Zukunft Industrien

Intelligente Produktentwicklung für das gesamte Unternehmen

Die Konstruktion eines Autos ist ein komplexer Prozess. Je höher die Sicherheitsanforderungen und der Autonomiegrad, desto größer werden die Herausforderungen. Die zunehmende Vernetzung der modernen Produkte tut ihr Übriges. In medizinischen Geräten sind heutzutage beispielsweise Millionen Zeilen Software-Code eingebettet. Flugzeughersteller müssen komplexe Sicherheitsstandards einhalten, um Piloten und Passagieren die höchstmögliche Sicherheit zu bieten. Und so sind viele Dinge aus unserem Alltag inzwischen wahre technische Wunderwerke. Für ihre Entwicklung braucht es ein ausgeklügeltes Engineering Lifecycle Management, das höchsten Ansprüchen an Markteinführungszeiten, Sicherheitsanforderungen und Produktionsvolumina gerecht werden kann.

Produktentwicklung

Zunehmende Komplexität

Eine zentrale Herausforderung in der Produktentwicklung besteht darin, die unterschiedlichsten Anforderungen an das Produkt miteinander in Einklang zu bringen. Je komplexer das Produkt, desto anspruchsvoller ist diese Aufgabe. Für die Konstruktion und Entwicklung von softwaregesteuerten Produkten werden Prozesse benötigt, die in der Lage sind, ineinandergreifende Systeme zu skalieren. Entscheidungen im Entwicklungsprozess haben vor dem Hintergrund immer engerer Zulieferernetzwerke weitreichende Auswirkungen. Oft arbeiten Teams in verschiedenen Zeitzonen zusammen, die vielleicht auch noch verschiedene Sprachen sprechen. All dies sind keine einfachen Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Produktentwicklung. Wie also kann sie erfolgreich gelingen? Die erste Voraussetzung ist die Datenhoheit, die über eine so genannte Single Source of Truth entwicklungsrelevante Daten an alle Teams bereitstellt. Sie gewährleistet die Datenverfügbarkeit und Rückverfolgbarkeit über den gesamten Produktzyklus. Außerdem braucht es eine End-to-End-Lösung für das Engineering Lifecycle Management (ELM), die das gesamte Unternehmen umspannt.

IBM unterstützt Unternehmen und ihre Entwicklungsteams dabei, Lösungen für ihre größten Herausforderungen zu finden. Unsere Kunden entwickeln hochkomplexe Produkte, darunter Autos, Flugzeuge, Elektronik und medizinische Geräte. Um den steigenden Anforderungen in der Produktentwicklung auch in Zukunft gerecht werden zu können, haben wir unsere ELM-Lösung noch intelligenter gemacht. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bieten die neuesten Verbesserungen in der IBM Engineering Lifecycle Management-Lösung nun höchstmögliche Präzision für die Entwicklung, Konstruktion und Skalierung von Produkten – denn nicht weniger erwarten unsere Kunden. Vor kurzem brachte IBM Engineering den Requirements Quality Assistant (RQA) mit Watson auf den Markt. Der Assistent unterstützt Produktentwickler dabei, die Qualität ihrer Anforderungen zu optimieren, Risiken zu minimieren und Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Ab sofort ist RQA auch für DOORS- und DOORS Next-Kunden verfügbar.

Compliance steht über allem

In Branchen mit zunehmend strengen Compliance-Vorgaben ist es nicht mit der bloßen Produktherstellung getan. Im Rahmen unserer Arbeit für einige der am stärksten regulierten Industriezweige haben wir aus erster Hand erfahren, welche Herausforderungen die Entwicklung eines ausgezeichneten – und konformen – Produkts birgt. Zusammen mit Partnern und Experten aus der Industrie haben wir deshalb ermittelt, wie sich die Einhaltung von Vorgaben reibungsloser gestalten lässt. Als erste Maßnahme haben wir die Automobilindustrie-Prozessnorm ASPICE in unsere ELM-Lösung integriert. Ein vordefinierter Prozess mit einfach anzuwendenden Projektvorlagen und Berichten gibt unseren Kunden nun die Gewissheit, dass sie normkonform arbeiten. Unser Anspruch ist es, führende ELM-Lösungen zu bieten, die die Prozesse eng an Compliance-Vorgaben ausrichten.

Veränderte Anforderungen

Bedingt durch die zunehmende Komplexität moderner Produkte befindet sich die Produktentwicklung derzeit an einem Wendepunkt. Die Integration von Hardware, Software und umfassender Konnektivität birgt ein enormes Innovationspotenzial, bringt gleichzeitig aber auch einige Herausforderungen mit sich. Unternehmen haben die Grenzen von manuellen und isolierten Entwicklungsprozessen bereits erkannt. Die moderne Produktentwicklung erfordert einen durchgängigen, integrierten Prozess auf der Basis von KI, Analytik und digitaler Transformation. Mit der verbesserten ELM-Lösung von IBM können wir genau das bieten.

Transformation bei Continental

Auf einer Veranstaltung sagte Dr. Bernhard Rieger, PMT Head und Head of Quality and Processes in der Continental-Division Chassis & Safety vor kurzem:

„Der Wandel hin zu autonomen, vernetzten, elektrischen und gemeinsam genutzten Fahrzeugen verändert unser Geschäft massiv. Gemeinsam mit IBM erfinden wir den Entwicklungsprozess und die Bereitstellungswege für unsere Produkte neu, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.“

Dr. Rieger und sein Team in der Division Chassis & Safety bei Continental setzen die ELM-Lösung von IBM für die Entwicklung von smarten, vernetzten Fahrzeugen ein. Das System erleichtert den Ingenieuren die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen den Teams und optimiert den Entwicklungs- und Nachverfolgungs-Workflow in Echtzeit über den gesamten Produktzyklus hinweg. Continental nutzt die Lösung für den Entwicklungszyklus von Systemen und Software inklusive Modellierung und Simulation sowie für das Anforderungs-, Qualitäts- und Konfigurationsmanagement.

Wir freuen uns sehr auf die Partnerschaft und sind sicher, dass dieser intelligente Ansatz große Fortschritte und Innovationen hervorbringen wird.

Die Produktentwicklung von morgen

In datengetriebenen Erkenntnissen liegt die Zukunft der Produktentwicklung. Ein durchgängiger Engineering Lifecycle, Compliance mit Sicherheitsstandards, digitale Zwillinge und digitale Threads aus all diesen Daten – Zukunftsthemen, die uns bei IBM schon heute bewegen. Wir möchten unseren Kunden Instrumente an die Hand geben, mit denen sie die Produkte von morgen noch smarter, sicherer und inspirierender entwickeln können und die das Unternehmen in seiner Gesamtheit erfassen.

Lesen Sie hier den Bericht: Ovum Decision Matrix positioniert IBM als führenden Anbieter von Application Lifecycle Management und DevOps-Lösungen.

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