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Virtuelle Maschinen (VM)

Eine Einführung in virtuelle Maschinen (VM), Technologie für den Aufbau virtualisierter Computerumgebungen und das Fundament der ersten Generation des Cloud-Computing.

Was ist eine virtuelle Maschine (VM)?

Eine virtuelle Maschine ist eine virtuelle Darstellung oder Emulation eines physischen Computers. Sie wird manchmal auch als „Gast“ bezeichnet, im Gegensatz zur physischen Maschine, auf der sie ausgeführt wird, dem „Host“ (dt.: Wirt).

Die Virtualisierung macht es möglich, mehrere virtuelle Maschinen mit jeweils eigenem Betriebssystem (OS) und eigenen Anwendungen auf einem einzigen physischen Computer einzurichten. Eine VM kann nicht direkt mit einem physischen Computer (der Hardware) interagieren. Stattdessen benötigt sie eine dünne Softwareschicht, genannt Hypervisor. Dieser Hypervisor (manchmal auch VVM für Virtual Machine Monitor genannt) gewährleistet dann die Koordination zwischen der VM und der Hardware. Der Hypervisor ordnet jeder VM physische Rechenressourcen wie Prozessoren, RAM, persistenten Speicher und Speicherkapazitäten zu. Er hält jede VM von den übrigen getrennt, damit sie sich nicht ins Gehege kommen.

Diese Technologie hat viele Namen, u.a. virtueller Server, virtuelle Serverinstanz (VSI) und virtueller privater Server (VPS). Im Folgenden benutzen wir jedoch einfach VM, also virtuelle Maschine.

Wie die Virtualisierung funktioniert

Ein Hypervisor, der auf einem physischen Computer oder Server (auch als Bare-Metal-Server bezeichnet) verwendet wird, ermöglicht er es diesem, sein Betriebssystem und seine Anwendungen von der Hardware zu trennen. So kann der Computer sich in mehrere unabhängige „virtuelle Maschinen“ aufteilen.

Jede dieser neuen virtuellen Maschinen kann dann ihre eigenen Betriebssysteme und Anwendungen autonom ausführen, dabei jedoch weiterhin die ursprünglichen Ressourcen des Bare-Metal-Servers, der vom Hypervisor verwaltet wird, mit den anderen teilen. Zu diesen Ressourcen gehören persistenter Speicher, RAM, Speicherkapazitäten usw.

Das folgende Video erklärt die Grundlagen der Virtualisierung (5:20). Darüber hinaus empfehlen wir auch den Artikel „5 Vorteile der Virtualisierung“:

Der Hypervisor fungiert wie ein Verkehrspolizist, er dirigiert und ordnet die Bare-Metal-Ressourcen den einzelnen virtuellen Maschinen zu und sorgt dafür, dass sie sich nicht gegenseitig stören.

Es gibt zwei primäre Typen von Hypervisoren.

Hypervisoren vom Typ 1 laufen direkt auf der physischen Hardware (in der Regel ein Server) und übernehmen den Platz des Betriebssystems. In der Regel wird ein separates Softwareprodukt verwendet, um die VM auf dem Hypervisor einzurichten und zu „dirigieren“. Einige Management-Tools, wie vSphere von Wmware, geben dem Benutzer die Möglichkeit, ein Gast-OS für die Installation in der VM auszuwählen.

Es ist möglich, eine VM als Schablone für andere zu verwenden: Die erste VM wird ganz einfach dupliziert. Abhängig von Ihren Anforderungen können Sie mehrere VM-Vorlagen für verschiedene Zwecke erstellen, wie z. B. Softwaretests, Produktionsdatenbanken und Entwicklungsumgebungen.

Hypervisoren vom Typ 2 laufen als Anwendung innerhalb eines Host-Betriebssystems und in der Regel zusammen mit Single-User-Desktop- oder Notebook-Plattformen. Bei einem Hypervisor vom Typ 2 richten Sie manuell eine VM ein und installieren dann ein Gast-OS. Sie können den Hypervisor verwenden, um Ihrer VM physische Ressourcen zuzuordnen, indem Sie die Menge der Prozessorkerne und des für sie verfügbaren Speichers manuell festlegen. Abhängig von den Funktionen des Hypervisors können Sie auch Optionen wie 3D-Beschleunigung für Grafiken festlegen.

