Was sind ESG Frameworks?
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Was sind ESG Frameworks?

ESG Reporting Frameworks werden von Unternehmen verwendet, um Daten offenzulegen, die Geschäftsabläufe, Chancen und Risiken abdecken, die mit den Aspekten Umwelt, Soziales und Governance (ESG) des Unternehmens zusammenhängen.

ESG Reporting Frameworks werden von unterschiedlichen Organisationen aufgestellt, darunter Nichtregierungsorganisationen, Börsen, Geschäftsgruppen, Organisationen ohne Gewinnstreben, Thinktanks und Behörden. Obwohl es Hunderte solcher ESG Frameworks gibt, werden etwa ein Dutzend davon als Hauptreferenzen verwendet.

In diesen Frameworks werden in der Regel die Metriken und qualitativen Angaben definiert, die ein Unternehmen offenlegen muss. Auch das Format und die Häufigkeit der Berichterstellung werden festgelegt. Einige Frameworks sind freiwillig, andere sind gesetzlich vorgeschrieben.

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Da ESG-Offenlegungen für einige Unternehmen bereits im Jahr 2025 beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie mit unserem Leitfaden vorbereitet sind.

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Warum ESG Reporting wichtig ist

Immer mehr Unternehmen veröffentlichen heute Informationen zu ihrem ESG-Profil. Das liegt vor allem daran, dass das Thema ESG unter Investoren und in der Gesellschaft insgesamt zunehmend an Wichtigkeit gewinnt. Unternehmen bemühen sich um eine Verbesserung ihres Nachhaltigkeitsprofils, setzen sich ESG-Ziele und berichten dann über die Ergebnisse ihrer Anstrengungen.

Dies hat zur Folge, dass der ESG-Ansatz heute nicht mehr als Randerscheinung gilt, sondern in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist. Von Unternehmen wird jetzt mehr denn je erwartet, dass sie über ihr ESG-Profil berichten. Nimmt ein Unternehmen seine ESG-Risiken nicht ernst, kann dies negative Auswirkungen für die Unternehmen haben: von Beschwerden seitens der Aktionäre auf den Hauptversammlungen bis hin zu Veräußerungen durch Vermögensverwalter.

Während der ESG-Ansatz zunehmend an Bedeutung gewinnt, werden immer mehr unterschiedliche Frameworks zur ESG-Berichterstellung angewendet.

Auswahl zu ESG Reporting Frameworks

Es gibt mittlerweile eine große Anzahl und Vielfalt an Reporting Frameworks. Um das geeignete ESG Reporting Framework für Ihr Unternehmen auszuwählen, empfiehlt es sich, die vorhandenen Rahmenwerke nach unterschiedlichen Kriterien zu bewerten und zu kategorisieren.

Kriterium 1: Potenzielle Auswirkungen

Bei der Wahl eines geeigneten Berichtsframeworks sollten Unternehmen überlegen, in welchen Bereichen sie basierend auf ihren Materialitätsbewertungen den größten positiven Einfluss haben können.

Materialität im Kontext von ESG

Das Konzept der Materialität hilft Unternehmen dabei, sich auf ESG-Probleme zu konzentrieren, die für sie relevant sind und messbare Auswirkungen auf ihr Geschäft haben.

Um die Materialität verschiedener Unternehmensaspekte zu bestimmen, müssen Unternehmen zunächst ihre Risiken identifizieren und deren potenzielle Folgen bewerten. Dabei hilft ihnen eine Risikomatrix. Sie zeigt, welches Risikoprofil verschiedene ESG-bezogene Risiken aufweisen und welche davon erhebliche negative Auswirkungen für das Unternehmen haben würden. Anschließend lassen sich die Risiken entsprechend priorisieren.

Dazu ein Beispiel: Ein großes E-Commerce-Unternehmen konzentriert sich bei seiner Materialitätsbewertung auf Verpackungsmaterialien und -abfälle (Umwelt), Arbeitsnormen in der Lieferkette (Soziales) und die Geschäftsethik (Governance), weil diese Bereiche nach Einschätzung des Unternehmens die größten Risikoprofile in Bezug auf die Umweltauswirkungen, das allgemeine Vertrauen der Aktionäre/Verbraucher sowie die gesetzlichen Anforderungen aufweisen. Das Unternehmen sollte demnach ein ESG Reporting Framework wählen, das diese drei ESG-Kategorien abdeckt.

– Evaluierung der doppelten Materialität. Der Grundsatz der doppelten Materialität leitet Unternehmen dazu an, die Wesentlichkeit aus zwei Blickwinkeln zu betrachten: die finanzielle Materialität und die Materialität für Markt, Umwelt und Menschen. Die doppelte Materialität erfordert einerseits, dass ein Unternehmen seine internen Prozesse prüft (Outside-in-Perspektive), um für seine eigenen finanziellen Risiken Verantwortung zu übernehmen. Andererseits muss es aber auch die externen Auswirkungen seiner Entscheidungen und Tätigkeiten auf Mensch und Umwelt beachten (Inside-out-Perspektive). Durch die Anwendung des Konzepts der doppelten Materialität können Unternehmen sowohl die finanziellen als auch die nicht-finanziellen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten ermitteln und so eine ganzheitlichere ESG-Strategie entwickeln.

