Innovation

Wenn der Handel den MetroPulse spürt

Unsere Städte wandeln sich mehr und mehr zu pulsierenden Metropolen und ganzen Metropolregionen, während die ländlichen Gebiete immer spärlicher besiedelt sind. Dabei entwickeln sich je nach Land und Region teilweise vollkommen unterschiedliche Wohnraumumfelder und Lebensweisen, basierend auf Faktoren wie dem demografischen Wandel, unterschiedlichen wirtschaftlichen Stärken und Schwächen einer Region oder der Vermischung von traditionellen und neuen Werten. Es entstehen Stadtteile und Wohnregionen mit einem jeweils eigenen Flair. „Sag mir wo Du wohnst und ich sag Dir, wer Du bist“ gewissermaßen. Das alles sind selbstverständlich keine neuen Feststellungen – nach diesem Muster haben sich bereits in der Vergangenheit diverse Stadtteile und Regionen herausgebildet. Diese Aspekte sind jedoch entscheidend für jeden Einzelhändler, der sich und sein Filialnetz für die Zukunft aufstellt. Dabei muss er die „richtige“ lokale Präsenz sicherstellen, sowohl geografisch als auch das Sortiment und den Bestand betreffend, um die teils unterschiedlichen Kundenkreise mit starkem Angebot und Service fest an sich zu binden. Sicherlich leichter gesagt als getan. Klar nutzt der eine oder andere schon bestimmte Werkzeuge, die zumindest Teilaspekte dieser Überlegungen abdecken, sodass er nicht allein auf eine Kristallkugel im Hinterzimmer angewiesen ist um zu wissen, was ihm seine Kunden in den kommenden Tagen in einem bestimmten Gebiet aus den Händen reißen werden. Alle Parameter gemeinsam zu bewerten war aber bislang kaum möglich. Bislang. Der Handel muss einfach nur anfangen, den „MetroPulse“ zu spüren.

Digitale Vernetzung führt zu hyperlokalen Daten

Auch wenn ich meine eingangs erwähnte Betrachtung der Entwicklung unserer Wohn- und Lebensräume kaum als neu bezeichnen würde, gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen „früher“ und „heute“: Wollte ein Einzelhändler bislang etwas über einen Stadtteil oder eine bestimmte Region erfahren, musste er recht umfassend im Internet oder via Telefon recherchieren und sich in einigen Fällen schon dorthin begeben, um Land und Leute besser kennenzulernen und zu erfahren, welche Besonderheiten der jeweilige Ort besitzt. Natürlich waren das dann meist eher allgemeine Angaben, die für einen langen Zeitraum gelten und die lediglich eine grobe Orientierung bieten. Anhand dieser Angaben kombiniert mit den eigenen Erfahrungswerten galt es zu entscheiden, ob vor Ort eine Filiale eröffnet wird oder sogar mehrere, wie das Sortiment aussehen sollte und mit welchem Bestand und mit welchen Lagerkapazitäten ungefähr zu rechnen ist.

Heute sorgt der technologische Fortschritt und mit ihm die digitale Vernetzung unseres Lebens für eine vollkommen neue Situation. Die Städte und Metropolen werden zu wahren Datenschätzen, die hyperlokal erhoben werden und dank dem Internet und Social-Media-Plattformen hochaktuell sein können. So liefern beispielsweise demografische Daten und weitere Statistiken Einblicke zur Bevölkerungsstruktur, Wirtschaftskraft und Infrastruktur einer bestimmten Region. Social-Media-Daten ermöglichen Einschätzungen zu bestimmten Konsumpräferenzen und der erwarteten Customer Journey. Hochaktuelle Wetter- oder Verkehrsdaten sowie Informationen über Veranstaltungen wie Konzerte und Demonstrationen befähigen den Einzelhändler, schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren, indem Sortimente und Bestände entsprechend angepasst werden und mehr oder weniger spontane Aktionen für zusätzliche Einnahmen sorgen können.

Metropulse

Werden all diese Daten mit den eigenen Unternehmensdaten verknüpft, kann eine lokale Marktnachfrage straßenbasiert und selbst für kurze Zeiträume pro Tag vorausgesagt werden. Klingt verheißungsvoll. Aber wie sehen solch moderne „Kristallkugeln“ aus?

