Standardmäßige Registerkarten in den Dialogfenstern von Storage Toolkit

Die Dialogfenster von Storage Toolkit sind ähnlich aufgebaut. In diesem Abschnitt werden die Registerkarten beschrieben, die in den meisten Dialogfenstern standardmäßig enthalten sind.

Um auf die Dialogfenster zugreifen zu können, müssen Sie eine oder mehrere Zeilen, die über Aktionsmenüs verfügen, in den Arbeitsbereichen auswählen und mit der rechten Maustaste auf diese Zeilen klicken. Wählen Sie anschließend eine der Optionen von Storage Toolkit im Kontextmenü aus, um das entsprechende Dialogfenster zu öffnen.

Registerkarte 'Optionen'

Diese Registerkarte wird verwendet, um Konfigurationseinstellungen für die auszuführende Aktion auszuwählen. Die Registerkarte Optionen stellt eine Untergruppe der verfügbaren Befehlsparameter zur Verfügung. In Tabelle 1 wird beschrieben, wo Sie die vollständige Dokumentation zu den verfügbaren Befehlsparametern finden.
Tabelle 1. Referenzhandbücher zu Befehlsparametern

Die Dokumentation für das Betriebssystem z/OS enthält Referenzinformationen zu den Befehlen und Parametern, die von Storage Toolkit verwendet werden. Über die folgende Webseite können Sie auf die Dokumentation für die von Ihnen verwendete z/OS-Version zugreifen: http://www-03.ibm.com/systems/z/os/zos/

Die Optionen, die Sie auf der Registerkarte Optionen auswählen, werden als Parameter für den Befehl bereitgestellt. Auf der Registerkarte Befehl können Sie den Text des Befehls einschließlich der ausgewählten Optionen anzeigen.
Anmerkung: Wenn Sie auf der Registerkarte Befehl Änderungen vornehmen, können keine weiteren Änderungen auf der Registerkarte Optionen vorgenommen werden. Wenn Sie die Registerkarte Optionen wieder verwenden wollen, müssen Sie auf Abbrechen klicken, um das Dialogfenster zu schließen, und mit dem Erstellen des Befehls in einem neuen Dialogfensters erneut beginnen.

Im Abschnitt Substitutionsvariablen für Toolkit-Befehle definieren finden Sie ein Szenario, in dem die Interaktion zwischen der Registerkarte Optionen und der Registerkarte Befehl beschrieben wird.

Bezüglich der Registerkarte Optionen von Storage Toolkit gelten die folgenden Ausnahmen:
  • Auf der Registerkarte Optionen im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' können Substitutionsvariablen definiert werden. Klicken Sie auf die Schaltfläche Daten anzeigen, um das Dialogfenster 'Datensicht' zu öffnen. In diesem Dialogfenster können Sie Inhalt und Umfang der angegebenen Variablen überprüfen.
  • Die Registerkarte Optionen wird in den folgenden Dialogfenstern nicht angezeigt, da in diesen Dialogfenstern keine Optionen festgelegt werden können: Dialogfenster 'Speicherbereich im Datensatz freigeben', Dialogfenster 'Datensatz - Prüfen', Dialogfenster 'Datensatz - Aus Katalog entfernen' und Dialogfenster 'HSM-Anforderung abbrechen'.
  • Im Dialogfenster 'Befehl absetzen' ist die Registerkarte Optionen nicht vorhanden, da der Befehl und alle zugehörigen Parameter in Textform auf der Registerkarte Befehl des Dialogfensters festgelegt werden.

Registerkarte 'Allgemein'