Auswirkungen und Einfluss

Bei der Auswahl eines geeigneten ESG Frameworks können Unternehmen auch darauf achten, welche ökologischen und sozialen Faktoren sie möglichst direkt und schnell beeinflussen können.

Dabei hilft ihnen eine Matrix zur Priorisierung von Maßnahmen bzw. Auswirkungen. Mit einer solchen Matrix können Unternehmen schnell feststellen, auf welche Bereiche sie sich als Erstes konzentrieren sollten. Diese Erkenntnisse helfen ihnen anschließend dabei, das beste ESG-Framework für die Umsetzung ihrer Ziele zu identifizieren.

In den schnelllebigen Branchen des Konsumgüter- und Einzelhandels haben Unternehmen zum Beispiel die Möglichkeit, innerhalb ihrer Lieferkette Einfluss zu nehmen. In diesen Sektoren können die Beschaffungsentscheidungen eines Unternehmens erhebliche Auswirkungen auf die ESG-Leistung der Unternehmen in der Lieferkette haben und so deren ESG-Auswirkungen verstärken.

Kriterium 2: Erwartungen der Stakeholder

Bei der Auswahl eines ESG Reporting Frameworks sollten Sie die Erwartungen Ihrer Stakeholder berücksichtigen. Möglicherweise haben diese sogar Frameworkpräferenzen. Bedenken Sie auch, wie die verschiedenen Stakeholder die Informationen aus Ihren Offenlegungen nutzen werden.

Was erwarten externe Stakeholder?

Unternehmen könnten sich auch überlegen, welche ESG-Frameworks den Erwartungen ihrer Stakeholder am besten entsprechen bzw. ob ihre Stakeholder vielleicht die Verwendung spezifischer Frameworks erwarten. Beispielsweise könnten Investoren, Vorstände, Versicherungsunternehmen und Gläubiger erwarten, dass das Unternehmen seine Berichterstellung an den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) oder des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) ausrichtet. Mitarbeiter und Verbraucher hingegen erwarten vielleicht Offenlegungen basierend auf den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Link befindet sich außerhalb von ibm.com). Umgekehrt können Regierungen oder Regulierungsbehörden je nach Region ein Streamlined Energy and Carbon Reporting (SECR) oder ein National Greenhouse and Energy Reporting (NGER) bevorzugen.

Wie werden interne Stakeholder die Informationen nutzen?

Stakeholder haben verschiedene Verwendungszwecke für ESG-Offenlegungen. Unternehmen sollten diese Zwecke bei der Entwicklung ihrer ESG Reporting-Strategie berücksichtigen. Die Risiko-, Compliance- und Personalabteilungen könnten die Daten beispielsweise nutzen, um strategische Entscheidungen zur Gerechtigkeit und Inklusion zu treffen. Energie- und Versorgungsunternehmen hingegen interessieren sich wahrscheinlich eher für Daten zum Verbrauch und zu den Ausgaben des Unternehmens. Alternativ würden Beschaffungsabteilungen die gesammelten Daten verwenden, um ihre Lieferkettenabläufe und das Risikoprofil der Lieferanten zu bewerten.

Kriterium 3: Standort

Einige ESG Reporting Frameworks sind nur in bestimmten Ländern relevant, zum Beispiel, wenn dort die Berichterstellung per Gesetz vorgeschrieben wurde oder wenn das Framework spezifisch an die örtlichen Gegebenheiten angepasst ist.

Beispiele sind die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (EU CSRD), ENERGY STAR (Link befindet sich außerhalb von ibm.com) (Nordamerika und andere ausgewählte Länder), SECR (Vereinigtes Königreich) und NGER (Link befindet sich außerhalb von ibm.com) (Australien).

Kriterium 4: Branchentrends

Einige Unternehmen werden feststellen, dass bestimmte ESG Reporting Frameworks besonders gut für ihre Branche geeignet sind. Zum Beispiel wird der Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) zur Beurteilung des Nachhaltigkeitsprofils von Immobilien- und Infrastrukturportfolios verwendet.

Wenn sich Unternehmen dafür interessieren, welche Frameworks ihre Wettbewerber verwenden, finden sie diese Informationen möglicherweise auf den offiziellen Websites, die für die jeweiligen Berichtsframeworks erstellt wurden und die häufig einen Branchenfilter und eine Liste der Berichtersteller enthalten. Mithilfe dieser Informationen können Unternehmen dann die Relevanz des jeweiligen ESG-Frameworks für ihre Branche ermitteln. Alternativ finden sie die gewünschten Angaben möglicherweise direkt auf den Websites ihrer Wettbewerber. Dort kann man nach veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichten und Jahresberichten suchen, um zu sehen, welche Frameworks das jeweilige Unternehmen verwendet hat.

