Cognitive Computing

Bildverarbeitungssoftware: die intelligenten Augen der KI-basierten Industrie

Stellen Sie sich einen Produktionsprozess vor, bei dem Fehler in Sekundenschnelle erkannt werden – viel früher und viel genauer als bislang möglich. Vor allem die Defekte, die für das menschliche Auge zu klein sind, um sie zu erfassen. Dank intelligenten Softwarealgorithmen sind solche Prozesse bereits heute möglich und werden die Zukunft der Fertigung bestimmen – ein Markt, der 2025 voraussichtlich 3,7 Billionen US-Dollar pro Jahr erreichen wird. Hersteller setzen diese Lösungen aus verschiedenen Gründen ein: Sie verbessern die Wertschöpfungskette erheblich, erhöhen die Effizienz und Effektivität und führen zu signifikanten Verbesserungen bei der Wartung und dem Service bereits gelieferter Artikel.

Hier ein paar Beispiele:

  • Die Wartung von Hochgeschwindigkeitstriebzügen ist in der Regel ein langwieriger und manueller Prozess, der anfällig für Fehler ist und Stunden dauern kann. Durch die automatisierte Dachdiagnose mit Kameratechnik (DA-MI-KA) von PSI Technics und die integrierte Bildverarbeitungssoftware MVTec HALCON lassen sich manuelle Prüfungen und Inspektionen vollständig ersetzen. Die Lösung besteht aus der Software von MVTec, einem modernen Kamerasystem und Lasersensoren. Dank durchgängiger Automatisierung wird die Dauer der Inspektion auf nur zehn Minuten verkürzt und muss nicht in der Wartungshalle durchgeführt werden.
Bildbearbeitungssoftware

© PSI Technics

  • Um die Arbeit der Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS zu unterstützen, entwickeln die NASA, General Motors und Oceaneering Space Systems einen humanoiden Roboter, bekannt als R2. Es basiert auf HALCON-Algorithmen von MVTec. R2 verwendet Stereobilder und ToF-Daten (Time-of-Flight), um die Position und Ausrichtung von Objekten vorherzusagen. Zu den schwierigsten Aufgaben gehört dabei das Erfassen und Manipulieren von weichen Materialien, die zur Aufnahme einer Reihe von Werkzeugen verwendet werden.

Bildbearbeitungssoftware-Astronaut

Bildverarbeitungssoftware in Lichtgeschwindigkeit entwickeln

Von der Lebensmittel- und Getränkeindustrie bis hin zur Elektronikindustrie: Intelligente Bildverarbeitungslösungen werden immer wichtiger für die digitale und KI-gestützte Wirtschaft. Um diese Lösungen aber vollständig nutzen zu können, braucht es mehr als Kameras und Sensoren. Die Software sowie die entsprechende Systeminfrastruktur sind mindestens genauso wichtig, wenn sie nicht sogar der Schlüssel zum reibungslosen Funktionieren der Algorithmen sind. Mit dem wachsenden Datenvolumen wachsen auch die Anforderungen an eine effiziente Speicherlösung, um aus den Daten praktisch umsetzbare Erkenntnisse gewinnen zu können.

Die Speicherinfrastruktur ist für den Entwicklungsprozess von Bildverarbeitungsalgorithmen entscheidend. Wir von der MVTec Software GmbH müssen mehr als 200 Millionen Dateien in einer heterogenen Umgebung einfach handhaben und verwalten können. Deshalb haben wir uns für die Speicherlösungen IBM Spectrum Scale und IBM Spectrum Protect im Vergleich zu anderen Angeboten entschieden. Damit schaffen wir die Basis, um innerhalb des Unternehmens eine zentralisierte, hochskalierbare und leistungsstarke Datenspeicherplattform zu entwickeln. Mit dem Einsatz einer Clusterlösung, die auf zwei Rechenzentren verteilt ist, wollen wir sicherstellen, dass unsere Entwickler beispielsweise bei der Arbeit an einem nächsten Software-Release in Echtzeit zusammenarbeiten können. IBM Spectrum Scale und IBM Spectrum Protect haben uns wirklich geholfen, die Art und Weise, wie unser Team an neuen Bildverarbeitungsalgorithmen arbeitet, zu verbessern, unsere Speicherressourcen zu kontrollieren, das Risiko von Datenverlust zu reduzieren und die Einhaltung von Vorschriften zu vereinfachen. Wir haben die Lösung mit Unterstützung von m.a.x.it, einem IBM Business Partner, implementiert.

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