Für eine vollständige Übersicht über die Hypervisoren empfehlen wir „Hypervisors: A Complete Guide“

Nutzen und Vorteile von VM

VM bieten eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber traditioneller physischer Hardware:

  • Ressourcennutzung und verbesserter ROI: Da mehrere VM auf einem einzelnen physischen Computer ausgeführt werden, müssen die Kunden nicht jedes Mal, wenn sie ein anderes Betriebssystem ausführen möchten, einen neuen Server kaufen. Auf diese Weise ziehen sie mehr Rendite aus ihrer bestehenden Hardware.
  • Skalierung: Mit Cloud-Computing ist es einfach, mehrere Kopien derselben virtuellen Maschine zu implementieren, um wachsende Arbeitslasten zu bewältigen.
  • Portabilität: VM können je nach Bedarf zwischen den physischen Computern in einem Netzwerk verlegt werden. Dadurch ist es möglich, Arbeitslasten auf Server zu verteilen, die über freie Rechenleistung verfügen. VM können sogar zwischen On-Premises- und Cloud-Umgebungen hin- und herbewegt werden, sodass sie für Hybrid-Cloud-Szenarien  nützlich sind, in denen Computerressourcen zwischen dem Rechenzentrum und einem Cloud-Service-Provider gemeinsam genutzt werden.
  • Flexibilität:  Die Erstellung einer VM ist schneller und einfacher als die Installation eines Betriebssystems auf einem physischen Server, da eine VM mit dem bereits installierten Betriebssystem geklont wird. Entwickler und Softwaretester können bei Bedarf neue Umgebungen einrichten, um neue Aufgaben zu bewältigen.
  • Sicherheit: VM verbessern die Sicherheit in mehrfacher Hinsicht im Vergleich zu Betriebssystemen, die direkt auf der Hardware laufen. Eine VM ist eine Datei, die von einem externen Programm auf Schadsoftware gescannt werden kann. Sie können zu jedem beliebigen Zeitpunkt einen vollständigen Snapshot der VM erstellen und diesen Zustand wiederherstellen, falls sie von Malware infiziert wird. Das heißt, die VM kann mühelos in einen früheren Zustand zurückversetzt werden. Durch die schnelle und einfache Erstellung von VM ist es auch möglich, eine kompromittierte VM komplett zu löschen und sofort wieder neu zu erstellen, was die Recovery-Zeit nach einer Malware-Infektion erheblich verkürzt.

Anwendungsfälle für VM

VM haben mehrere Verwendungszwecke, sowohl für IT-Administratoren als auch für Benutzer. Hier ein paar Anwendungsfälle:

  • Cloud Computing: Während der letzten 10+ Jahre war die VM die fundamentale Einheit der Rechenleistung („Compute“) in der Cloud; sie ermöglichte die erfolgreiche Ausführung und Skalierung von Dutzenden von Applikationsarten und Arbeitslasten.
  • DevOps-Unterstützung: VM sind eine geniale Methode zur Unterstützung von Entwicklern, die VM-Vorlagen mit den Einstellungen für ihre Softwareentwicklungs-und Testprozesse konfigurieren können. Sie können VM für bestimmte Aufgaben wie z. B. statische Softwaretests erstellen, einschließlich dieser Schritte in einem automatisierten Entwicklungsworkflow. Dies hilft, die DevOps-Toolchain zu rationalisieren.
  • Neues Betriebssystem testen: Eine VM ermöglicht es Ihnen, ein neues Betriebssystem auf Ihrem Desktop zu testen, ohne das primäre Betriebssystem zu beeinträchtigen.
  • Malware untersuchen: VM sind nützlich für Malware-Forscher, die häufig neue Maschinen zum Testen von neu aufgetauchten Schadprogrammen brauchen.
  • Inkompatible Software ausführen: Manche Benutzer bevorzugen u.U. ein bestimmtes Betriebssystem, benötigen jedoch ein Programm, das nur in einem anderen verfügbar ist. Ein gutes Beispiel ist die Dragon-Palette von Spracherkennungsprogrammen. Ihr Anbieter Nuance hat die macOS-Version seines Produkts eingestellt. Wenn Sie jedoch einen Desktop-fokussierten Hypervisor wie VMware Fusion oder Parallels haben, können Sie Windows in einer VM ausführen und haben dann Zugriff auf die Software.
  • Sicher im Internet surfen: Mithilfe einer virtuellen Maschine zum Browsen können Sie Websites besuchen, ohne Angst vor einer Infizierung haben zu müssen. Sie können einen Snapshot Ihrer Maschine erstellen und anschließend nach jeder Browsing-Sitzung auf den vorherigen Zustand zurückkehren. Dies ist ein Beispiel dafür, was ein Benutzer selbständig mithilfe eines Desktop-Hypervisor vom Typ 2 einrichten kann. Alternativ könnte ein Administrator einen temporären virtuellen Desktop auf dem Server bereitstellen.