Die Registerkarte Allgemein wird verwendet, um Werte für den Namen und die Beschreibung dieser Aktion festzulegen. Die Registerkarte wird darüber hinaus verwendet, um die folgenden Optionen festzulegen:
  • Ausführungsoptionen:
    • Jetzt ausführen, wenn kein Zeitplan vorhanden ist:
      • Wählen Sie diese Option aus, wenn die Aktionsanforderung ausgeführt werden soll, wenn Sie im Dialogfenster auf OK klicken. Beachten Sie, dass alle auf der Registerkarte 'Zeitplan' angegebenen Zeitpläne Vorrang vor der Option Jetzt ausführen, wenn kein Zeitplan vorhanden ist haben.
      • Wenn eine Storage Toolkit-Aktion zur späteren Verwendung gespeichert werden soll, müssen Sie die Auswahl des Kontrollkästchens Jetzt ausführen, wenn kein Zeitplan vorhanden ist zurücknehmen. Die Aktionsanforderung für Storage Toolkit wird gespeichert, aber nicht ausgeführt. Sie können die Aktion später mithilfe des Eintrags Anforderung übergeben oder des Eintrags Befehl oder Job übergeben im Kontextmenü ausführen. Aktionsanforderungen wiederverwenden enthält weitere Informationen hierzu.
    • Anforderungen und Ergebnisse nach einer Ausführung löschen: Wählen Sie diese Option aus, wenn die Aktionsanforderung und alle Ergebnisse nach Abschluss der Aktionsanforderung gelöscht werden sollen. Sie können diese Option verwenden, wenn die Ergebnisse einer Anforderung nicht überprüft werden müssen und die Anforderung nur ein Mal ausgeführt werden soll. Es kann beispielsweise sinnvoll sein, die Anforderung und die Ergebnisse für einen MVS-Bedienerbefehl zu löschen, der nur ein Mal ausgeführt werden muss. Wenn Sie diese Option nicht auswählen, bleiben die Anforderung und die Ergebnisse bestehen, bis sie gelöscht werden. Dies wird im Abschnitt Aktionen verwalten beschrieben.
    • Standarddaten der Anforderung verwenden: Wenn Sie eine vorhandene Aktion wiederverwenden, können Sie die Aktion mit dieser Option erneut übergeben und dabei dieselben Ressourcen verwenden, die beim ursprünglichen Erstellen der Aktion verwendet wurden. Aktionsanforderungen wiederverwenden enthält weitere Informationen hierzu.
    • Beim Auslösen der Situation ausführen: Diese Option ist inaktiviert und bleibt für alle nicht situationsbezogenen Anforderungen inaktiviert. Sie wird nur für situationsbezogene Anforderungen aktiviert. Ihre Erwähnung dient nur zu Informationszwecken.
  • Ergebnisse:
    Anmerkung: Verwenden Sie die hier aufgelisteten Dialogfensteroptionen, um die Ergebnisse von Anfragen zu verwalten. Sie müssen die Speicherung von alten Ergebnissen und nicht verwendeten Anforderungen steuern. Andernfalls können diese Daten unkontrolliert wachsen, was dazu führt, dass kein Platz mehr in der Toolkit-Prüfpunktdatenbank vorhanden ist.
    • Löschen nach (Tage): Mit diesem Wert wird die Anzahl der Tage nach Abschluss der Toolkit-Aktionsanforderung festgelegt, nach deren Ablauf die Ergebnisse automatisch gelöscht werden. Ist der Wert 0, werden keine Ergebnisse gespeichert. Wenn Sie keinen Wert eingeben, bleiben die Ergebnisse gespeichert, bis Sie sie löschen.
    • Maximale Anzahl Ausgabezeilen: Mit diesem Wert Wird die Anzahl der Zeilen festgelegt, die bei der Ausführung der Aktionsanforderung gespeichert werden. Ist der Wert 0, werden keine Ausgabezeilen gespeichert. Ist das Feld leer, werden alle Ausgabezeilen bis zu einem Maximalwert gespeichert. Der Maximalwert wird in Konfigurationsoptionen definiert, die für Ihre Produktionsumgebung ausgewählt wurden. Wenn der Wert nicht 0 ist, kann die Anzahl der Ausgabezeilen, die gespeichert werden, ebenfalls basierend auf den Konfigurationsoptionen reduziert werden. Storage Toolkit - Einschränkungen und Hinweise enthält weitere Informationen hierzu.

Registerkarte 'Zeitplanung'

Verwenden Sie diese Registerkarte, um die Aktion zu terminieren. Dazu haben Sie die folgenden Möglichkeiten:
Anmerkung: Die Uhrzeit wird im 12-Stunden-Format angegeben, sodass die Uhrzeiten von 01.00 bis 12.00 Uhr mit am und die Uhrzeiten von 13.00 bis 00.00 Uhr mit pm gekennzeichnet werden müssen.
  • Legen Sie eine bestimmte Zeit und ein bestimmtes Datum fest. ODER:
  • Legen Sie eine bestimmte Zeit und einen Wochentag fest. (Wählen Sie das Markierungsfeld Alle aus, um die Aktion im angegebenen Zeitplan wöchentlich auszuführen.) ODER:
  • Legen Sie einen bestimmten Zeitrahmen fest (nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums).
Die Beschreibung des Attributs Zeitplan im Abschnitt Anforderungen von Storage Toolkit enthält ausführliche Informationen zur Syntax der Terminierungsangaben.