Kriterium 5: Abdeckung

Jedes der großen ESG Reporting Frameworks geht in unterschiedlichem Maße auf die wichtigsten ESG-Leistungskennzahlen Umwelt, Soziales, Governance, Kohlenstoff, Energie, Abfall und Wasser ein.

Für Unternehmen ist es nützlich zu wissen, welches Framework sich auf welchen Indikator konzentriert. Dadurch finden sie nicht nur heraus, welches für sie das richtige Framework ist, sondern auch, ob sie ihre Berichterstellung eventuell an mehreren Frameworks ausrichten könnten.

Einführung eines separaten Systems zum ESG Reporting

Da sich Investoren immer stärker auf ESG-Metriken konzentrieren, werden die ESG-Daten genauer unter die Lupe genommen. Schließlich sind zuverlässige und protokollierbare Daten das wertvollste Gut an den Kapitalmärkten.

Im Gegensatz zu den typischen Finanzdaten, mit denen Anleger vertraut sind, gelten für ESG-Daten im Allgemeinen nicht die gleichen Genauigkeitsstandards. Oft sind sie in unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Systemen gespeichert, während einige Unternehmen versuchen, ihre jährliche Treibhausgasbilanzierung mithilfe von riskanten Spreadsheets durchzuführen. Angesichts des Drucks durch Stakeholder und Aufsichtsbehörden sind diese Ansätze für die Verwaltung von ESG-Daten kein effizientes Mittel, vor allem nicht für komplexe globale Unternehmen, die ihre Berichterstellung auf mehrere Frameworks ausrichten.

Unternehmen haben IT-Systeme, um ihre Arbeitsprozesse und Sicherheitsmaßnahmen zu verwalten. Sie haben Abrechnungssysteme zur sicheren Speicherung von Finanzdaten. Sie haben HR-Systeme zur Erfassung und Verwaltung von Personaldaten. Ihr ESG Reporting sollten sie nicht anders behandeln: Mit einer speziellen Softwareplattform zur Erfassung von Aktivitätsdaten können sie ihre Emissionsdaten, Nachhaltigkeitsinitiativen und Lieferkettendaten nachverfolgen und so ihre ESG Reporting verbessern.

Wichtig ist dies vor allem für das „E“ in ESG, das am schwierigsten zu erfassen und nachzuverfolgen ist und am wichtigsten für Unternehmen ist, die ihre CO2-Emissionen reduzieren möchten. Die entsprechenden Metriken geben im Allgemeinen Aufschluss über Umweltfaktoren wie Wasser, Abfall, Schadstoffe, Energie und Treibhausgasemissionen für Scope 1, 2 und 3.

Unabhängig vom gewählten Framework sind die Genauigkeit, Automatisierung und Überprüfbarkeit der Daten die Grundpfeiler einer soliden ESG-Berichterstellung. Wenn Unternehmen diese Voraussetzungen durch die Verwendung einer speziellen Lösung für die ESG-Berichterstellung erfüllen, sind sie bestens auf zukünftige Veränderungen im ESG-Bereich vorbereitet.

ESG Berichterstellung Software kann Ihnen helfen, den Überblick zu behalten, indem sie die Datenerfassung direkt an der Quelle automatisiert und eine Emissionsfaktor-Engine für national anerkannte Tabellen mit CO2-Emissionsfaktoren unterhält, z. B. EPA Climate Leaders Program, e-GRID USA, Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), IEA National Electricity Factors, Australian National Greenhouse Accounts, DEFRA (UK) und das Umweltministerium von Neuseeland.

Benchmark-Frameworks

Benchmark ESG Reporting Frameworks erfordern Antworten auf alle Fragen des Frameworks und enthalten in der Regel ein Bewertungssystem.

Carbon Disclosure Project (CDP)

CDP ist ein Framework, mit dem Unternehmen ihren Stakeholdern Umweltinformationen zur Verfügung stellen können, darunter Investoren, Mitarbeitern und Kunden, die die Bereiche Umweltmanagement und -politik, Risiko- und Opportunity-Management, Umweltziele sowie Strategie- und Szenarioanalyse abdecken.

So funktioniert CDP

CDP bietet drei Fragebögen zu den Themen Klimawandel, Wasser und Wälder an, die jeweils anhand unterschiedlicher Methoden bewertet werden. Jeder Fragebogen enthält neben allgemeinen Fragen auch spezifische Fragen, die auf besonders betroffene Branchen abzielen. Die Bewertung der CDP-Fragebögen wird von akkreditierten Scoring-Partnern durchgeführt, die von CDP geschult wurden.

Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB)

GRESB ist ein Instrument, das weltweit vor allem von Investoren genutzt wird, um die Nachhaltigkeit von Immobilien- bzw. Infrastrukturportfolios und -assets zu bewerten.