IBM MetroPulse steht für Retail 4.0

Mit MetroPulse liefert IBM eine modulare, fortschrittliche Analyse-Cloud-Plattform, die dem Einzelhandel hilft, einen besseren und effizienteren Kundenservice aufzubauen, indem basierend auf vorausschauenden Erkenntnissen zum Bedarf die richtigen Produkte am richtigen Ort vorrätig sind. Hierfür nutzen wir Daten von Drittanbietern wie etwa Wetterdaten unserer IBM-Tochter The Weather Company, soziodemografische Daten unseres Partners GfK, Informationen von diversen Eventagenturen zu örtlichen Kalender- oder Veranstaltungsereignissen, dazu Verkehrsdaten, Wettbewerbsstandortanalysen und viele mehr. Unsere künstliche Intelligenz IBM Watson ist zudem in der Lage, soziale Medien regelmäßig nach Persönlichkeitsmerkmalen und Geolokationen von Nutzern zu durchsuchen und so Einblicke zu Konsumvorlieben und Bewegungsmustern in einer bestimmten Region zu liefern. All das wird in einem Datensee gesammelt, der eine wichtige Grundlage für IBM MetroPulse bildet. Die zweite wichtige Basis bilden die Produkt-, Transaktions- und Standortdaten des Unternehmens selbst.

IBM MetroPulse wird derzeit in Form von drei vorkonfigurierten und von IBM Datenwissenschaftlern entwickelten Modulen angeboten, die gemeinsam oder separat genutzt werden können:

  • Asset Allocator, mit dem neue Standorte geplant werden
  • Product Mix, um das jeweils passende Sortiment pro Standort zu bestimmen und
  • Demand Forecasting für die genaue Bestandsplanung.

Was die Ausgabeform betrifft: keine Angst! Kein Händler muss sich wirklich vor eine Kristallkugel setzen und auf seine Vision warten. Übersichtliche interaktive Dashboards liefern alle gewünschten Einblicke und weisen sowohl Geschäftschancen als auch mögliche Herausforderungen aus. Das geht sogar so weit, dass dort auch Nettoauswirkungen auf Umsatz und Gewinn angegeben sind, was den Mitarbeitern in den Bereichen Lieferkettenverwaltung, Vertrieb oder Marketing die Priorisierung bestimmter Aufgaben erleichtert.

Wissen, was läuft

Klar sind das Einkaufsverhalten der Kunden und damit das Einzelhandelsgeschäft mit den heutigen digitalen Kanälen und Mitspielern unberechenbarer geworden. Mit MetroPulse möchten wir dem stationären Einzelhandel aber ein großes Stück Berechenbarkeit zurückgeben. Mit Hilfe der vorkonfigurierten modernen Analysen, die genaue Bedarfsmuster und -faktoren basierend auf hyperlokalen Fakten ermitteln, entscheidet der Händler mit Gewissheit und muss weniger auf seinen Bauch und sich darin befindliche Gefühle hören. Bei mehreren Entscheidungsträgern in einem Unternehmen kann die Lösung dabei unterstützen, voneinander isolierte Funktionen zu verknüpfen. Wenn alle Zugang zu gemeinsamen Erkenntnissen und Vorhersagen erhalten, lassen sich selbst Maßnahmen im Hinblick auf ihre unternehmensweiten Auswirkungen optimieren.

Mit MetroPulse fördern wir eine schnelle Wertschöpfung, da mit den vorkonfigurierten Modulen schnelle Rollouts möglich sind und Einzelhändler regelrecht dabei zusehen können, wie sich ihr Geschäft in den einzelnen Regionen und Stadtteilen verbessert. Hierbei helfen selbstverständlich auch die Drittanbieterdaten, die – ganz wichtig – im jeweiligen Kontext für Analysen bereitgestellt und kuratiert werden und die nicht mehr selbst beschafft und verwaltet werden müssen. Für die optimale Nutzung lassen sich die Module sogar je nach dem genauen Einzelbedarf verbessern und erweitern oder flexibel an bestehende Systeme wie etwa das Warenwirtschaftssystem oder die CRM-Datenbank anbinden. Mit solchen bedarfsgerechten Anpassungen helfen unsere Berater gerne, die vorkonfigurierte Plattform so einzurichten, dass die individuellen Anforderungen eines jeden Unternehmens in punkto Daten und Analysen erfüllt werden.

Interessiert, mehr über IBM MetroPulse zu erfahren und sich dazu mit unseren Experten auszutauschen? Auf der EuroCIS in Düsseldorf gibt vom 19. – 21. Februar 2019 die Möglichkeit dazu. Gerne treffen wir Sie am IBM Stand B52 in Halle 10.

Weitere Informationen zu den Innovationen im Einzelhandel von IBM erhalten Sie hier.

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