Blockchain

Plastic Bank: Gemeinsames Engagement gegen
Plastikabfall

Die Bilder von Müllmassen im Pazifischen Ozean gehen regelmäßig um die Welt. Der „Great Pacific Garbage Patch“ wächst und wächst. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Teppich aus Plastikmüll etwa 1,6 Millionen Quadratkilometer groß ist. Deutschland würde viermal darin Platz finden. Er ist zum Sinnbild für ein großes Problem unserer Zeit geworden: Plastik in unseren Meeren.

Auf dem Weg zu weniger Plastik

Wir bei ALDI möchten dabei helfen, das Müllproblem einzudämmen und bestenfalls sogar zu verhindern, dass Plastik in unsere Meere gelangt. Unsere Umwelt und die Ressourcen, die sie uns zur Verfügung stellt, gilt es zu schützen. Gemeinsam mit ALDI Nord haben wir vor rund einem Jahr unsere Verpackungsmission gestartet – mit ambitionierten Zielen. Wir möchten bis 2025 bei der Verpackung unserer Eigenmarken 30 Prozent weniger Material verwenden. Darüber hinaus gestalten wir bis 2022 alle Verpackungen unserer Eigenmarken recyclingfähig. Um das Abfallproblem ganzheitlich anzugehen und Recycling nachhaltig zu fördern, arbeiten wir mit starken Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen.

Plastik als neue Währung

Auf den Philippinen gelangt besonders häufig Müll in die Gewässer. So auch am Ufer des Pasig-Flusses in der Nähe der Hauptstadt Manila. Das Wasser ist voll von Plastikflaschen, Tüten, Dosen und anderem Abfall. Daher haben wir gemeinsam mit dem Sozialunternehmen Plastic Bank vor einigen Monaten in der Manila Bay eine Sammelstelle eröffnet.

In den kommenden zwei Jahren möchten wir gemeinsam mit den Anwohnern das Ufer des Flusses von rund 200 Tonnen Plastik befreien. Plastic Bank stößt den sozialen und ökologischen Wandel genau dort an, wo Armut und Plastikmüll große Herausforderungen darstellen. Der Kerngedanke ist ganz einfach, aber sehr wirkungsvoll: Plastikmüll gegen Geld oder Sozialleistungen eintauschen. Dafür richtet Plastic Bank Sammelstationen für Kunststoffabfälle in Ländern mit einer hohen Armutsquote und einer unzureichenden Entsorgungs-Infrastruktur ein. Der abgegebene Kunststoff wird sortiert, verarbeitet und dann zu Social Plastic® recycelt.

Plastic-Bank-Sammelstelle

© ALDI

IBM schafft technische Voraussetzung

Durch das Tauschgeschäft geben wir Kunststoff einen Wert und setzen Recycling-Ökosysteme in Gang. Dass dies in der Praxis so gut funktioniert, liegt zu einem großen Teil an der IBM Blockchain Technologie und der Lösung, die das Unternehmen gemeinsam mit Cognition Foundry entwickelt hat. Denn sie schafft erst die technische Voraussetzung dafür, dass Plastik zur Währung werden kann. Das Blockchain-System ermöglicht es den Menschen, über ihr Smartphone digitale „Token“ der Plastic Bank sicher zu verdienen und auszugeben. So können sie Waren oder Sozialleistungen kaufen: Lebensmittel, medizinische Versorgung oder Strom für das Smartphone. Auf diesem Weg entsteht ein digitales Bankkonto mit greifbarem Nutzen für die Plastiksammler. Es ist schön zu sehen, wie gut die Menschen das Plastic Bank System annehmen und auf die hoch zuverlässige Technologie vertrauen können. Sicherheit ist hier extrem wichtig, da die Lebensgrundlage vieler Menschen davon abhängt.

Gleichzeitig macht der Einsatz der Blockchain den Erfolg unseres Engagements messbar und sichtbar. Wir können so genau nachvollziehen, wie viel Plastik die Sammler zusammentragen und wie viel Social Plastic® letztlich entsteht. Wir sehen erste Erfolge: Allein in den vergangenen vier Monaten haben Anwohner und Helfer über 40 Tonnen Kunststoff gesammelt. Damit können wir mehr als 14.000 gelbe Säcken füllen.

Plastic Bank extract Building your blockchain advantage

Es geht nur gemeinsam

Der Erfolg der Kooperation mit Plastic Bank besteht darin, dass viele verschiedene Partner aus unterschiedlichen Industrien an einem Strang ziehen. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Plastikabfall dort zu reduzieren, wo er am häufigsten in Gewässer gelangt. Gleichzeitig möchten wir Armut bekämpfen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir solche Maßnahmen ergreifen müssen, um gemeinsam ein großes Rad zum nachhaltigen Schutz der Umwelt ins Rollen zu bringen.

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