So funktioniert GRESB

GRESB-Bewertungen bieten Investoren und Vermögensverwaltern wesentliche Einblicke zum Nachhaltigkeitsprofils der Sachanlagen eines Unternehmens. Diese Insights sind auf internationale Berichtsframeworks wie GRI und PRI (Principles for Responsible Investment) abgestimmt. Die Prüfungsbeteiligten erhalten: Business Intelligence darüber, wie sie im Vergleich zu Wettbewerbern abschneiden; eine Roadmap mit Maßnahmen, die sie zur Verbesserung ihres ESG-Profils ergreifen können; und eine Kommunikationsplattform für den Kontakt mit Investoren. Investoren nutzen diese ESG-Daten und die GRESB-Analysetools, um das Nachhaltigkeitsprofil ihrer Anlageportfolios zu verbessern, mit Managern in Kontakt zu treten und sich auf immer strengere ESG-Verpflichtungen vorzubereiten.

Freiwillige Frameworks

Bei fakultativen ESG Frameworks können Berichterstatter die Fragen, über die sie berichten wollen, abhängig von Faktoren wie ihrer Branche und der Materialität auswählen. In diesen Frameworks ist normalerweise kein Bewertungssystem enthalten.

Global Reporting Initiative (GRI)

GRI ist ein weltweit anwendbares Orientierungsframework. Es stellt Standards für die Materialität, die Managementberichterstellung und die Offenlegung von Angaben zu unzähligen Nachhaltigkeitsaspekten bereit. Viele Unternehmen orientieren sich bei der Erstellung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberichte an den GRI-Standards.

So funktioniert GRI

Die modularen, miteinander verknüpften GRI-Standards sollen vornehmlich zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts verwendet werden, der alle wesentlichen Aspekte des Unternehmens thematisiert. Die drei universellen Standards werden von jedem Unternehmen verwendet, das seine Berichterstellung am GRI-Framework ausrichtet. Ein Unternehmen wählt auch aus den themenspezifischen Standards aus, um über seine wesentlichen Themen zu berichten, sei es wirtschaftlich, ökologisch oder sozial.

Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD)

TCFD interessiert sich ausdrücklich für den Umweltaspekt der ESG-Berichterstellung – also für die Klimarisiken von Unternehmen. TCFD hilft Unternehmen auf der ganzen Welt zu erklären, wie sich die ESG-Leistung am wahrscheinlichsten auf die zukünftige finanzielle Leistung und Werterstellung auswirken wird.

Die TCFD wurde im Dezember 2015 ins Leben gerufen, nachdem die G20-Finanzminister das Financial Stability Board (FSB) gebeten hatten, den Zusammenhang zwischen klimabezogenen Themen und dem Finanzsektor zu evaluieren. Das FSB ist ein internationales Gremium, das Empfehlungen an das globale Finanzsystem richtet. Dieser Vorstoß in Richtung klimabezogener Finanzen war demnach eine bedeutsame Initiative.

So funktioniert TCFD

TCFD befasst sich mit Offenlegungspflichten in vier Bereichen:

1. Governance: Wie werden klimabezogene Risiken und Chancen in der Governance-Struktur des Unternehmens berücksichtigt?

2. Strategie: Was sind die konkreten wesentlichen Auswirkungen klimabedingter Risiken und Chancen auf das gesamte Unternehmen, einschließlich der Strategie und Finanzplanung?

3. Risikomanagement: Wie definiert, bewertet und handhabt das Unternehmen klimabezogene Risiken?

4. Kennzahlen und Ziele: Mit welchen Messgrößen werden wesentliche klimabezogene Risiken und Chancen bewertet?

Value Reporting Foundation (VRF) – Sustainability Accounting Standards Board (SASB) und International Integrated Reporting Council (IIRC)

Im Juni 2021 kündigten das SASB und der IIRC ihren Zusammenschluss zur VRF (Link außerhalb von ibm.com) an. Als VRF stellen sie ein ESG-Orientierungsframework bereit, das Standards für die Offenlegung finanziell wesentlicher Nachhaltigkeitsinformationen durch Unternehmen gegenüber ihren Investoren festlegt.1 Zu den Ressourcen, die von der VRF zur Verfügung gestellt werden, gehören die Integrated Thinking Principles, das Integrated Reporting Framework und die SASB-Standards.

Anhand der SASB-Standards können die jeweils relevanten ESG-Aspekte für insgesamt 77 Branchen nachverfolgt werden. Das VRF-Framework soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre externen ESG-Auswirkungen in einer für Investoren, Gläubiger und interne finanzielle Stakeholder verständlichen Sprache zu vermitteln.

So funktionieren SASB-Standards

Von allen aktuellen ESG Reporting Frameworks ähnelt das Framework der GRI am meisten dem des SASB. Allerdings sollen mit dem GRI-Framework nicht nur die finanziellen Interessen von Stakeholdern bedient, sondern Informationen aus ganz unterschiedlichen Bereichen vermittelt werden.

