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Kreativität aus der Garage – Cloud Garage Methode feiert Jubiläum

Die digitale Transformation konkret angehen, mit individuellen Konzepten für das eigene Haus, idealerweise mit vielen Ideen und überzeugenden, neuen Produkten – das ist es, was viele Unternehmen brauchen. Denn nur über neue Technologien nachzudenken, bringt sie nicht voran im Transformationsprozess – aber eine in der Praxis erprobte Methode wie die IBM Garage für Cloud sehr wohl, die vor genau fünf Jahren in San Francisco erstmals Kunden begeisterte und sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Name „Garage“ bezieht sich auf den oft erzählten Gründungsmythos einiger großer Marken, die mal in einer Garage angefangen haben – wie zum Beispiel Apple, Amazon, Google, Disney, Mattel, Microsoft oder Harley-Davidson. Dieses inspirierende Aufbruchsgefühl wird während den Engagements in den IBM Cloud Garagen – einem weltweiten Netzwerk von physikalischen Innovationszentren mit der DNA eines Start-ups – mit Kunden gelebt und sowohl methodisch als auch kreativ genutzt.

Die IBM Garagen-Methode für die Cloud ermöglicht es Fachbereichen, Entwicklern und Systemadministrationen, kontinuierlich neue Lösungen zur Verbesserung realer Nutzererlebnisse zu entwickeln, bereitzustellen und zu validieren. Die Praktiken und Workflows decken den gesamten Produktlebenszyklus von der Entstehung über die Erfassung von bis hin zur Reaktion auf Kundenfeedback und Marktveränderungen ab. Die Methode ist branchenweit anerkannt und stellt eine einzigartige, ganzheitliche IBM-Sichtweise dar. Sie beschreibt den gesamten Cloud-Transformationszyklus mit Verbesserungen, die das Unternehmen bei der Skalierung unterstützen. Das Ergebnis ist eine bewährte Methode, die sich an Best Practices orientiert, einschließlich Enterprise Design Thinking, Lean Startup, agiler Entwicklung und kontinuierlicher Bereitstellung, um innovative Lösungen zu entwickeln. Sie hilft, Ordnung, Einfachheit und Konsistenz bei der Lösung von Herausforderungen des Business zu schaffen. Die Nutzung der Praktiken führt daher meistens zu einer Kombination aus veränderten Prozessen, Technologien und Kultur.

Was in der Garage vor sich geht

Das funktioniert, indem wichtige Stakeholder der Kunden zusammen mit IBM Experten in der Garage schnell überzeugende Ergebnisse erarbeiten. Zuerst wird in einer Erhebungsphase das Problem analysiert – im Rahmen der Modernisierung durch eine technische Analyse, beim Thema Innovation durch eine anwenderzentrierte Herangehensweise. In der Diskussion entsteht eine auf business-relevanten Hypothesen basierende Vision, die dann in der zweiten Phase in eine Architektur überführt wird. In der aus nur wenigen Wochen bestehenden Implementierungsphase wird daraus ein Minimal Viable Product (MVP) entwickelt. Das erfüllt die Mindestanforderungen, macht somit die neue Lösung für die Anwender greifbar und liefert wichtige Erkenntnisse zu den Risiken. MVPs können sich auf verschiedenste Anwendungsfälle beziehen – auf kleine Cloud-Native Applikationen genauso wie auf die Migration einer Applikation in die Cloud mit Site Reliability Engineering.

Möglich wird das durch die Anwendung von IBM Design Thinking, agiler und DevOps-Praktiken und einem klaren Fokus auf hybride Multicloud Plattformen als Basis. So lassen sich IBM Cloud-Services wie künstliche Intelligenz (KI), Internet der Dinge (IoT), Analytics oder Blockchain leicht einbinden, sofern sie einen Mehrwert für den Use Case bzw. die Anwendergruppe bedeuten. Die IBM Cloud Garage will dabei nicht nur schnell neue Ideen generieren, sondern diese in produktreifer Qualität umsetzen.

Eine Erfolgsgeschichte: Die App von Apleona

Einer der ersten Anwender in München war der Immobiliendienstleister Apleona. In mehreren agilen Workshops sollten vor allem Routinevorgänge optimiert und auf Basis der IBM Cloud Technologie digitale Lösungen entwickelt werden. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Apleona-Team – bestehend aus Digitalisierungsspezialisten, Fachkräften für Empfang, Catering und Gebäudewartung – wurde ein Konzept für ein digitales Ticketsystem designt.

