Im Allgemeinen möchte ein Benutzer, der eine Anfrage an ein generatives KI-Tool stellt, einen Output, der den Prompt angemessen beantwortet (d. h. eine korrekte Antwort auf eine Frage). Manchmal erzeugen KI-Algorithmen jedoch Ergebnisse, die nicht auf Trainingsdaten basieren, vom Transformer falsch dekodiert werden oder keinem erkennbaren Muster folgen.Mit anderen Worten: Sie „halluziniert“ die Reaktion.
Der Begriff mag paradox erscheinen, da Halluzinationen normalerweise mit menschlichen oder tierischen Gehirnen in Verbindung gebracht werden, nicht mit Maschinen. Aus metaphorischer Sicht beschreibt Halluzination diese Ergebnisse jedoch sehr treffend – insbesondere im Fall der Bild- und Mustererkennung (bei der die Outputs wirklich surreal aussehen können).
KI-Halluzinationen ähneln dem, was Menschen manchmal sehen, wenn sie Figuren in den Wolken oder Gesichter auf dem Mond sehen. Im Fall von KI treten diese Fehlinterpretationen aufgrund verschiedener Faktoren auf. Dazu gehören Überanpassung, Verzerrung/Ungenauigkeit der Trainingsdaten und hohe Modellkomplexität.
Probleme mit generativen Open-Source-Technologien zu vermeiden, kann sich als schwierig erweisen. Einige bemerkenswerte Beispiele für KI-Halluzinationen sind:
Der Google-Chatbot Bard behauptete fälschlicherweise, dass das James-Webb-Weltraumteleskop die ersten Bilder eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems aufgenommen habe.1
Die Chat-KI von Microsoft, Sydney, gibt zu, dass sie sich in Benutzer verliebt und Bing-Mitarbeiter ausspioniert hat.2
- Meta zieht seine Galactica LLM-Demo im Jahr 2022, nachdem es den Nutzern ungenaue Informationen zur Verfügung gestellt hat, die teilweise auf Vorurteilen beruhen.3
Obwohl viele dieser Probleme inzwischen angegangen und gelöst wurden, ist leicht zu erkennen, dass der Einsatz von KI-Tools selbst unter den besten Umständen unvorhergesehene und unerwünschte Folgen haben kann.