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Internationaler Frauentag: Zeit für Taten zur Gleichstellung

Happy Women’s Day! Dieses Jahr wird dem Internationalen Frauentag besondere Anerkennung zuteil – in Berlin ist der 8. März zum ersten Mal ein offizieller Feiertag. Die Forderung nach einem Frauentag, an dem auf die Frauenrechte und die Gleichstellung von Mann und Frau aufmerksam gemacht wird, stammt von der Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Ihr Frauentag feiert in diesem Jahr den 108. Geburtstag.

Und obwohl sich in den letzten 108 Jahren einiges in Sachen Frauenrechte getan hat, haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Dank aufmerksamkeitsstarker Bewegungen wie #MeToo oder Initiativen von Unternehmen und aus der Politik ist zwar das Bewusstsein für die Notwendigkeit der gezielten Förderung von Gleichstellung heute größer denn je. Es müssen aber Taten folgen, denn die Kluft zwischen Mann und Frau besteht trotz globaler Anstrengungen zur Bekämpfung weiterhin.

Diesen Handlungsbedarf belegt auch die kürzlich veröffentlichte Studie „Women, leadership, and the priority paradox“ des IBM Institute for Business Value. Unter den 2.300 weltweit befragten Unternehmen sind nur 18 Prozent der Führungskräfte weiblich.

Die Zeit für Ausreden ist vorbei!

Warum die Situation in der überwältigenden Mehrheit der Unternehmen so prekär ist, liegt der Studie zufolge an drei Hauptfaktoren:

  • Gleichstellung hat keine Priorität: 79 Prozent sehen die Förderung der Geschlechtergleichstellung in der Führung ihres Unternehmens nicht als Business-Priorität an.
  • Männer unterschätzen das Ausmaß der Geschlechterverzerrung: 65 Prozent der männlichen Führungskräfte sind der Ansicht, dass sie als Frau die gleichen Chancen auf die Beförderung gehabt hätten – trotz der geringen Anzahl von Frauen, die derzeit diese Rollen innehaben.
  • Nur wenige Unternehmen sehen die Dringlichkeit oder sich selbst in der Verantwortung: Es wird mindestens noch 54 Jahre – bis 2073 – dauern, bis die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz weltweit erreicht ist.

Die Studie zeigt dagegen auch, was eine Reihe fortschrittlicherer Unternehmen weltweit tut, hier „First Movers“ genannt, um ihre Unternehmenskultur zu verändern – mit nachweislichen Erfolgen.

Von den Besten lernen

Wie lässt sich eine Unternehmenskultur schaffen, die die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz fördert? Benötigt werden konkrete Initiativen, die Anreize auf allen Ebenen schaffen und fest an Leistungsziele geknüpft werden. Leichter gesagt als getan, werden sicherlich viele jetzt denken. Aber anstatt das Rad neu zu erfinden, lohnt ein Blick auf andere Unternehmen, die die Gleichberechtigung schon längst auf der Agenda haben. Von diesen „First Movers“ können wir uns einiges abschauen: Sie alle haben die Förderung von Frauen in Führungspositionen zur Geschäftspriorität gemacht und sind fest davon überzeugt, dass inklusive Organisationen am Ende des Tages finanziell erfolgreicher und innovativer sind sowie zufriedenere Mitarbeiter haben. Dabei helfen zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle oder Entwicklungsprogramme. Aber keine Zeit zum Verschnaufen: Die First Movers der Studie sind sich alle einig, dass Unternehmen weiterhin konsequent an der Gleichstellung am Arbeitsplatz arbeiten müssen.

GleichstellungEin Kulturwandel geschieht nicht über Nacht. Es braucht messbare Ziele und einen systematischen Aktionsplan, um über Jahrzehnte gewachsene Strukturen aufzubrechen und ein Unternehmen von innen zu verändern.

One IBM: In der Unternehmensstrategie verankert

Das Engagement von IBM für Integration basiert auf jahrzehntelangen, fortschrittlichen Richtlinien und Praktiken am Arbeitsplatz. Ob die Einführung des gleichen Gehalts für gleiche Arbeit in den 1930er Jahren oder die Einführung der ersten Antidiskriminierungs-Richtlinie vor 65 Jahren – und damit Jahrzehnte vor dem Bürgerrechtsgesetz: Bei uns sind Talentförderung und eine inklusive Unternehmenskultur Ziele, die fest in der Unternehmensstrategie verankert sind. Vielfältige Programme widmen sich der Rekrutierung, dem Mentoring und dem Sponsoring weiblicher Talente sowie der Rückkehr von Frauen an den Arbeitsplatz bzw. in die Technologie-Branche. Diese senden ein wichtiges Signal: Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder, die mit überholten Rollenbildern aufräumen. Dabei helfen weltweite Initiativen wie P-TECH oder das Tech Re-Entry-Programm von IBM, aber auch gemeinnützige Organisationen wie Girls Who Code, die sich für mehr Frauen in technischen Berufen einsetzt.

Versprechen zur Gleichstellung

Im Februar startete IBM die #BeEqual-Kampagne, die sich auf die Einstellung, Entwicklung, Betreuung und Entwicklung von Frauen auf allen Unternehmensebenen konzentriert, bei IBM und anderen Organisationen. Dies kann nur durch den Einsatz von Frauen und Männern gleichermaßen erreicht werden. Damit das gelingt, braucht es alle – wie zum Beispiel Michelle Peluso, Digital Sales and Chief Marketing Officer, in diesem Video:

Wozu wollen Sie sich verpflichten? Lassen Sie es uns wissen, wir freuen uns auf den Austausch mit Interessierten aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Perspektiven.

Gleichstellung ist keine gutgemeinte Geste, sie muss fest in den Unternehmensleitlinien verankert und als oberste Prämisse ausgerufen werden. Nur dann haben wir eine Chance – 108 Jahre nach dem ersten Weltfrauentag – Barrieren weiter abzubauen und Frauen vermehrt in den Führungsriegen zu sehen.

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