Asset-Management-Unternehmen wie BlackRock, Goldman Sachs und Morgan Stanley, Fertigungsriesen wie GM und Nike und sogar spezialisierte Branchen mit Unternehmen wie Merck und JetBlue nutzen SASB-Standards, um ESG-Kennzahlen offenzulegen. Das SASB stellt außerdem Ressourcen bereit, in denen erklärt wird, wie Anleger verschiedener Anlageklassen die Standards nutzen. Diese Instrumente ermöglichen es Unternehmen, ihre Berichterstellung entsprechend anzupassen: Sie bieten ihnen ein System, um Investoren auf transparente und relevante Weise zu informieren.

Rechtliche Frameworks

Regulatorische ESG Reporting Frameworks ähneln Benchmark Frameworks, insofern alle enthaltenen Fragen beantwortet werden sollen, jedoch nicht immer eine Bewertung der Antworten erfolgt. Auch eine Regierungsbehörde verlangt diese Frameworks und Berichtspflichten. 

Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)

Die CSRD der Europäischen Union reguliert die Nachhaltigkeitsberichterstellung von Unternehmen zu verschiedenen Umwelt- und Sozialthemen. Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen ihre Berichte nach den Europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (European Sustainability Reporting Standards, ESRS) erstellen. Die CSRD basiert auf dem Konzept der doppelten Materialität finanzieller und gesellschaftlicher Auswirkungen. Sie verlangt, dass Unternehmen detailliert darlegen, wie ihre Geschäftsstrategie die mit Umwelt- und sozialen Problemen verbundenen Risiken mindern wird, und diese Offenlegungen veröffentlichen.

Sie bewertet neben der Umweltleistung auch soziale Metriken, indem sie Aspekte wie Gesundheit der Mitarbeiter, Menschenrechte, Bestechung, Korruptionsbekämpfung und Vielfalt im Management berücksichtigt.  

CSRD gilt für Unternehmen mit einer Bilanzsumme von über 20 Millionen Euro, einem Nettoumsatz von 40 Millionen Euro und mehr als 250 Mitarbeitern. Hierzu zählen sowohl EU-Unternehmen als auch EU-Tochtergesellschaften von Nicht-EU-Unternehmen. Somit wären mehr als 50.000 Unternehmen betroffen, von denen sich fast 10.000 außerhalb der EU befinden. 

Die Nachhaltigkeitsberichterstellung wird auch für außereuropäische Unternehmen vorgeschrieben, die in der EU einen jährlichen Nettoumsatz von 150 Millionen Euro erzielen und mindestens eine Tochtergesellschaft oder Niederlassung in der EU haben. Nicht-EU-Unternehmen müssen sich ab 2028 daran halten. 

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National Greenhouse and Energy Reporting (NGER)

Das NGER Scheme (Link außerhalb von ibm.com) ist das nationale australische Framework für die Berichterstellung zu und Verbreitung von Unternehmensinformationen über Treibhausgasemissionen, Energiegewinnung und Energieverbrauch. Es wurde 2007 durch den NGER Act etabliert und wird von der Regulierungsbehörde für saubere Energie (Clean Energy Regulator) überwacht.

So funktioniert NGER

Das NGER Scheme erfasst emissionsbezogene Daten über Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6) und bestimmte Arten von Fluorkohlenwasserstoffen und perfluorierten Kohlenwasserstoffen. Die Aufzeichnungen über die Aktivitäten müssen so beschaffen sein, dass der Clean Energy Regulator feststellen kann, ob das Unternehmen oder die Person ihren Verpflichtungen gemäß dem NGER Act nachgekommen ist.

Dazu gehören Informationen, die zur Überprüfung der Relevanz, Vollständigkeit, Einheitlichkeit, Transparenz und Genauigkeit der gemeldeten Daten bei einer externen Prüfung verwendet werden können.

Streamlined Energy and Carbon Reporting (SECR)

Die SECR-Taxonomie ist der Leitfaden der britischen Regierung für Unternehmen, die ihren Energieverbrauch, ihre Treibhausgasemissionen und damit verbundene Informationen offenlegen müssen. Die SECR trat am 1. April 2019 in Kraft, als das vorherige Energieeffizienzprogramm, das Carbon Reduction Commitment (CRC), auslief. Sie baut auf den bisherigen Berichterstattungspflichten für börsennotierte Unternehmen auf und erweitert diese, während sie gleichzeitig neue Pflichten für große nicht börsennotierte Unternehmen und Personengesellschaften mit beschränkter Haftung (LLPs) vorsieht.

Die SECR-Taxonomie nützt auch Unternehmen, die freiwillig Bericht zu einer Reihe umweltrelevanter Aspekte erstatten – sie hilft ihnen zum Beispiel bei der Treibhausgasberichterstellung und der Verwendung von KPIs.Die SECR-Taxonomie unterstützt maßgebend die Strategie des Vereinigten Königreichs zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen, wie sie im Climate Change Act 2008 festgelegt wurde.

