Customer to Business

Digitale Design Systeme: Die Basis für begeisternde Customer Experiences

Unternehmen und Marken stehen vor der Herausforderung, ein ganzheitliches Kundenerlebnis über alle digitalen Touchpoints hinweg zu gestalten. Für eine optimale Customer Experience müssen alle Services und Angebote idealerweise mit einer konsistenten User Experience auf diversen Endgeräten und Plattformen abrufbar sein und so ein überzeugendes Nutzererlebnis bieten. Im Entwicklungsprozess bedeutet das meist einen enormen operativen Aufwand, vor allem im Zusammenspiel zwischen UX, UI und Frontend. Genau hier setzt ein digitales Design System an.

Konsistente Customer Experiences wollen gestaltet werden

Die digitale Transformation ist in vollem Gange und wurde in den letzten Monaten noch mal enorm beschleunigt: Unternehmen investieren in digitale Produkte und Services. Sie wollen sich als Marke durch begeisternde Nutzererlebnisse differenzieren und Kunden binden. Überall in größeren Unternehmen entstehen permanent neue digitale Innovationen und bestehende digitale Touchpoints werden überarbeitet – getrieben vom Markt, neuen Technologien und gestiegenen Nutzererwartungen. Oft im hyper-agilen Startup-Modus.

Aber: Bei dezentraler Innovation bleibt die Konsistenz des digitalen (Marken-)Erlebnisses mitunter auf der Strecke. Oft arbeiten Design-Teams in abgeschlossenen Projektstrukturen und mit eigenen Design-Tools ohne übergreifenden Austausch. Und, viel gravierender: Die wiederholte Neu-Entwicklung der immer gleichen UX-, UI- und Frontend-Komponenten kostet Zeit, Geld und Nerven. Was fehlt ist ein digitaler „Baukasten“ zur effizienten Design-Entwicklung und ein steuerndes Design-Management über alle digitalen Produkte hinweg.

IBM_Work_Situation_Design_System_1

Natürlich haben die meisten Unternehmen heutzutage ein ausgereiftes Corporate Design und dedizierte Brand Guidelines. Doch die sind oft stark fokussiert auf Anwendungen in Print und Werbung. Zudem liegen sie häufig nur als analoges PDF-Dokument vor.

Digital führt: Ein digitales Design System als Orientierungsanker

Führende Unternehmen, die einen starken Schwerpunkt auf die digitale Experience setzen, entwickeln heute digitale Design Systeme. Zentrale gestalterische Richtlinien, Tools, Assets, Code und Prozesse stellen ein einheitliches Erscheinungsbild über alle digitalen Produkte hinweg her. Eine zentrale digitale Bibliothek aus UX-, UI- und Code-Komponenten wird mehrfach genutzt und stetig erweitert. Integrierte Design Systeme aus UX-/UI-Komponenten und Frontend-Code ermöglichen mehr Kollaboration und eine schnellere Produktion – vor allem aber helfen sie dabei, die digitale Customer Experience zu gestalten.

Die positiven Effekte eines digitalen Design Systems zeigen sich vor allem, wenn dezentral arbeitende Teams – sowohl im Unternehmen als auch bei Partnern wie zum Beispiel Digitalagenturen – auf einer gemeinsamen Basis arbeiten können: Mehr Kommunikation, bessere Kollaboration, einheitlichere Ergebnisse, massive Zeitersparnis und das frühzeitige Vermeiden von kostenintensiven Inkompatibilitäten sind die Folge. Unternehmen und Agenturen können sich somit auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist: Innovation und gute, nutzerfreundliche Gestaltung.

Big Tech macht‘s vor – andere Unternehmen folgen

Große Technologieunternehmen wie Apple, Google, Spotify aber auch IBM selbst haben frühzeitig verstanden, welche positiven Effekte ein digitales Design System bringt. Für die Entwicklung und Einführung spricht eine Reihe von Gründen:

  1. Eine einheitliche User Experience in allen digitalen Anwendungen und Kanälen
  2. Flexible Anpassung des digitalen Service Portfolios
  3. Schnelles Wachstum und Skalierung im digitalen Business
  4. Intelligente Workflows über verschiedene digitale Systeme hinweg
  5. Differenzierung in wettbewerbsintensiven Marktumfeldern durch digitale Experience
  6. Integration digitaler Technologien und Systeme (z. B. auch Mobile, VR und AR)

Das IBM-eigene Design System Carbon Design wird zur Entwicklung von IBM Software, Service, Apps und in der digitalen Kommunikation angewendet und steht zudem als Open Source Quelle der Öffentlichkeit zur Verfügung. IBM Carbon Design ist ein gutes Beispiel, wie ein digitales Design System aufgebaut sein sollte: Mit Gestaltungsrichtlinien, wiederbenutzbaren Code-Komponenten und UX/UI Patterns, sowie Design-Kits für Design-Tools wie Sketch, Azure oder Adobe XD.

IBM_Carbon_Design_System_2

Die Wahl des passenden Design Systems zählt

Auf dieser Basis arbeitet IBM iX, die Agenturfamilie der IBM, mit Unternehmen zusammen, um digitale Design Systeme zu entwickeln. Dies kann sowohl auf Basis von IBM Carbon Design sowie auch als „customized approach“ erfolgen. Bestehende Brand Guidelines werden entweder zu Design Systemen ausgebaut oder vollständig neu entwickelt. Unsere erfahrenen Designer und Frontend-Entwickler arbeiten mit Methoden wie Enterprise Design Thinking, um den Aufwand, die Nutzungskontexte und Anwendungsbereiche im Unternehmen zu definieren, immer in enger Zusammenarbeit mit IT, Marketing und Fachabteilungen auf Kundenseite. Dabei werden nicht nur die Gestaltung und der Code definiert, sondern auch die Prozesse zur permanenten Implementierung und Weiterentwicklung von Design Systemen erarbeitet.

Zusammen mit Technologiepartnern wie zum Beispiel Adobe entwickelt IBM iX spezielle Angebote, um mit Design Systemen noch nahtlosere Experiences zu ermöglichen. So wurde gemeinsam mit Adobe das Angebot Design Systems As A Service entwickel, das auf der Adobe MAX Konferenz vorgestellt wurde. Durch die Kombination von Adobe XD und IBM Carbon Design sind wir in der Lage, noch schneller individuelle Design Systeme zu entwickeln. Das Resultat: signifikante Kosten- und Zeitersparnis – „from months to weeks“.

Nutzen Sie die Erfahrung von IBM iX, um ihr eigenes Design System aufzubauen. Treffen Sie das Team auf der virtuellen DMEXCO @home am 23. & 24. September 2020 und besuchen Sie die iX Masterclass „Accelerating Digital Experience“ von Billy Seabrook und Marko Thorhauer. Mit dem Ticketcode Z94MCZ können Sie den IBM iX Showroom sowie alle Sessions kostenfrei besuchen: Jetzt registrieren!

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