IBM Welt

Ausgezeichnet: Watson gewinnt Gottlieb Duttweiler Preis

Wer erinnert sich an die US-amerikanischen Jeopardy!-Folgen aus dem Jahr 2011, in der statt drei Kandidaten nur zwei auf der Bühne standen? Zwischen ihnen ein großer Bildschirm namens Watson. Damals nahmen die beiden erfolgreichsten Quiz-Kandidaten die IBM Challenge an und schlugen sich tapfer beim ersten Mensch-gegen-Maschine-Denkspiel. Das Ergebnis? Watson gewann.

Acht Jahre später, nachdem IBM Watsons Fähigkeiten der Sprachverarbeitung internationale Schlagzeilen machten, wurde der Schweizer Gottlieb Duttweiler Preis 2019 gestern Abend erstmals an jene Technologie vergeben: IBM Watson. Damals war das übergeordnete Ziel, eine neue Technologie zu entwickeln, die Antworten in unstrukturierten Daten effektiver findet als herkömmliche Suchtechnologien. IBM zeigte der Welt die Leistungsfähigkeit von Mensch und Maschine auf und machte währenddessen IBM Watson auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu einer der leistungsfähigsten Plattformen der Welt.

Preis zum Wohle der Gemeinschaft

Neben dem Begründer des World Wide Webs, Tim Berners-Lee (2015), dem Wikipedia-Begründer Jimmy Wales (2011) oder dem Friedensnobelpreisträger Kofi A. Annan (2008) reiht sich nun auch die KI-Plattform Watson in die Liste der einflussreichen Preisträger.

Der Gottlieb Duttweiler Preis ist nach dem Schweizer Unternehmer, Politiker und Gründer des gleichnamigen Instituts für wirtschafts- und sozialpolitische Fragen benannt. Er wird seit 1970 an Personen verliehen, die sich laut Stiftungsurkunde durch hervorragende Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht haben, für eine kulturelle, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Umwelt, in der ein jeder sich entfalten und an deren Weiterentwicklung ein jeder eigenständig mitwirken kann.

Gottlieb Duttweiler Preis

Dass der Preis entgegen den Erwartungen nicht an eine Person verliehen wurde, ist beabsichtigt und steht für die zukunftsweisende Arbeit zwischen Mensch und Maschine. Immer komplexere Probleme wie Klimaerwärmung oder tödliche Krankheiten könne man durch den Menschen allein nicht lösen. Systematische Hilfestellungen durch Künstliche Intelligenz (KI) wie IBM Watson, die Unmengen von Daten in Sekundenbruchteilen analysieren können, stellen die Zukunft dar. In der Technologie verbirgt sich enormes Potenzial für den Fortschritt der Menschheit. Doch zu welchem Grad ist die Einbindung der KI in unserem Leben sinnvoll? „Zu dieser Diskussion will das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) mit seiner bewusst kontroversen Preisvergabe beitragen“, sagt GDI-Stiftungsratspräsidentin Sarah Kreienbühl.

Auch steht Watson symbolisch für die Zusammenarbeit aus Teams von Forschern und Entwicklern: Anstatt eines Einzelkämpfers sei die kollektive Leistung hinter Watson zu würdigen. Zudem stellt die KI nur eine Unterstützung bei der menschlichen Entscheidungsfindung dar. „Unsere Zukunft hängt davon ab, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten“, sagt David Bosshart, Geschäftsführer des GDI.

Zukunftsweisend: Mensch + Maschine gewürdigt

„IBM glaubt an das Versprechen der Technologie, es Menschen zu ermöglichen, die Welt ein Stück besser, sicherer und smarter zu machen – und zwar für die gesamte Gesellschaft und nicht nur für einige wenige“, so John Kelly III, Executive Vice President von IBM, während seiner Dankesrede bei der 13. Gottlieb Duttweiler Preisverleihung gestern Abend in Rüschlikon, bei der Watson geehrt wurde. Kelly nahm den Preis stellvertretend für IBM entgegen.

IBM hat mit der Einführung der Watson-Plattform im Jahr 2014 Künstliche Intelligenz für Unternehmen massentauglich gemacht. Heute ist IBM Watson ein offenes und vertrauenswürdiges KI-System für Unternehmen, das für den Betrieb in jeder Umgebung – on Premises sowie in privaten und öffentlichen Clouds – verfügbar ist. Unternehmen können Watson auf Daten anwenden, wo immer sie gehostet werden, und die KI in ihre Anwendungen integrieren – unabhängig davon, wo sie sich befinden.

Alessandro Curioni, IBM Fellow und Vice President IBM Research Europe, gab dem Publikum vor mehr als 300 Ehrengästen einen Ausblick, was IBM mit den 100.000 Schweizer Franken des renommierten Preises plant: „Mit diesem Preisgeld werden vier Trainees aus Armenien, Kenia, Ghana und Uganda gefördert, die mit IBM KI-Forschern bei gemeinnützigen Projekten zusammenarbeiten werden. Insbesondere werden sie sich auf die KI-basierte Hautkrebsdiagnose und die Entwicklung von Benchmarking-Datensätzen konzentrieren, um Vertrauen und Fairness von KI-Modellen zu bewerten.“

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