Typen von virtuellen Maschinen

In diesem Abschnitt stellen wir einige der Typen von virtuellen Maschinen vor:

  • Virtuelle Windows-Maschinen
  • Virtuelle Android-Maschinen
  • Virtuelle Mac-Maschinen
  • Virtuelle iOS-Maschinen
  • Virtuelle Java-Maschinen
  • Virtuelle Python-Maschinen
  • Virtuelle Linux-Maschinen
  • Virtuelle VMware-Maschinen
  • Virtuelle Ubuntu-Maschinen

Virtuelle Windows-Maschinen

Die meisten Hypervisors unterstützen VM, die das Windows-Betriebssystem als Gast ausführen. Der Hyper-V-Hypervisor von Microsoft ist Teil des Windows-Betriebssystems. Bei der Installation erstellt er eine übergeordnete Partition, die sowohl sich selbst als auch das primäre Windows-Betriebssystem enthält, wobei jedem dieser beiden Systeme privilegierter Zugriff auf die Hardware gewährt wird. Andere Betriebssysteme, einschließlich Windows-Gastmaschinen, werden in untergeordneten Partitionen ausgeführt, die über die übergeordnete Partition mit der Hardware kommunizieren.

Virtuelle Android-Maschinen

Das Google Open-Source Android-Betriebssystem  ist auf mobilen Geräten und damit verbundenen Heimgeräten wie z.B. Home-Entertainment-Geräten üblich. Das Android-Betriebssystem läuft nur auf der ARM-Prozessorarchitektur, die für diese Geräte üblich ist, aber Enthusiasten, Android-Spieler oder Software-Entwickler wollen es u.U. auf einem PC ausführen.

Dies ist problematisch, weil PC auf einer völlig anderen x86-Prozessorarchitektur ausgeführt werden und ein Hardware-Virtualisierungs-Hypervisor nur als Überbringer für Anweisungen zwischen der VM und der CPU dient. Er übersetzt sie nicht für Prozessoren mit unterschiedlichen Befehlssätzen. In diesem Zusammenhang gibt es mehrere Projekte, die hier Abhilfe schaffen.

Manche davon, wie z. B. Shashlik oder Genymotion, verwenden einen Emulator, der die ARM-Architektur softwaremäßig nachbildet. Eine Alternative, das Android-x86-Projekt, portiert stattdessen Android auf die x86-Architektur. Um es auszuführen, müssen Sie das Android-x86-Programm als virtuelle Maschine unter Verwendung des VirtualBox-Hypervisors Typ 2 installieren. Eine weitere Alternative, Anbox, führt das Android-Betriebssystem auf dem Kernel eines Linux-Host-Betriebssystems aus.

Virtuelle Mac-Maschinen

Apple lässt sein macOS-System nur auf Apple-Hardware laufen, und untersagt in seiner Endbenutzer-Lizenzvereinbarung eine Ausführung auf anderer Hardware, sei es als VM oder anderweitig. Sie können Hypervisors des Typs 2 auf Mac-Hardware verwenden, um VM mit einem macOS-Gast zu erstellen.

Virtuelle iOS-Maschinen

Es ist heute nicht möglich, iOS in einer VM auszuführen, weil Apple sein iOS-Betriebssystem streng kontrolliert und es nicht erlaubt, es auf anderen als iOS-Geräten laufen zu lassen.

Einer iOS-VM am nächsten kommt der iPhone-Simulator, der mit der integrierten Entwicklungsumgebung Xcode ausgeliefert wird, die das gesamte iPhone-System in Software simuliert.

