Structured Query Language (SQL) wird häufig in Bezug auf NoSQL referenziert. Um den Unterschied zwischen NoSQL und SQL besser zu verstehen, kann es hilfreich sein, die Geschichte von SQL zu kennen, einer Programmiersprache, die zum Abrufen bestimmter Informationen aus einer Datenbank verwendet wird.
Bevor es relationale Datenbanken gab, verwendeten Unternehmen ein hierarchisches Datenbanksystem mit einer baumartigen Struktur für die Datentabellen. Diese frühen Datenbankmanagementsysteme (DBMS) ermöglichten es den Benutzern, große Datenmengen zu organisieren. Sie waren jedoch sehr komplex, oft an eine bestimmte Anwendung gebunden und nur begrenzt in der Lage, bestimmte Daten aufzuspüren. Diese Einschränkungen führten schließlich zur Entwicklung von relationalen Datenbanksystemen, die Daten in Tabellen anordnen. SQL bot eine Schnittstelle für die Interaktion mit relationalen Daten, die es Analysten ermöglichte, Tabellen durch Zusammenführung gemeinsamer Felder zu verbinden.
Im Laufe der Zeit wurde die Forderung nach einer schnelleren und stärker verteilten Nutzung großer Datenmengen für aufkommende Technologien, wie z. B. E-Commerce-Anwendungen. Programmierer brauchten etwas flexibleres als SQL-Datenbanken (z. B. relationale Datenbanken). NoSQL wurde zu dieser Alternative.
Obwohl NoSQL eine Alternative zu SQL darstellt, hat dieser Fortschritt SQL-Datenbanken keineswegs ersetzt. Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie in einem Unternehmen Bestellungen im Einzelhandel verwalten. In einem relationalen Modell würden die einzelnen Tabellen Kundendaten, Bestelldaten und Produktdaten separat verwalten und über einen eindeutigen, gemeinsamen Schlüssel, wie z. B. eine Kunden-ID oder eine Bestell-ID, miteinander verbunden werden. Dies ist zwar großartig, um Daten schnell zu speichern und abzurufen, erfordert aber viel Speicherplatz. Wenn Sie mehr Arbeitsspeicher hinzufügen möchten, können SQL-Datenbanken nur vertikal und nicht horizontal skaliert werden, was bedeutet, dass Ihre Möglichkeiten, mehr Arbeitsspeicher hinzuzufügen, auf die vorhandene Hardware beschränkt sind. Das Ergebnis ist, dass die vertikale Skalierung letztendlich die Speicherung und den Abruf von Daten in Ihrem Unternehmen einschränkt.
Im Vergleich dazu sind NoSQL-Datenbanken nicht-relational, sodass keine Tabellen miteinander verbunden werden müssen, und ihre integrierten Sharding- und Hochverfügbarkeitsfunktionen erleichtern die horizontale Skalierung. Wenn ein einziger Datenbankserver nicht ausreicht, um alle Daten zu speichern oder alle Abfragen zu bearbeiten, kann die Workload auf zwei oder mehr Server verteilt werden, sodass Unternehmen ihre Daten horizontal skalieren können.
Obwohl jeder Datenbanktyp seine eigenen Vorteile hat, verwenden Unternehmen in der Regel sowohl NoSQL- als auch relationale Datenbanken in einer einzigen Anwendung. Die heutigen Cloud-Provider können SQL- oder NoSQL-Datenbanken unterstützen. Welche Datenbank Sie auswählen, hängt von Ihren Zielen ab.
Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen den beiden Optionen finden Sie unter „SQL vs. NoSQL-Datenbanken: Was ist der Unterschied?“.