Es wird davon ausgegangen, dass 11.900 im Vereinigten Königreich eingetragene Unternehmen nach dem neuen Framework über ihre Energie- und Kohlenstoffemissionen berichten müssen.2

So funktioniert SECR

Börsennotierte Unternehmen, die nach dem SECR-Framework Bericht erstatten, müssen Folgendes offenlegen: ihren Energieverbrauch, ihre globalen Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen in Tonnen CO2-Äquivalent und mindestens eine Emissionsintensitätsmetrik ihrer Wahl für das laufende sowie für frühere Geschäftsjahre. Scope-3-Emissionen bleiben freiwillig, werden jedoch für die Emissionsquellen empfohlen, die als wesentlich gelten.

Nicht börsennotierte Großunternehmen und LLPs müssen außerdem mindestens über ihren Energieverbrauch im Vereinigten Königreich und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen aus Strom, Gas und Transportkraftstoffen sowie mindestens eine Emissionsintensitätsmetrik berichten. Die Berichterstellung für diese Nachhaltigkeitsaspekte und die Verfolgung ihrer Fortschritte im Zeitverlauf erfordert den Zugang zu konsolidierten, protokollierbaren Daten. Dabei hilft Unternehmen eine Software für die Nachhaltigkeitsberichterstellung.

Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR)

Die SFDR (Link außerhalb von ibm.com) zielt darauf ab, die Berichterstellung zu ESG-Metriken für Finanzprodukte und -entitäten innerhalb der EU zu standardisieren. Zu diesem Zweck müssen die Berichtenden eine Erklärung über ihre wichtigsten nachteiligen Auswirkungen (Principal Adverse Impact, PAI) veröffentlichen, in der sie ihre Angaben detailliert darlegen. Die SFDR agiert in Verbindung mit der EU-Taxonomie und der vorgeschlagenen EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstellung von Unternehmen (CSRD) als Grundlage für die EU-Agenda für nachhaltige Finanzen.

So funktioniert SFDR

Die PAI-Erklärung der SFDR verlangt von Finanzinstituten, dass diese verschiedene Arten von quantitativen Indikatoren melden, darunter gewichtete Durchschnittswerte verschiedener ESG-Metriken für ihre Investitionen sowie die Emissionen aus ihren eigenen Aktivitäten. In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen den Anteil der von ihnen finanzierten Aktivitäten ihrer Beteiligungsunternehmen melden müssen. Wenn beispielsweise ein Unternehmen, in das investiert wird, 100 Tonnen Sondermüll erzeugt und das Finanzinstitut 20 % der Anteile an diesem Unternehmen hält, meldet das Finanzinstitut 20 Tonnen Sondermüll in seinem SFDR-PAI.

Rating-Agenturen

Rating-Agenturen erfordern Antworten auf alle Fragen im Framework und arbeiten normalerweise mit einem Bewertungssystem.

ENERGY STAR

ENERGY STAR (Link außerhalb von ibm.com) ist ein landesweit anerkannter Energiebewertungs- und Benchmarking-Mechanismus in Nordamerika, der für kommerzielle Gebäude verschiedener Nutzungsarten verwendet werden kann.

So funktioniert ENERGY STAR

ENERGY STAR ist ein freiwilliges Programm der US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA), das Unternehmen und Privatpersonen hilft, durch eine höhere Energieeffizienz Geld zu sparen und das Klima zu schützen. Mittels eines Rankings wird die Leistung eines Gebäudes mit der Leistung anderer ähnlicher Gebäude – einer so genannten Peergruppe – verglichen. Gebäudeeigentümer können ihre Leistung intern in ihrem Portfolio und extern in ähnlichen Branchen vergleichen.

Die Ergebnisse des ENERGY STAR-Programms beruhen auf Daten aus nationalen Erhebungen über den Energieverbrauch von Gebäuden. Das Portfolio-Manager-Tool von ENERGY STAR kann in diesem Datenbestand die wichtigsten Variablen berücksichtigen, die sich auf die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes auswirken, darunter Klima, Betriebsstunden und Gebäudegröße. Das bedeutet, dass Gebäude aus dem ganzen Land – mit unterschiedlichen Betriebsparametern und Witterungsbedingungen – bezüglich ihrer Energieleistung miteinander verglichen werden können. Die genauen Faktoren, die in diese Normalisierung einfließen (Stunden, Arbeitskräfte, Klima und mehr) hängen vom Objekttyp ab. Die Skala von 1 bis 100 ist so festgelegt, dass 1 die schlechtesten und 100 die besten Gebäude darstellt, wobei 50 den Durchschnitt darstellt.

Dow Jones Sustainability Index (DJSI) und der Fragebogen zum Corporate Sustainability Assessment (CSA)

Der DJSI verfolgt die Leistung (Link außerhalb von ibm.com) der weltweit führenden Unternehmen in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien. Er wird von Anlegern genutzt, die gemeinsam finanzielle und ESG-Aspekte der Unternehmensleistung bewerten wollen.

