Moderne Arbeitswelten

Zukunftsvision mobiles Arbeiten – aber ohne Risiko

Menschen waren zwar auch schon in früheren Zeiten unterwegs, beispielsweise Entdecker oder Auswanderer. Richtig mobil wurden die Menschen jedoch erst mit der Erfindung der Dampflokomotive und anderen modernen Transportmitteln. Die Einschränkungen waren trotzdem erheblich. Menschen und Arbeitskräfte konnten zwar jetzt halbwegs komfortabel mobil sein, die Ressourcen, die man für die Verrichtung der Arbeit benötigte, waren jedoch oft weiterhin ortsfest. Was nicht in den Koffer passte, musste zurückbleiben, und die Reiseschreibmaschine war zu späteren Zeiten auch nur ein Notbehelf.

Auch die Verbreitung der IT änderte das zunächst nicht grundsätzlich. Tragbare Computer wogen um die zehn Kilogramm und Ressourcen blieben weitestgehend immobil auf Servern oder im Rechenzentrum.  Wesentlich geändert hat sich das erst in den letzten zwanzig Jahren: Per Web und Cloud kann man nun die gesamten Ressourcen eines Unternehmens prinzipiell an jedem Internet-fähigen Ort der Welt nutzen: Datenbanken, ERP-Systeme, Unternehmensanwendungen – mobile und stationäre Clients unterscheiden sich kaum noch.

Arbeiten, wo immer man will – möglich wird das durch die passenden Endgeräte und den flexiblen Zugriff auf die Ressourcen

Mit den Möglichkeiten sind auch die Anforderungen gestiegen. In Zeiten der ersten Laptops hat man den E-Mail-Anschluss und einen halbwegs zeitnahen File-Transfer freudig unter erfolgreiches mobiles Arbeiten verbucht. Heute bedeutet mobiles Arbeiten, dass die im Unternehmen üblichen Workflows in vollem Umfang auch mit mobilen Systemen genutzt werden können – wie gesagt: es sollen keine Unterschiede zwischen mobiler und stationärer Arbeit bestehen. Und nicht nur der “klassische Reisende” soll seine Arbeitsprozesse mobil ausführen können, sondern im Prinzip jeder Mitarbeiter.

Entscheidend für mobiles Arbeiten: Zugriff auf Ressourcen und Endgeräte

Flexibler Zugriff auf die Ressourcen ist das eine, flexible Endgeräte das andere: Reserviert man den Zugriff auf bestimmte Geräte und Systeme, so bleibt die Mobilität eingeschränkt. Die Vielzahl der Smartphones und Tablets mit ihren diversen Betriebssystemvarianten, ihren verschiedenen Größen und Auflösungen ist natürlich eine Herausforderung. Nutzer wollen heute mit ihrem Wunschgerät arbeiten, am besten sogar mit dem, das auch privat genutzt wird. Der damit entstehende Produktivitätsvorsprung sollte Unternehmen schon ein paar wenige organisatorische Extra-Maßnahmen wert sein; zumal es dafür ja mittlerweile entsprechende Lösungen gibt.

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