Innovation

Der Zukunft beim Entstehen zugeschaut:
IBM Automation Summit

Schneller, flexibler, agiler: Die Anforderungen an moderne Unternehmensprozesse steigen. Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs, an der Schwelle zur nächsten Evolutionsstufe: dem Wandel der Geschäftsarchitekturen, der durch die weit verbreitete Anwendung exponentieller Technologien wie Augmented Intelligence, Automatisierung, Blockchain und dem Internet der Dinge (IoT) auf die Kernprozesse und Workflows im Unternehmen angetrieben wird. Neue Technologien verändern unser Leben und Arbeiten auf bislang unvorstellbare Weise. Daraus erwächst auch eine neue Generation von Führungskräften mit einer ganz anderen Vorstellung von Arbeit, insbesondere der Art und Weise, wie gearbeitet wird.

Dreh- und Angelpunkt in der heutigen Ära riesiger Datenvolumina sind für Unternehmen die kognitiven Technologien. Sie werden zunehmend eingesetzt, um Geschäftsprozesse intelligent zu automatisieren und ein denkendes und lernendes Unternehmen zu erschaffen: ein Cognitive Enterprise. Zu verstehen, wie ein solches Cognitive Enterprise arbeitet, ist nicht nur wichtig, es ist das Gebot der Stunde.

Es geht um Menschen, nicht um Maschinen

Bei der Automatisierung geht es in erster Linie nicht nur um Maschinen, der Mensch steht hier im Mittelpunkt und die Frage, wie sich Unternehmen neueste Technologien zur Optimierung ihrer individuellen Geschäftsprozesse zu Nutze machen und die Leistungsmöglichkeiten der Mitarbeiter weiter ausbauen können.

Der IBM Automation Summit am 29. Januar 2019 im IBM Watson IoT Center München widmete sich genau diesen Themen und zeigte einen ganzheitlichen Ansatz auf, wie Automatisierung gelingen und Ergebnisse erzielt werden können – von der Prozessanalyse und -transformation, über Implementierung und Skalierung bis zur Umsetzung und den notwendigen Veränderungen in der Gesamtorganisation. Stefan Lutz, DACH General Manager IBM Global Business Services erläuterte auf dem Summit, warum Automation wichtig für die Digitalstrategie von Unternehmen ist: „Bei uns betten wir das Thema nochmal in einen größeren Strategiekontext von Digital Invention und Cognitive Enterprise ein.“

Zusammen mit 50 Kunden, die bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt haben, wurde auf dem IBM Automation Summit in produktiver und kreativer Atmosphäre diskutiert und informiert. In fünf Zonen (Prozesstransformation, Automation meets Organisation, Intelligent Automation at Scale, Developer Zone und AI for Automation) wurde beschrieben, wie neue Technologien unsere Arbeitswelten radikal verändern und somit Einfluss auf Rollen und Professionen nehmen. „Automation stellt sich in erster Linie als ein Transformationsthema dar“, stellte Heike Figge, Executive Partner und Practice Leader Europe Cognitive Process Automation bei IBM, auf dem Summit fest – und: „Viele Kunden sehen das Thema leider noch viel zu sehr als Technologie-Implementierung.“

Kollege Bot meldet sich für Standardaufgaben zum Dienst

Eine Möglichkeit der Automatisierung bietet sich beispielsweise bei wiederkehrenden Anforderungen. Anstatt sich mit ständig wiederholenden Routineaufgaben aufzuhalten, können sich Mitarbeiter dadurch auf höherwertige, kreative Tätigkeiten konzentrieren. So verändert sich zum Beispiel die Arbeit eines Mitarbeiters im Call Center. Viele regelbasierte Standardanfragen aus dem Servicebereich oder so etwas wie Adressänderungen lassen sich mithilfe von Bots automatisieren (Robotic Process Automation, RPA).

Der Fokus von Managern aus dem 20. Jahrhundert auf Effizienz, Standardisierung und Trennung von Front- und Back-Office-Aktivitäten gehört der Vergangenheit an. Der neue „OneOffice“-Arbeitsplatz wird sich auf die Erlebnisse der Nutzer konzentrieren – bereitgestellt und ermöglicht durch Automatisierung und Personalisierung auf Basis der Technologien der Industrie 4.0.

Dazu Michael Tagscherer von Giesecke+Devrient auf dem Automation Summit: „Ich finde den holistischen Ansatz besonders bemerkenswert, einmal die ganze Prozessstrecke zu beleuchten und dabei immer die Personen mitzunehmen, die davon betroffen sind – Mitarbeiter und Ausführende.“

Anwendungsbereiche sind so vielfältig wie die Technologie selbst

Die Verschmelzung von RPA und kognitiver Technologien verändern dabei nicht nur die Geschwindigkeit, mit der die Arbeit erledigt werden kann, sondern auch den Arbeitsumfang. Ob Vertragsprüfungen, Recherchen zu medizinischen Behandlungen oder umfangreiche Analysen von Schadensansprüchen oder Betrugsmanagement: KI-gesteuerte Prozesse können automatisch Millionen von Dokumenten in einem Bruchteil der Zeit überprüfen, die ein Mensch dafür benötigen würde.

Für die intelligente Automatisierung ergibt sich so eine große Vielfalt verschiedener Anwendungsmöglichkeiten. Neben dem Kundenservice werden bereits heute Geschäftsprozesse in der Finanzfunktion, im Personalwesen oder im Einkauf intelligent automatisiert.

Automation-SummitIm Turm des Watson IoT Center, hoch über München, wurde das während des IBM Automation Summit unter anderem mit Technologie zum Anfassen von Blue Prism, UiPath, Automation Anywhere, Virtual Advisor und Natural Language Processing deutlich. Marc Bouvier von der Deutschen Bahn erklärt: „Wir haben alle Dinge angesprochen, die mich interessiert haben und ganz besonders gut hat mir gefallen, dass wir so viele Praxisbeispiele gesehen haben.“

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Stephan Lutz Markus Brandes Heike Figge
General Manager GBS DACH Executive Partner – Lead for Digital Transformation & Cognitive Solutions in DACH Executive Partner – Practice Leader Cognitive Process Automation Europe

 

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