So funktioniert DJSI

Der DJSI wendet einen klaren, regelbasierten Prozess an, der auf den aus den jährlichen CSA resultierenden Gesamtnachhaltigkeitswerten des Unternehmens basiert. Der CSA vergleicht Unternehmen aus 61 Branchen anhand von Fragebögen, die eine Mischung aus 80 bis 100 branchenübergreifenden und branchenspezifischen Fragen bewerten. Die Unternehmen erhalten Bewertungen von 0 bis 100 sowie einen Perzentil-Rang für etwa 20 finanziell relevante Nachhaltigkeitskriterien in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Nur die bestplatzierten Unternehmen jeder Branche werden für die Aufnahme in die DJSI-Familie ausgewählt. Anleger, die in diese Indizes investieren, profitieren vom Performance-Potenzial bekannter Faktoren wie niedriger Volatilität, Dividendenrendite, Value oder Momentum, während sie gleichzeitig ESG-bezogene Risiken in ihren Portfolios vermeiden, indem sie ihre Investitionen in nachhaltigere Unternehmen lenken.

National Built Environment Ratings Scheme (NABERS) AU

Mithilfe einer Sechs-Sterne-Skala hilft NABERS australischen Gebäudebesitzern zu verstehen, wie sich ihr Asset auf die Umwelt auswirkt. NABERS hilft auch potenziellen Mietern zu verstehen, wie energieeffizient ihre Mietfläche ist.

So funktioniert NABERS

NABERS vergleicht die Leistung eines Gebäudes oder Mietobjekts mit Benchmarks, die die Leistung ähnlicher Gebäude am gleichen Standort darstellen. Ein unabhängiger Gutachter berechnet die NABERS-Scores, indem er echte, messbare Informationen über ein Gebäude oder Mietobjekt aus 12 Monaten als Grundlage für seine Bewertung verwendet, wie z. B. Energie- und Wasserrechnungen oder Daten zum Abfallverbrauch. NABERS-Ratings sind für gewerbliche Bürogebäude, Mietobjekte, Hotels, Einkaufszentren und Rechenzentren verfügbar. NABERS kündigte 2019 an, dass dies auf alle wichtigen Gebäudetypen ausgeweitet werden soll. Nach dem australischen Building Energy Efficiency Disclosure Act müssen alle zum Verkauf oder zur Vermietung stehenden Gebäude mit einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratfuß eine NABERS-Einstufung erhalten. Regierungen sind verpflichtet, Flächen in Gebäuden mit einer Bewertung von 4,5 oder höher anzumieten.

Vorbereitung auf künftige ESG-Trends
KI-gesteuertes Data Scraping durch ESG-Bewertungstools

Immer häufiger werden KI und Bots eingesetzt, um das ESG-Profil eines Unternehmens anhand öffentlich zugänglicher Daten zu bewerten. Diese als „Data Scraping“ bekannte Praxis stellt eine neue Herausforderung für Unternehmen dar, da die zur Bewertung verwendeten Daten weitgehend außerhalb ihrer Kontrolle liegen.

Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, die ESG-Daten aus unterschiedlichen Quellen beziehen, um ESG-Unternehmensprofile zu erstellen. Zu diesen Quellen gehören Ranglisten und „Best-of“-Listen, Produktbewertungswebsites, Beiträge und Kommentare in sozialen Medien, Unternehmensdatenbanken und Nachrichtenartikel.

Obwohl diese Bewertungssysteme und die durch Data Scraping gesammelten Daten nicht den Kontext, die verwendete Methodik oder die Detailgenauigkeit abbilden, die die meisten Anleger benötigen, verbreiten sich diese Praktiken immer mehr.

Vorbereitung einer KI-gestützten ESG-Bewertung

Da das Data Scraping immer häufiger angewendet wird, sollten Investment- und Nachhaltigkeitsteams den folgenden Ansatz in Betracht ziehen, um die Kontrolle über ihre Daten zurückzugewinnen und die ESG-Bewertung ihrer Unternehmen vor den unvermeidlichen Nachteilen eines KI-gesteuerten Scrapings zu schützen.

- Schritt 1: Finden Sie heraus, welche Rating-Agenturen Sie ansprechen müssen. Sprechen Sie Ihre wichtigsten institutionellen Anleger an und fragen Sie sie, welche Rating-Agenturen sie nutzen.

Schritt 2: Finden Sie heraus, welche Daten diese Rating-Agenturen verwenden und wie sie diese erlangen. Fragen Sie nach Möglichkeit direkt bei den Rating-Agenturen nach oder recherchieren Sie ggf. online, um die erforderlichen Informationen zu finden.