Virtuelle Java-Maschinen

Die Java-Plattform ist eine Ausführungsumgebung für Programme, die in der Softwareentwicklungssprache Java geschrieben wurden. Javas Versprechen war „write once, run anywhere“-Funktionalität. Das hieß, jedes Java-Programm konnte auf jeder Hardware laufen, auf der die Java-Plattform ausgeführt wurde. Die Voraussetzung dafür? Die Java-Plattform enthält eine Java Virtual Machine (JVM).

Java-Programme enthalten Bytecode, d.h. Anweisungen direkt für die JVM. Die JVM kompiliert diesen Bytecode zu Maschinencode, die niedrigste vom Host-Computer verwendete Sprache. Die JVM in der Java-Plattform einer Computerplattform erzeugt einen anderen Satz von Maschinencode-Anweisungen als die JVM in einer anderen Computer-Plattform, je nach dem Maschinencode, den der Prozessor erwartet.

Die JVM führt daher kein vollständiges Betriebssystem aus und verwendet keinen Hypervisor wie andere virtuelle Maschinen. Stattdessen übersetzt sie Softwareprogramme auf Anwendungsebene, damit sie auf einer bestimmten Hardware laufen.

Weitere Informationen zu Java finden Sie unter „Java: A Complete Guide“.

Virtuelle Python-Maschinen

Genau wie die JVM, läuft auch die Python-VM nicht auf einem Hypervisor und enthält kein Gastbetriebssystem. Sie ist ein Tool, mit dem Programme, die in der Programmiersprache Python geschrieben wurden, auf einer Vielzahl von CPUs ausgeführt werden können.

Ähnlich wie Java, übersetzt Python seine Programme in ein Zwischenformat namens Bytecode und speichert es in einer ausführbaren Datei. Wenn das Programm ausgeführt wird, übersetzt die Python-VM den Bytecode zur schnellen Ausführung in Maschinencode.

Virtuelle Linux-Maschinen

Linux ist ein gängiges Gastbetriebssystem, das in vielen VM verwendet wird. Es ist auch ein weit verbreitetes Host-Betriebssystem zur Ausführung von VM und verfügt sogar über einen eigenen Hypervisor, der als kernelbasierte virtuelle Maschine (KVM) bezeichnet wird. Der Mainstream-Linux-Kernel enthält den KVM seit 2007. Obwohl es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, ist Red Hat jetzt Eigentümer der Firma, die die KVM ursprünglich entwickelt hat.

Virtuelle VMware-Maschinen

VMware war schon in der Frühzeit der Virtualisierung tätig und ist heute ein beliebter Anbieter von Hypervisor Typ 1 und 2 sowie von VM-Software für Unternehmenskunden.

VMware: A Complete Guide” vermittelt einen umfassenden Überblick über alles rund um VMware.

Virtuelle Ubuntu-Maschinen

Ubuntu ist eine Linux-Distribution, die von Canonical hergestellt wird. Es ist in einer Desktop- und einer Server-Version erhältlich, die beide als VM installiert werden können. Ubuntu kann als Gastbetriebssystem auf Microsoft Hyper-V implementiert werden. Es bietet eine optimierte Version des Ubuntu-Desktops, die im erweiterten Sitzungsmodus von Hyper-V gut funktioniert und eine enge Integration zwischen dem Windows-Host und der Ubuntu-VM ermöglicht. Es unterstützt die Integration der Zwischenablage, die dynamische Größenanpassung des Desktops, gemeinsame Ordner und das Bewegen der Maus zwischen dem Host- und Gast-Desktop.

Multi-Tenant vs. Single-Tenant

Beim Cloud Computing werden virtuelle Maschinen in der Regel sowohl in Single-Tenant- als auch in Multi-Tenant-Varianten angeboten.

Öffentliche oder mandantenfähige virtuelle Maschinen sind virtuelle Maschinen, in denen sich mehrere Benutzer eine gemeinsame physische Infrastruktur teilen. Dies ist der kosteneffektivste und skalierbarste Ansatz für die Bereitstellung virtueller Maschinen; allerdings fehlen einige der Isolationsmerkmale, auf die Unternehmen mit strengen Sicherheits- oder Compliance-Vorschriften Wert legen.

Zwei Modelle für virtuelle Single-Tenant-Maschinen sind dedizierte Hosts und dedizierte Instanzen.

