Substitutionsvariablen in Storage Toolkit verwenden

In diesem Abschnitt wird die Verwendung von Substitutionsvariablen mit Storage Toolkit beschrieben. Darüber hinaus werden entsprechende Beispiele bereitgestellt.

Mit Substitutionsvariablen können Teile eines Storage Toolkit-Befehls oder Batch-Jobs angegeben werden, die durch Datenträgernamen, Datensatznamen oder andere Werte ersetzt werden müssen. Storage Toolkit - Einschränkungen und Hinweise enthält hilfreiche Informationen zur Verwendung von Substitutionsvariablen.

Substitutionsvariablen für Toolkit-Befehle definieren

Viele der von Storage Toolkit generierten Aktionsanforderungen können Substitutionsvariablen enthalten. Sie können diese Variablen auf der Registerkarte Befehl in Schritt 6 im Rahmen der empfohlenen Gesamtprozedur definieren:
Anmerkung: Die Registerkarte Befehl ist im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' nicht vorhanden. In diesem Dialogfenster werden Substitutionsvariablen auf der Registerkarte Optionen definiert.
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in eine der Sichten eines Arbeitsbereichs, um das Kontextmenü zu öffnen.
  2. Wählen Sie den Storage Toolkit-Befehl aus, den Sie aufrufen wollen. Die Registerkarte Optionen ist in diesem Dialogfenster standardmäßig ausgewählt.
    Anmerkung: Im Dialogfenster 'Befehl absetzen' ist die Registerkarte Optionen nicht vorhanden, da dieses Dialogfenster zur Erstellung beliebiger Befehle mit freiem Format und Parameterzeichenfolgen verwendet wird. Wenn Sie dieses Dialogfenster verwenden, fahren Sie mit Schritt 6 fort.
  3. Nehmen Sie auf der Registerkarte Optionen die gewünschte Auswahl vor und geben Sie nach Bedarf Werte ein.
  4. Wählen Sie die Registerkarte Befehl aus. Im Feld Befehl wird angezeigt, wie die auf der Registerkarte Optionen ausgewählten Optionen in einem Befehl als Text wiedergegeben werden.
  5. Bevor Sie Änderungen auf der Registerkarte Befehl vornehmen, sollten Sie sicherstellen, dass die angezeigten Befehlsparameter und die angezeigte Syntax Ihren Vorstellungen entsprechen. Nehmen Sie gegebenenfalls Änderungen an dem Befehl vor. Wählen Sie dazu eine der folgenden Vorgehensweisen aus:
    • Bevor Sie Änderungen auf der Registerkarte Befehl vornehmen, müssen Sie zur Registerkarte Optionen zurückkehren und Ihre Auswahl ändern.
      Anmerkung: Wenn Sie auf der Registerkarte Befehl Änderungen vornehmen, wird die Registerkarte Optionen inaktiviert, sodass Sie Ihre Auswahl dort nicht mehr ändern können. Öffnen Sie eine neue Instanz des Toolkit-Dialogfensters, um wieder mit der Registerkarte Optionen arbeiten zu können. Klicken Sie auf Abbrechen, um die aktuelle Instanz des Dialogfensters zu beenden, und greifen Sie über Tivoli Enterprise Portal erneut auf das Dialogfenster zu.
    • Wenn Sie mit der Befehlssyntax vertraut sind, bearbeiten Sie den Text, der im Feld Befehl der Registerkarte Befehl angezeigt wird. Beachten Sie, dass Sie nach der Durchführung von Änderungen auf der Registerkarte Befehl keine weiteren Änderungen auf der Registerkarte Optionen vornehmen können.
  6. Substitutionsvariablen können auf der Registerkarte Befehl im Bereich Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte bei der Ausführung definiert werden. In vielen Fällen sind in der Tabelle 'Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte bei der Ausführung' bereits Variablen und Werte enthalten, die von Storage Toolkit basierend auf der ausgewählten Aktion und den ausgewählten Ressourcen definiert wurden.
    Anmerkung: Die Registerkarte Befehl ist im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' nicht vorhanden. In diesem Dialogfenster werden Substitutionsvariablen auf der Registerkarte Optionen definiert.
  7. Klicken Sie auf die Schaltfläche Daten anzeigen, um das Dialogfenster 'Datensicht' zu öffnen. In diesem Dialogfenster können Sie prüfen, ob die Substitutionsvariablen auf die korrekten Datenträger und Datensätze verweisen.

