Cloud

Society 5.0: Die Cloud ist das Ass im Ärmel für mehr Lebensqualität

Nach dem Zeitalter der Jäger und Sammler, dem Agrar-, Industrie- und Informationszeitalter kommt nun also das Zeitalter der vernetzten Gesellschaft – auch Society 5.0 genannt. Teilweise ist es bereits da, ist doch alles nur Mögliche miteinander vernetzt: Autos mit Tankstellen, Heizungen mit Stadtwerken, Menschen mit Fitnessgeräten, Kaffeemaschinen mit Weckern und… und… und… Realisiert wird das über das Internet der Dinge (IoT), heute gibt es rund neun Milliarden vernetzte Geräte, bis 2020 sollen es über 30 Milliarden sein. Und vernetzt werden sie über die Cloud, die für IoT als flexible IT-Quelle bereitsteht.

Noch wissen wir nicht genau, wie dies unseren Alltag verändern wird – ich bin aber davon überzeugt, dass sich wie bei jeder dieser Entwicklungsstufen unser Leben hin zum Besseren entwickeln wird. So wie die Landwirtschaft mehr Menschen ernähren konnte, als die Jäger und Sammler, oder die Industrialisierung positive gesellschaftliche Veränderungen bezüglich Wohnen, Bildung, Arbeit und Kultur brachte. Auch bei Society 5.0 geht es um Lebensqualität und die Frage, wie wir die großen Herausforderungen unserer Zeit lösen und für eine höhere Lebensqualität für alle sorgen.

Technik als Problemlöser
Demografische Entwicklung, Krankheiten, Umweltschutz – das sind nur einige der Herausforderungen, die wir nur mit neuen technologischen Entwicklungen lösen oder zumindest verbessern können.

Deutschland ist eine rasch alternde Gesellschaft, über 20 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Stichwort Elderly Care: Ein Zukunftskonzept könnten Sensoren sein, die in der Wohnung verteilt sind und akute Notfallsituationen automatisiert erkennen. So bekommen ältere Menschen mehr Sicherheit in ihrer eigenen Wohnung und leben länger selbstbestimmt. Zudem lassen sich Sensordaten zur Früherkennung von Auffälligkeiten nutzen, etwa bei einer sich abzeichnenden Demenzerkrankung. Gespeichert und ausgewertet werden die digitalen Informationen in der Cloud – der zentralen Datenstelle.

Krankheiten früher erkennen und besser diagnostizieren

Krankheiten nehmen mit dem Alter im Allgemeinen zu. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland stiegen im vierten Jahr in Folge stärker als das Bruttoinlandsprodukt. Und dabei sind die indirekten Kosten für Unternehmen durch fehlende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie der Verlust der Lebensqualität sowie der persönliche Leidensdruck.

Neue Technologien helfen nun, Krankheiten früher zu erkennen und besser zu diagnostizieren und zu therapieren. Das Gesundheitswesen der Society 5.0 beginnt mit der App für die Smartwatch, die im Notfall einen Alarm beim Arzt auslöst, und setzt sich mit kognitiven Lösungen wie IBM Watson Health fort, die ein ganzes Set an anonymen klinischen Gesundheitsdaten für eine vergleichende Analyse bereitstellt. Denn: Heute sind nur 20 Prozent des Wissens, das Ärzte für Diagnosen zur Behandlung von Patienten verwenden, evidenzbasiert, was sich nun positiv verändert.

Ein ähnliches Bild auch beim Umweltschutz: Im vergangenen Jahr sind wieder mehr CO2-Emissionen in Deutschland freigesetzt worden, in ganz China und vor allem Peking herrscht regelmäßig Smogalarm – eine Entwicklung, die Menschen, Gesellschaft sowie Wirtschaft und Umwelt sehr belastet. Auch hier messen Sensoren und analysieren cloudbasierte Softwarelösungen die Daten im Vorfeld, können warnen und so auch verbessern.

Die Cloud spielt für die Society 5.0 eine Schlüsselrolle.

Der Möglichkeiten gibt es viele – mit der richtigen externen Infrastruktur

Von Industrie-4.0-Anwendungen, die auf Daten aus dezentralen, vernetzten Produktionsumgebungen mit unterschiedlichen Komponenten zugreifen, über autonom fahrende Autos, die über die Cloud Informationen austauschen bis zu Smart-Home-Anwendungen, die ich über meine App remote steuern kann – auf dem Weg zur Society 5.0 ist alles im Um- und Aufbruch.

Kernpunkt um all diese Herausforderungen anzugehen, ist die Weiterentwicklung und Verschmelzung der Zukunftstechnologien Robotik, künstliche Intelligenz und kognitive Systeme, Big Data und Sensorik sowie das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Und die Cloud als Technologieplattform, die das alles verbindet und die nötigen Werkzeuge für Sicherung, Kontrolle und Koordination leistungs- und kapazitätsstarker IoT-Implementierungen bereitstellt.

Society 5.0: Vertrauen in die Cloud nimmt zu

Die Entwicklung und das Vertrauen in die Cloud nimmt zu. Das liegt zum einen an der Gesetzgebung – GDPR oder der EU Code of Conduct for Cloud Service Providers –, zum anderen an den positiven Erfahrungen, die damit gemacht wurden. Bei der WannaCry-Ransomware-Attacke vor ein paar Wochen waren die Daten geschützt, die ein Backup in der Cloud hatten. Denn hier stehen die Anbieter dafür ein, dass die Daten vor Zugriff geschützt sind. Da das deutsche Datenschutzgesetz eines der strengsten weltweit ist, sind Cloud-Center wie IBM sie in Frankfurt und Ehningen betreibt, eine sichere Option.

Fazit: Für die Society 5.0 ist die Cloud das Ass im Ärmel – immer wenn die IT an ihre Grenzen kommt, sticht die Cloud und die positiven Entwicklungen können weitergehen!

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