Schon nach zwei Tagen zeigten sich jedoch wesentlich mehr Ansatzmöglichkeiten. In der Start-up-Atmosphäre der IBM Cloud Garage wurden schließlich übergreifende Lösungen entwickelt. Dabei waren Methoden wie Lean-Startup und IBM Design Thinking erfolgsentscheidend, um während der Entwicklung auch die Erfahrung der Nutzer frühzeitig mit einzubringen.

Die inzwischen realisierten Anwendungen erleichtern sowohl den Mitarbeitern bei Apleona als auch deren Kunden das tägliche Leben. Sie stellen zum Beispiel Wetter- und Verkehrsdaten in Echtzeit bereit, um Kunden bei der Frage nach der optimalen Arbeitskleidung oder dem besten Verkehrsmittel auf dem Weg ins Büro zu unterstützen. Mögliche Probleme im Büro – schadhafte Aufzüge, ausgefallene Toilettenbeleuchtung oder auch nur ein übervoller Papierkorb – können bequem via Foto-Upload an das Facility Management von Apleona gemeldet werden.

Die sieben Schritte der IBM Cloud Garage

Möglich wurden solche und viele weitere Erfolgsstories durch den stringenten Ansatz der Garagen-Methode mit sieben Praxisschritten:

  • Culture als der Schlüssel zum Erfolg einer agilen Transformation. Die Kultur muss kleine, in einer Lokation zusammensitzende Teams unterstützen, die autonom und in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die auf Effizienz und Wissen basieren.
  • Im Rahmen von Discover wird sichergestellt, alle auf gemeinsame Ziele auszurichten und potenzielle Probleme zu verstehen, um sie zu lösen und Engpässe zu identifizieren.
  • Think bietet den Entwicklungsteams Ansätze, den Benutzer zu verstehen und die wichtigsten Punkte für ein MVP zu identifizieren, um so schrittweise großartige Ergebnisse für ihr Unternehmen zu erzielen.
  • Bei Develop werden die Entwicklungspraktiken von DevOps übernommen, um das Team bei der Zusammenarbeit zu unterstützen und einen qualitativ hochwertigen Code für die Produktion herzustellen. Die DevOps-Tools stellen einen wiederholbaren, automatisierten Bereitstellungsprozess sicher, der zu einer vollständig getesteten Produktionsanwendung führt.
  • Reason erstellt solide Architekturen und Analysemodelle, auch zur möglichen Integration von KI und maschinellem Lernen (ML), damit Daten unabhängig von deren Quelle in Wissen verwandelt werden können, um schneller zu den richtigen Entscheidungen zu kommen.
  • Operate heißt Sicherstellen von Leistungsfähigkeit mit kontinuierlichem Applikations-Monitoring, Hochverfügbarkeit und schnellen Problemlösungsansätzen. Die Verlagerung von Betriebsabläufen und die Automatisierung von Betriebsaufgaben reduziert die Betriebskosten und hilft Teams, die Ziele von Service Level Agreements (SLA) zu erreichen.
  • Mit Learn ist schließlich der Lernprozess des Kunden gemeint, der dazu führt, dass bessere Entscheidungen getroffen werden können. Hier geht es darum, wie ein Team zusammenarbeitet und wie Kunden die bereitgestellten Apps nutzen. Dieser datengesteuerte Ansatz erfordert Analysetools, die deutlich machen, wie das Entwicklungsteam arbeitet. Zudem werden Prozessverbesserungen identifiziert, um die Codequalität zu verbessern.

Weltweit wurden und werden so mit der IBM Garage Methode ganz neue Anwendungsfelder für Kunden aller Branchen erschlossen, Ideen entwickelt und konkrete Probleme kreativ gelöst.

Dieses Erfolgskonzept feierte in DACH jetzt sein einjähriges Jubiläum. Im April 2018 wurde im IBM Watson IOT Center in München einer von weltweit inzwischen vierzehn IBM Cloud Garagen-Standorten geschaffen. Lassen Sie uns gerne in einem unserer oder Ihrer Standorte treffen, um auch Ihre Innovations- und/oder Modernisierungs-Business Cases herauszuschälen, zu priorisieren und gemeinsam umzusetzen. Sie finden uns auch bei der Think at IBM vom 20. Mai bis 29. Juni in spannender Umgebung des Bikinis in Berlin!

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