Registerkarte 'JCL'

Diese Registerkarte wird verwendet, um wie folgt Änderungen an Merkmalen der JCL (Job Control Language - Jobsteuersprache) anzugeben.
  • Ersetzung für JCL-JOB-Karte: Verwenden Sie dieses Textfeld, um eine neue JCL-JOB-Karte zu definieren, mit der die installationsspezifische JOB-Karte überschrieben werden soll. Diese Jobkarte kann Substitutionsvariablen enthalten.
  • Zusätzliche JCL-Anweisungen: Verwenden Sie dieses Textfeld, um JCL-Anweisungen anzugeben, die an den JCL-Datenstrom angefügt werden sollen. Sie können beispielsweise neben Steueranweisungen auch DD-Anweisungen hinzufügen, um einen Befehl zu ergänzen. Diese JCL kann Substitutionsvariablen enthalten.
  • Datensatzpräfix für temporäre Dateien: In diesem Feld können Sie das Präfix für die Namen der temporären Datensätze angeben, das von Storage Toolkit zur Verarbeitung der Aktionsanforderung erstellt wird. Storage Toolkit ordnet den temporären Datensätzen eindeutige Namen zu und verwendet dieses Präfix als übergeordnetes Qualifikationsmerkmal. Der Zugriff auf die temporären Datensätze durch Storage Toolkit erfolgt im Rahmen Ihres Sicherheitskontexts. Deshalb muss Ihre Benutzer-ID über die Berechtigung zum Erstellen, Lesen, Schreiben und Löschen von Datensätzen verfügen, deren Namen mit diesem Präfix beginnen. Wenn Sie keinen Wert angeben, ist Ihre Benutzer-ID der Standardwert.
  • JCL und JES-Protokolle zur späteren Anzeige kopieren: Wählen Sie diese Option aus, um eine Kopie der übergebenen JCL sowie die beim Ausführen des Batch-Jobs generierten einzelnen JES-Dateien (JESMSGLG, JESJCL und JESYSMSG) zu speichern. Diese Dateien können in der Sicht Details der Aktionsergebnisse des Arbeitsbereichs 'Ergebnisdetails von Storage Toolkit' angezeigt werden.

Registerkarte 'Befehl'

Diese Registerkarte wird verwendet, um den mit Storage Toolkit zu erstellenden Befehl zu überprüfen und zu modifizieren.

Für die meisten Dialogfenster in Storage Toolkit wird auf dieser Registerkarte ein Befehl angezeigt, in dem die auf der Registerkarte Optionen ausgewählten Optionen zusammengefasst werden. Das Standardverhalten der Registerkarte Befehl hat jedoch die folgenden beiden Ausnahmen:
  • Wenn Sie das Dialogfenster Dialogfenster 'Befehl absetzen' verwenden (das durch die Auswahl der Option Befehl erstellen im Kontextmenü eines Produktarbeitsbereichs geöffnet wird), ist die Registerkarte Befehl leer, damit Sie alle Spezifikationen für einen neuen Befehl manuell eingeben können.
  • Wenn Sie das Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' verwenden, ist die Registerkarte Befehl nicht vorhanden. Die Funktionalität zur Ausführung benutzerdefinierter JCL wird über die Registerkarte Optionen in diesem Dialogfenster bereitgestellt.
  1. In der Dropdown-Liste Befehlstyp wird der Befehlstyp angezeigt, der dem Typ der zu erstellenden Toolkit-Aktion entspricht. Die folgenden Befehlstypen sind gültig:
    • DFSMSdss (Device Support Services)
    • DFSMShsm (Hierarchical Storage Manager)
    • ICKDSF (Device Support Facilities)
    • IDCAMS (Access Method Services)
    • DFSMSrmm (Removable Media Manager)
    • Mainframe (z/OS-Konsolbefehl)
    • TSO (Time Sharing Option)
    Der Befehlstyp wird automatisch ausgewählt, wenn Sie eines der Dialogfenster in Storage Toolkit verwenden. (Ausgenommen hiervon ist das Dialogfenster 'Befehl absetzen', in dem das Feld für den Befehlstyp konfiguriert werden kann. DFSMSdss (Device Support Services) ist standardmäßig ausgewählt. Sie können jedoch einen beliebigen Befehlstyp aus der Dropdown-Liste auswählen.)
  2. Erfahrene Benutzer können den im Textfeld Befehl angezeigten Befehl und die zugehörigen Parameter ändern.
    Anmerkung: Wenn Sie auf der Registerkarte 'Befehl' Änderungen vornehmen, können keine weiteren Änderungen auf der Registerkarte Optionen vorgenommen werden. Wenn Sie die Registerkarte Optionen wieder verwenden wollen, müssen Sie auf Abbrechen klicken, um das Dialogfenster zu schließen, und mit dem Erstellen des Befehls in einem neuen Dialogfensters erneut beginnen.
  3. Definieren Sie nach Bedarf in der Tabelle Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte bei der Ausführung die gewünschten Substitutionsvariablen. Für den Gebrauch von Substitutionsvariablen gelten die folgenden Richtlinien:
    • OMEGAMON for Storage on z/OS verwendet das Prozentzeichen (%) für die von diesem Produkt bereitgestellten Substitutionsvariablen.
    • Das Produkt stellt generische Attributnamen, wie beispielsweise *DSN oder *ROWNUMBER bereit.
    Im Abschnitt Substitutionsvariablen für Toolkit-Befehle definieren wird die Interaktion zwischen der Registerkarte Optionen und der Registerkarte Befehl beschrieben.