Zu einem dedizierten Host gehört das Mieten einer ganzen physischen Maschine und die Aufrechterhaltung des ständigen Zugriffs auf und der Kontrolle über diese Maschine, ihre Hardware und die darauf installierte Software. Dieses Modell bietet ein Höchstmaß an Hardware-Flexibilität und -transparenz, Auslastungskontrolle und Platzierung und bietet auch gewisse Vorteile für bestimmte Bring-your-own-Lizenzsoftware.

Eine dedizierte Instanz bietet die gleiche Single-Tenant-Isolation und die gleiche Kontrolle über die Platzierung der Arbeitslast, ist aber nicht an eine bestimmte physische Maschine gekoppelt. Wenn beispielsweise eine dedizierte Instanz neu gestartet wird, könnte sie auf einer neuen physischen Maschine landen - einer Maschine, die dem individuellen Konto zugeordnet ist, aber dennoch eine neue Maschine, möglicherweise an einem anderen physischen Ort.

Preismodelle für virtuelle Maschinen

Die gängigsten Preismodelle für virtuelle Maschinen in der Cloud sind Pay-as-you-go (stunden- oder sekundenweise), transiente Instanzen/Spot-Instanzen, reservierte Instanzen und dedizierte Hosts.

  • Pay-as-you-go: Beim Pay-as-you-go-Modell gibt es keine Vorabkosten für die virtuelle Maschine. Die Anwender zahlen einfach für das, was sie nutzen, wobei die Abrechnung in der Regel je nach Anbieter und Instanztyp stunden- oder sekundenweise erfolgt.
  • Transiente/Spot-Instanzen: Das niedrigste Kostenmodell von VM, transiente und Spot-Instanzen, nutzt die überschüssige Kapazität eines Anbieters, die aber jederzeit vom Anbieter zurückgefordert werden kann. Das ist in der Regel nützlich für Anwendungen, die nicht ständig eingeschaltet sein müssen oder die in jedem anderen Modell unerschwinglich sind.
  • Reservierte Instanzen: Im Gegensatz zu Pay-as-you-go-Modellen sind reservierte Instanzen mit einer expliziten Laufzeit versehen, die in der Regel zwischen einem und drei Jahren liegt, und mit hohen Rabatten verknüpft ist.
  • Dedizierte Hosts: Im Falle von dedizierten Hosts übernimmt ein Benutzer in der Regel die Kosten für den gesamten physischen Server, wobei die Kosten Regel auf Stunden- oder Monatsbasis in Rechnung gestellt werden, je nachdem, welche Inkremente der Provider für dedizierte Server anbietet.

Virtuelle Maschinen vs. Bare-Metal-Server

Bei der Entscheidung zugunsten einer virtuellen Maschine gegenüber einer physischen Maschine, also eines Bare-Metal-Servers, geht es weniger um konkurrierende Funktionen als vielmehr darum, zu wissen, was Sie brauchen und wann.

Bei Bare-Metal-Servern liegt der Schwerpunkt auf der Hardware, der Stromversorgung und der Isolierung. Es sind Single-Tenant-Server, physische Server ganz ohne Hypervisor-Zyklen (Virtualisierungssoftware), die ausschließlich einem einzigen Kunden gewidmet sind - Ihnen.

Workloads, bei denen Performance und „Abgeschiedenheit“ eine hohe Priorität haben, wie z. B. datenintensive Anwendungen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, eignen sich in der Regel am besten für Bare-Metal-Server - insbesondere, wenn sie über längere Zeiträume hinweg eingesetzt werden.

E-Commerce-, ERP-, CRM-, SCM- und Finanzdienstleistungsanwendungen sind nur einige wenige der Workloads, die sich ideal für Bare-Metal-Server eignen.

Wann also würden Sie also einen Hypervisor auf die Bare-Metal-Hardware aufsetzen, um eine virtuelle Maschine einzurichten? Wenn Ihre Workloads maximale Flexibilität und Skalierbarkeit erfordern.

Virtuelle Maschinen erhöhen die Serverkapazität mühelos und steigern die Auslastung - ideal, um Daten von einer virtuellen Maschine auf eine andere zu verschieben, die Größe von Datensätzen zu ändern und dynamische Arbeitslasten aufzuteilen.