Standardmäßige Substitutionsvariablen in Storage Toolkit

Für die vom Toolkit verwendeten Substitutionsvariablen gelten die folgenden allgemeinen Richtlinien:
  • In OMEGAMON for Storage on z/OS ist der Name SUBnn in Prozentzeichen (%) eingebettet, um die vom Produkt bereitgestellten Substitutionsvariablen zu identifizieren (z. B. %SUB01%).
  • Bei der Erstellung von Variablen für JCL-Dateien wird die Verwendung von Prozentzeichen (%) empfohlen. Beispiel: %MY_VAR%. Die Einhaltung dieser Konvention ermöglicht Storage Toolkit das Auffinden dieser Variablen, die dann automatisch im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' aufgelistet werden. Variablen, bei denen diese Konvention nicht eingehalten wird, werden in diesem Dialogfenster nicht automatisch aufgelistet.
  • Erstellen Sie keine Variable, die eine Untergruppe einer anderen Variablen sein könnte. Sie sollten beispielsweise nicht einer Variablen den Namen MY_VARNAME und einer anderen Variablen den Namen MY_VAR zuordnen.
  • Erstellen Sie keine Variablen, die mit Daten in Ihrem Befehl, in JCL-Dateien oder generierter JCL übereinstimmen können, die nicht ersetzt werden sollten. Im folgenden Szenario könnte beispielsweise ein Wert ersetzt werden, der nicht ersetzt werden sollte:
    1. Sie definieren die Variable ADDR und ordnen dieser Variablen den Wert 01AE zu.
    2. Sie verwenden die Variable im folgenden Befehl:
      ANALYZE UNITADDRESS(ADDR) SCAN
    3. Durch die automatische Ersetzung der Variablen ADDR wird der folgende Befehl generiert. Der generierte Befehl enthält eine Modifikation des Parameters UNITADDRESS, die unerwünschte Auswirkungen haben kann:
      ANALYZE UNIT01AEESS(01AE) SCAN
    Auch DISP ist ein Variablenname, dessen Verwendung nicht empfohlen wird, weil diese Zeichenfolge in einer JCL-DD-Anweisung vorkommen kann, in der sie nicht ersetzt werden sollte.
  • Das Produkt stellt generische Attributnamen, wie beispielsweise *DSN und *ROWNUMBER bereit.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Daten anzeigen, um Inhalt und Umfang der Substitutionsvariablen anzuzeigen, die Sie auf der Registerkarte Optionen definiert haben.

Ausführung von Befehlen, wenn Substitutionsvariablen definiert werden

Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte können im Bereich 'Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte bei der Ausführung' des Dialogfensters angegeben werden. In Abhängigkeit von Ihren Einstellungen setzt die Aktionsanforderung den Befehl ein oder mehrere Male wie folgt ab:
Anzahl der im Arbeitsbereich ausgewählten Zeilen Sind auf der Registerkarte Befehl Substitutionsvariablen definiert? Ausführung des Befehls
Eine Ja oder Nein Ein Mal für das ausgewählte Element
Mehrere Ja Mehrmals; ein Mal für jedes ausgewählte Element
Eine oder mehrere Gruppen Ja. Gruppenattribut ist angegeben. Einmal für jede Datenträger- oder Datensatzressource in jeder ausgewählten Gruppe.

Beispiele für Substitutionsvariablen

Das folgende Beispiel zeigt typische Substitutionsvariablen für einen Befehl, der von Storage Toolkit abgesetzt wird. In den Dialogfenstern des Toolkits wird eine ähnliche, zweispaltige Tabelle angezeigt.
Befehlsvariable1 Attribut oder Zeichenfolge2
%dsname% ENTRYNAME
my-volser VOLUME
%job-name% "USER01A"
%sysout-class% "X"
%rownum% *ROWNUMBER
%user-account% *USERID
  1. Die Überschrift für diese Spalte lautet Variable, wenn im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' Substitutionsvariablen für einen Batch-Job definiert werden. Der Abschnitt Informationen zur Spalte 'Befehlsvariable' (oder 'Variable') enthält weitere Informationen hierzu.
  2. Sie können Text eingeben oder die Einträge in der Spalte 'Attribut oder Zeichenfolge' mithilfe eines Dropdown-Menüs auswählen. Der Abschnitt Informationen zur Spalte 'Attribut oder Zeichenfolge' enthält weitere Informationen hierzu.

Informationen zur Spalte 'Befehlsvariable' (oder 'Variable')

Ein Beispiel für die Spalte Befehlsvariable (bzw. Variable) für Substitutionsvariablen ist im Abschnitt Beispiele für Substitutionsvariablen enthalten. Diese Beispiele geben die Namen der Substitutionsvariablen wieder, die in benutzerdefinierter JCL enthalten sein können. Für die Einträge in der Spalte Befehlsvariable gelten die folgenden Richtlinien und Merkmale:
  • Zeichenfolgen können aus bis zu 64 Zeichen bestehen und die folgenden Zeichen umfassen: [a-zA-Z0-9_.%-]. Erfolgt die Verarbeitung durch den Mainframe-Agenten muss die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet werden.
  • Das Et-Zeichen (&) wird für Substitutionsvariablen nicht unterstützt, da es zu Verwechslungen mit anderen Et-Zeichen in der JCL kommen könnte.
  • Variablennamen dürfen keine Unterzeichenfolgen von anderen Substitutionsvariablen sein. Beispiel: my_dsn und my_dsname dürfen nicht als Substitutionsvariablen verwendet werden.
  • Erstellen Sie keine Variablen, die mit Daten in Ihrem Befehl, in JCL-Dateien oder generierter JCL übereinstimmen können, die nicht ersetzt werden sollten. Beispiel: DISP wird als Name einer Substitutionsvariablen nicht empfohlen, weil diese Zeichenfolge in einer JCL-DD-Anweisung vorkommen kann, in der sie nicht ersetzt werden sollte.