Authentifizierung und Berechtigung für die Ausführung von Storage Toolkit-Befehlen

Die Benutzer-ID für Tivoli Enterprise Portal ist für die Funktionalität von Storage Toolkit von besonderer Bedeutung. Die folgenden Grundsätze bestimmen den Erfolg von Storage Toolkit-Operationen:
  • Die Benutzer-ID für Tivoli Enterprise Portal aktiviert die Toolkit-Aktivität in der Mainframeumgebung.
  • Die Berechtigung wird erteilt, wenn die Portalbenutzer-ID mit einer gültigen Benutzer-ID im z/OS-System übereinstimmt.
  • Die Sicherheit der z/OS-Umgebung wird durch die Aktivierung der Benutzerauthentifizierung auf dem Hub-Überwachungsserver gewährleistet.
Im Hinblick auf die Benutzer-ID für Tivoli Enterprise Portal müssen Sie Folgendes beachten:
  • Die folgende Liste enthält Beispiele für Authentifizierungstypen, mit denen die Verwendung von Storage Toolkit geschützt werden kann:
    • Für einen z/OS-Hub-ÜberwachungsserverRACF, ACF2, Top-Secret oder eine gleichwertige Hub-Serverauthentifizierung.
    • Für einen verteilten Hubüberwachungsserver können die Benutzer-IDs entweder über das Registry des lokalen Systems oder über ein externes zentrales Registry (LDAP) authentifiziert werden.
  • Storage Toolkit hat keinen Zugriff auf die Listen gültiger Benutzer-IDs in der Mainframeumgebung. Daher müssen Sie für das Toolkit eine Portal-ID verwenden, die mit einer gültigen ID in der z/OS-Umgebung übereinstimmt.
  • Bei UNIX-basierten Überwachungsumgebungen müssen Sie sicherstellen, dass die Benutzer-ID genau mit der Benutzer-ID in der z/OS-Umgebung übereinstimmt. Hierbei muss auch die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden. Ist beispielsweise die Benutzer-ID im z/OS-System USER1 (und nicht user1), müssen Sie sich am UNIX-basierten Tivoli Enterprise Portal mit dem Benutzerkonto USER1 anmelden. Wenn Sie sich bei Tivoli Enterprise Portal mit dem Benutzerkonto user1 anmelden, schlagen die Aktionen von Storage Toolkit fehl, weil user1 auf dem z/OS-System nicht äquivalent zu USER1 ist.
  • Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Methoden zum erneuten Übergeben von Aktionen zu verwenden, die Sie zuvor definiert haben. Die Berechtigung zur erneuten Übergabe einer Aktion hängt von der momentan gültigen Benutzer-ID ab. (Die erneute Übergabe hängt nicht von der Benutzer-ID ab, die bei der ersten Ausführung der Aktion verwendet wurde.)
  • Wenn Sie die auf der Registerkarte JCL definierten temporären Dateien verwenden wollen, sollten Sie die im Abschnitt Registerkarte JCL bereitgestellten Richtlinien beachten. Die Namen der Zieldatensätze beginnen mit dem für temporäre Dateien angegebenen Datensatzpräfix. Beachten Sie, dass die Benutzer-ID über die erforderliche Berechtigung verfügen muss, mit der die Arbeit mit diesen Datensätzen in der Mainframeumgebung ermöglicht wird.