Virtuelle Maschinen vs. Container

Die einfachste Art, einen Container zu verstehen, ist, zu verstehen, wie er sich von einer herkömmlichen virtuellen Maschine (VM) unterscheidet. Bei der traditionellen Virtualisierung- ob vor Ort oder in der Wolke - wird ein Hypervisor zur Virtualisierung physischer Hardware eingesetzt. Jede VM enthält dann ein Gastbetriebssystem, eine virtuelle Kopie der Hardware, die das Betriebssystem zur Ausführung benötigt, zusammen mit einer Anwendung und ihren zugehörigen Bibliotheken und Abhängigkeiten.

Anstatt die zugrunde liegende Hardware zu virtualisieren, virtualisieren Container das Betriebssystem (typischerweise Linux), sodass jeder einzelne Container  nur die Anwendung und ihre Bibliotheken und Abhängigkeiten enthält. Das Fehlen des Gast-OS ist der Grund, warum Container so „leichtfüßig“ und damit schnell und portabel sind.

Container und die Orchestrierungs-Engine, die sie verwaltet, Kubernetes, eignen sich gut für moderne native Cloud und- Mikroservices-Architekturen. Und obwohl Container am häufigsten mit „stateless“ Services in Verbindung gebracht werden, können sie auch für „stateful“ Services eingesetzt werden.

Immer häufiger werden Container auch in hybriden Cloud-Szenarien eingesetzt, da sie auf konsistente Weise auf Laptops, in der Cloud und in der traditionellen, standortinternen IT ausgeführt werden können.

Im Blogbeitrag „Containers vs. VMs: What's the difference?“ erfahren Sie mehr.

Im folgenden Video schildert Sai Vennam die Grundlagen der Containerisierung und wie sie im Vergleich zur Verwendung von VM aussieht (8:09):

Wie Sie den Anbieter einer virtuellen Maschine auswählen

Die Auswahl eines Anbieters einer virtuellen Maschine und einer Cloud muss nicht schwierig sein, solange Sie wissen, wonach Sie suchen. Die virtuelle Maschine muss natürlich Ihren Workload-Anforderungen und Ihrem Geschäftsbudget entsprechen. Doch abgesehen davon spielen noch andere Faktoren eine Schlüsselrolle bei der Wahl Ihrer Virtualisierungsumgebung. Im Folgenden finden Sie zehn Kriterien, die Sie bei der Auswahl eines Anbieters von Diensten für virtuelle Maschinen in erwägen sollten.