Informationen zur Spalte 'Attribut oder Zeichenfolge'

Der Abschnitt Beispiele für Substitutionsvariablen enthält ein Beispiel für die Spalte Attribut oder Zeichenfolge für Substitutionsvariablen. In den meisten Fällen werden die Werte für Substitutionsvariablen Datenspalten des Arbeitsbereichs entnommen, aus dem die Aktionsanforderung des Toolkits ursprünglich stammt. Verwenden Sie die Dropdown-Liste in der Spalte Attribut oder Zeichenfolge, um einen Wert auszuwählen. Dieser Wert wird als Quellenwert für die entsprechende Substitutionsvariable verwendet.

Das Toolkit erkennt die Einträge, die für die Zeile zur Verfügung stehen, die Sie vor Aufruf eines Storage Toolkit-Dialogfensters in einem Arbeitsbereich ausgewählt haben. Für die Einträge in der Spalte 'Attribut oder Zeichenfolge' gelten die folgenden Richtlinien und Merkmale (siehe hierzu Beispiele für Substitutionsvariablen):
  • ENTRYNAME: In diesem Beispiel hat der Benutzer als Variablenwert das Tabellenattribut ENTRYNAME aus einem Listenfenster ausgewählt.
  • USER01A: In diesem Beispiel hat der Benutzer einen Literalnamen (USER01A) eingegeben, der der Variablen %job-name% entspricht.
  • %job-name%, %sysout-class%: In diese Spalte können anstelle von Attributnamen Literalzeichenfolgen eingegeben werden. Der Text kann Elemente in der JCL referenzieren, die sich nicht auf die zu Grunde liegende Tabelle beziehen, z. B. %job-name%, %sysout-class% usw. Das Toolkit behandelt einen in einfache oder doppelte Anführungszeichen eingeschlossenen Wert als Literalzeichenfolge und nicht als Name einer Tabellenspalte. Im Batch-Job oder Befehl wird ein einziges Vorkommen dieser Zeichenfolge verwendet.
  • *ROWNUMBER: In diesem Beispiel hat der Benutzer aus dem Dropdown-Menü den Wert *ROWNUMBER ausgewählt, der der Variablen %rownum% entspricht. Durch diese Einstellung wird eine variable Anzahl von Zeilen für die JCL generiert. Das Toolkit generiert ganze Zahlen von 1 bis zur Gesamtzahl der Datenzeilen, die aus der zu Grunde liegenden Tabelle übergeben werden. Beispiel: Bei der Erstellung oder erneuten Übergabe einer Aktionsanforderung wählen Sie drei Zeilen aus einer Arbeitsbereichssicht aus. In diesem Fall werden die Werte 1, 2 und 3 generiert.
  • *USERID: In diesem Beispiel hat der Benutzer aus dem Dropdown-Menü den Wert *USERID ausgewählt, der der Variablen %user-account% entspricht. Dieser Wert wird durch ein einziges Vorkommen des Benutzerkontonamens ersetzt, der momentan in Tivoli Enterprise Portal aktiv ist.
  • Beim Definieren von Batch-Jobs im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' müssen die folgenden Punkte beachtet werden.
    • Wenn das Ziel des Toolkits ein Member eines partitionierten oder eines bereits vorhandenen sequenziellen Datensatzes ist, durchsucht das Toolkit diese Datei nach Zeichenfolgen, die der folgenden Namenskonvention entsprechen: %name%, wobei name der Name der Substitutionsvariablen ist. Das Toolkit füllt das Dialogfenster mit jeder entsprechenden Variablen für %name%.
    • Die Ersetzung von Werten für Variablen in der JCL kann zur Generierung von Zeilen führen, die mehr als 72 Zeichen enthalten. In einem solchen Fall schlägt die Ausführung der Aktionsanforderung fehl. Im Arbeitsbereich mit der Ergebniszusammenfassung wird der Status Ungültige JCL angezeigt.
    • Die Ersetzung von Werten für Variablen in anderen Datensätzen, für die eine Variablensubstitution erforderlich ist, kann zur Generierung von Zeilen führen, die mehr als 80 Zeichen enthalten. In einem solchen Fall schlägt die Ausführung der Aktionsanforderung fehl. Der Status InvalidJCL wird im Arbeitsbereich 'Zusammenfassung der Aktionsergebnisse' angezeigt.
    • Wenn der Batch-Job fertig konfiguriert ist, klicken Sie im Dialogfeld 'Batch-Job erstellen' auf OK. Die von Ihnen bereitgestellte JCL-Datei und alle weiteren Dateien, die Substitutionsvariablen enthalten, werden dann in temporäre Dateien kopiert. Diese temporären Dateien werden bei der Übergabe der Batch-Job-JCL verwendet. Das Toolkit nimmt keine Änderungen an den Originaldateien vor, da diese Dateien möglicherweise zur selben Zeit auch von anderen Benutzern referenziert werden.