Schritt 3: Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten sowie die Orte, an denen Sie diese bereitstellen, den Anforderungen der Rating-Agenturen entsprechen.Befolgen Sie dazu die folgenden Tipps:

Ermittlung der besten Schlüsselwörter

Überprüfen Sie die öffentlich verfügbaren Informationen Ihres Unternehmens, um sicherzustellen, dass die durch KI Data Scraping und von Bots erfassten Daten korrekt sind. Führen Sie eine Analyse der verwendeten Terminologie durch und passen Sie sie an, um sie klarer zu gestalten. Diese Analyse sollte auf die Website Ihres Unternehmens, Vergleichswebsites und Unternehmensdatenbanken wie Bloomberg angewendet werden.

Einsatz von Social Listening

Verfolgen Sie Online-Unterhaltungen über Ihr Unternehmen, um festzustellen, welche Informationen zu Ihnen veröffentlicht wurden, und korrigieren Sie unzutreffende Aussagen. Beispiele hierfür sind Kundenbewertungen, Google-Brancheneinträge und Kommentare bzw. Erwähnungen von Kunden in den sozialen Medien.

Ausweitung der öffentlich zugänglichen ESG-Informationen

Stellen Sie weitere Daten in Nachhaltigkeitsaktionsplänen und -berichten bereit. Veröffentlichen Sie ergänzende Dokumente, in denen die ESG-Leistungen und -Bemühungen Ihres Unternehmens näher erläutert werden. Diese Daten können dann auf der Website Ihres Unternehmens, in sozialen Medien und auf anderen Plattformen veröffentlicht werden.

Ein globaler Standard im ESG Reporting

Für die Zukunft des ESG Reportings zeichnen sich mindestens drei Entwicklungen ab: Es werden behördliche Änderungen vorgenommen, es entsteht ein branchenweiter Konsens zur Nutzung bestimmter Frameworks und mehrere Frameworks werden konsolidiert. Alle diese Perspektiven weisen darauf hin, dass die Harmonisierung der ESG Reporting Frameworks angestrebt wird.

- Behördliche Änderungen: In den nationalen und supranationalen Rechtsordnungen wurden verschiedene Fortschritte erzielt. Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat im März 2022 einen Vorschlag angekündigt, der die Offenlegung von ESG-Daten nach dem Vorbild des TCFD-Frameworks vorschreibt. Auch das EU-Paket für nachhaltige Finanzen – die EU-Taxonomie und die Verordnung über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Finanzen (SFDR), einschließlich der CSRD – werden weitere ESG-bezogene Offenlegungen von Unternehmen verlangen.

Branchenweiter Konsens: Während die Praxis des ESG Reportings immer ausgereifter wird, schließen sich die Branchen um ihre bevorzugten Frameworks zusammen. Vorreiter in dieser Hinsicht war der Immobiliensektor, der die Berichterstellung nach dem GRESB-Framework verfolgt. Dieser Trend ist in jüngster Zeit auch in der Investmentbranche zu beobachten, wo Vermögensverwalter wie BlackRock ihre Beteiligungsgesellschaften dazu ermutigen, nach SASB zu berichten.

Framework-Konsolidierung: Diese Veränderungen führen zu einer Berichtslandschaft, in der Frameworks spezieller werden, wie bei der IFRS-Stiftung (International Financial Reporting Standards) und der GRI, oder konsolidieren, wie beim IIRC (International Integrated Reporting Council) und der SASB.

So bereiten Sie sich auf Änderungen im ESG Reporting vor

Angesichts der Tatsache, dass aktiv nach gemeinsamen Standards für das ESG Reporting gesucht wird und alle paar Monate neue Ankündigungen gemacht werden, wie können sich Unternehmen auf die unvermeidlichen Veränderungen an ESG Frameworks vorbereiten?

Die richtigen Daten

Um heute eine genaue und protokollierbare Datengrundlage zu schaffen, müssen Unternehmen fehlerhafte alte Datenbestände vermeiden und ihre Prozesse den Änderungen im ESG Reporting anpassen. Ihre Softwarelösung für das ESG Reporting sollte Ihnen dabei mit protokollierbaren Datensätzen und genauen Emissionsberechnungen helfen.

Diese Lösung sollte regelmäßig entsprechend neuer Framework-Anforderungen aktualisiert werden, damit die ESG-Berichterstellung den aktuellen Marktanforderungen gerecht wird.

Kontakt zu den richtigen Stakeholdern

Nachhaltigkeitsverantwortliche sollten jenseits ihrer derzeitigen Stakeholdergruppe nach Personen suchen, die ihnen die detaillierten Daten liefern können, die durch verschiedene Frameworks und behördliche Änderungen erforderlich werden.

Weiterführende Lösungen
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Die Zukunft des ESG Reportings: Ein Blick in die Glaskugel

Der ESG-Leistung von Unternehmen wird heute immer größere Aufmerksamkeit geschenkt. Das bedeutet, dass die ESG-Berichterstellung sich zwangsläufig verändern wird, nachdem sie lange Zeit durch konkurrierende Leitlinien und Berichtsframeworks geprägt war.

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