  • Zuverlässiger Support - Stellen Sie sicher, dass es einen 24/7-Kundensupport per Telefon, E-Mail und Chat gibt. Wenn nicht, lassen Sie es sein. Sie wünschen sich eine reale Person am anderen Ende der Leitung, die Ihnen in kritischen IT-Situationen zur Seite steht. Achten Sie auch darauf, welche Cloud-Anbieter zusätzliche Dienste für praktische Unterstützung anbieten.
  • Verwaltete Optionen - Bietet der Cloud-Provider sowohl nicht verwaltete als auch verwaltete Lösungen an? Es sei denn, Sie kennen sich bestens aus mit Virtualisierungstechnologie, sollten Sie einen Anbieter in Betracht ziehen, der die Verantwortung für die Einrichtung, Wartung und laufende Leistungsüberwachung übernimmt.
  • Software-Integration - Wird Ihre virtuelle Maschinenumgebung gut mit anderen zusammenspielen? Betriebssysteme, Software von Drittanbietern, Open-Source-Technologie und Anwendungen helfen Ihnen, mehr Lösungen in Ihrem Unternehmen bereitzustellen. Sie wünschen sich einen Anbieter virtueller Maschinen, der sowohl Unterstützung für als auch starke Partnerschaften mit den meistgenutzten Software-Anbietern der Branche vorweisen kann. Hinweis: Lassen Sie sich nicht auf eine Abhängigkeit ein.
  • Hochwertiges Netzwerk und Infrastruktur - Wie aktuell ist die Infrastruktur, auf der Ihre neue virtuelle Maschine laufen wird? Dazu gehören zuverlässige Bare-Metal-Server, moderne Rechenzentren und das Netzwerk-Backbone. Ein Cloud-Anbieter sollte in der Lage sein, seinen Teil der Vereinbarung mit modernster Hardware und Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnologie zu erfüllen.
  • Der Standort zählt! - Je näher die Daten bei Ihren Benutzern sind, desto weniger Ärger werden Sie mit Latenz, Sicherheit und rechtzeitiger Servicebereitstellung haben. Ein gutes globales Netzwerk von verstreuten Datenzentren und POP-Standorten ist von zentraler Bedeutung, um Daten dort zu haben, wo und wann Sie sie am meisten benötigen.
  • Backup und Wiederherstellung - Welchen Plan hat Ihr Cloud-Anbieter, um Ihre virtuellen Maschinen bei unerwarteten Ereignissen am Laufen zu halten? Bietet er auch zusätzliche Backup- und Redundanzoptionen für Ihre virtualisierte Umgebung? Kontinuierlicher Betrieb ist etwas, das Sie ernst nehmen sollten.
  •  Einfache Skalierbarkeit- Wie schnell und einfach können Sie Ihre virtuelle Maschine hochfahren, herunterfahren, reservieren, pausieren und aktualisieren? Das Wort, das Sie am meisten hören möchten, wenn es um die Skalierbarkeit von virtuellen Maschinen geht, ist „On Demand“ (auf Verlangen/bei Bedarf).
  • Unterschiedliche CPU-Konfigurationen - Je mehr Konfigurationen, desto besser. Nicht jede Konfiguration einer virtuellen Maschine eignet sich für jeden Workload zu jeder Jahreszeit. Suchen Sie auf jeden Fall nach einem Anbieter von virtuellen Maschinen, der verschiedene Konfigurationspakete für Einzel- und Multi-Tenant-Anforderungen anbietet.
  • Sicherheitsebenen - Fragen Sie Ihren Provider danach und bohren Sie ruhig noch ein bisschen weiter. Ihre Geschäftsdaten sind kostbare Werte, besonders wenn es sich um sensible Kundendaten handelt. Private Netzwerkleitungen, Optionen für föderale Rechenzentren, integrierte Verschlüsselungsfunktionen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind für den Schutz Ihrer wertvollsten Anlagen unerlässlich.
  • Nahtlose Migrationsunterstützung - Ihre IT-Prioritäten werden sich auch in Zukunft weiterentwickeln. Da besteht kein Zweifel. Jeder Anbieter virtueller Maschinen sollte in der Lage sein, Sie beim Wechsel zwischen Hybrid-, On-Premises- und Off-Prems-Umgebungen zu unterstützen. Sehen Sie sich nach Optionen für die vollständige Datenübernahme, die netzwerk- und anwendungsgesteuerte Migration um.

Virtuelle Maschinen und IBM Cloud

IBM Cloud bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre eigenen VM basierend auf verschiedenen technischen und preislichen Optionen zu konfigurieren und auszuführen. Sie können technische Profile für VM auf der Grundlage der erforderlichen Rechenleistung, des Arbeitsspeichers, des lokalen Speichers und der GPU-Fähigkeiten auswählen und so das System auf Ihre spezifische Arbeitslast abstimmen. Sie können VMware-VM auch mit IBM Cloud for VMware Solutions verwalten.

Sie können zwischen öffentlichen oder privaten Knoten auswählen, um Ihre Sicherheits-und Compliance-Anforderungen zu einzuhalten. Ein privater Single-Tenant-Service kann auf einem dedizierten Host Ihrer Wahl aus über 60 IBM Rechenzentren in 19 Ländern auf der ganzen Welt untergebracht werden.

Wählen Sie aus einer Reihe von Bereitstellungsoptionen, die Ihren Preisanforderungen entsprechen. Eine öffentliche VM-Instanz, die Sie für eine bestimmte Zeit im Voraus reservieren, ist kostengünstiger als ein nicht reserviertes System. Alternativ können Sie eine VM auf der Basis von Spotmarktpreisen wählen, um temporäre Workloads zu bewerkstelligen.

IBM Cloud ermöglicht es Ihnen auch, virtuelle Server und Bare-Metal-Ressourcen zu kombinieren und aufeinander abzustimmen, um Ihren Workload-Anforderungen gerecht zu werden.

Für mehr Informationen besuchen Sie die Webseite von IBM Cloud und melden sich an für eine IBM ID.