von Echtzeitdaten dazu bei, fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Ein durchschnittliches US-amerikanisches Bürogebäude verbraucht jährlich rund 22,5 kWh Strom pro Quadratfuß. Im Folgenden sehen Sie, wie ein typisches Bürogebäude Energie verbraucht. Dies lässt sich in fünf allgemeine Gebäudebetriebsarten unterteilen:
Zukunftsorientierte Unternehmen und Stakeholder, die ihren CO2-Fußabdruck verringern und ihre Energiesparmaßnahmen auf die nächste Stufe heben wollen, nutzen derzeit die Chancen, die erneuerbare Energien bieten.
Viele Unternehmen optimieren diese Möglichkeiten, indem sie intelligente Gebäude entwerfen und bauen, die von den Prinzipien der Nachhaltigkeit profitieren. Gleichzeitig können bestehende Büros mit Kollektoren für erneuerbare Energie wie Solarpanels nachgerüstet werden. Der von diesen Panels erzeugte Strom kann effizient in Batteriespeicher geleitet werden und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen und genutzt werden, um teuren Netzstrom zu ersetzen.
Unternehmen, die daran interessiert sind zu erfahren, wie sie aktuell Energie nutzen und wie sie den Energieverbrauch künftig strategischer angehen können, haben dafür die passenden Instrumente zur Verfügung. Eines heißt Constellation Business Utility Estimation Guide, während ein anderes – Energy Elephant Energy Budgeting Resource – Unternehmen dabei hilft, die Gebäudeleistung zu verbessern, erreichbare Nachhaltigkeitsziele zu setzen und Systeme zu etablieren, die eine optimale Skalierbarkeit aufweisen, solange ihr Geschäft fortbesteht und floriert.
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