Dialogfenster 'Batch-Job erstellen'

Dieses Dialogfenster wird verwendet, um benutzerdefinierte JCL zu übergeben. Diese Aktionsanforderung ist ein flexibleres Äquivalent zu den im Produkt bereitgestellten Toolkit-Befehlen.

Die Registerkarte 'Optionen' in diesem Dialogfenster enthält die im Folgenden beschriebenen Felder. Storage Toolkit - Einschränkungen und Hinweise enthält hilfreiche Informationen zur Verwendung dieses Dialogfensters.

Die Standardfunktionen eines Dialogfensters werden im Abschnitt Standardmäßige Registerkarten in den Dialogfenstern von Storage Toolkit beschrieben. Der Abschnitt enthält einen Link zu den Referenzhandbüchern für Befehle, die im Storage Toolkit verwendet werden.

Vergleichen Sie hierzu Konventionen für JCL-Dateien, die mit Storage Toolkit verwendet werden. Informationen zu den Berechtigungen, die für die Aktionsanforderungen in Storage Toolkit erforderlich sind, finden Sie außerdem im Abschnitt Authentifizierung und Berechtigung für die Ausführung von Storage Toolkit-Befehlen.
  • Vollständig qualifizierter Mainframe-Datensatz, der die Batch-JCL enthält: Gibt den Datensatz an, der den Batch-Job enthält. Der Datensatz muss ein sequenzieller Datensatz oder ein Member eines partitionierten Datensatzes (Partitioned Data Set - PDS) sein. Die Länge des logischen Satzes für den Datensatz muss 80 betragen und der Datensatz muss eine feste Länge aufweisen. Klicken Sie auf die Schaltfläche JCL bearbeiten, um den Datensatz zu bearbeiten oder zu erstellen. Daraufhin wird das Dialogfenster 'Datensatz bearbeiten' angezeigt.
    Anmerkung: Die verwendete Benutzer-ID für Tivoli Enterprise Portal muss im Mainframesystem berechtigt sein, damit Sie auf den Datensatz zugreifen können. Ist die Benutzer-ID nicht berechtigt, wird eine Fehlernachricht angezeigt, wenn Sie auf JCL bearbeiten klicken. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Authentifizierung und Berechtigung für die Ausführung von Storage Toolkit-Befehlen.
  • Substitutionsvariablen und ihre Ersetzungswerte bei der Ausführung: Ersetzungswerte, die bei der Ausführung verwendet werden sollen. Mithilfe von Ersetzungswerte können Batch-Jobs auf bestimmte Objekte, wie beispielsweise Datensätze oder Datenträger verweisen. Diese Objekte können beispielsweise Werten in den Tabellenzeilen entsprechen, die Sie vor dem Öffnen dieses Dialogfensters ausgewählt haben.
    In der Spalte Variable können Sie einen eindeutigen Namen für jede im Datensatz enthaltene Substitutionsvariable eingeben. In den Zellen der Spalte Attribut oder Zeichenfolge können Sie eine Auswahl aus den verfügbaren Namen vornehmen. Diese Namen stellen Attribute aus den Tabellenzeilen dar, die Sie vor dem Aufrufen des Dialogfensters 'Batch-Job erstellen' in einem Arbeitsbereich ausgewählt haben. Alternativ hierzu können Sie in den Zellen auch manuell Werte eingeben. Sie können beispielsweise Werte wie den Jobnamen, die Klasse der Systemausgabe (sysout) oder andere Werte eingeben, die in der Arbeitsbereichstabelle, in der Sie Zeilen auswählen, nicht vorhanden sind.
    Tipp: Verwenden Sie für die Substitutionsvariablen im JCL-Datensatz die Konvention der Schreibweise mit Prozentzeichen (%name%). Auf diese Weise findet das Dialogfenster die JCL-Substitutionsvariablen automatisch und listet sie auf.

    Richtlinien für die Verwendung von Substitutionsvariablen finden Sie im Abschnitt Standardmäßige Substitutionsvariablen in Storage Toolkit.

  • Dateien, deren Inhalt zum späteren Anzeigen kopiert werden sollen: Gibt die DD-Namen und Datensätze an, die als Aufzeichnung der Ergebnisse des Batch-Jobs gespeichert werden sollen. Die Dateien können im Arbeitsbereich 'Ergebnisdetails von Storage Toolkit' angezeigt werden.
    Geben Sie in der Spalte Schrittname den Namen des Schritts an dessen Daten gespeichert werden sollen. Geben Sie in der Spalte Vollständig qualifizierter Datensatz- oder DD-Name die sequenziellen Dateien, die Member einer partitionierten Datei oder die DD-Namen an, die kopiert werden sollen. In der folgenden Tabelle werden Mustereinstellungen für diesen Bereich des Dialogfensters dargestellt:
    Tabelle 1. Mustereinstellungen für 'Dateien, deren Inhalt zum späteren Anzeigen kopiert werden sollen'
    Schrittname Datensatz- oder DD-Name
    STEPX USER02.LOG.LISTING
    STEPY SYSPRINT
    Die Angabe in Zeile 1 speichert Daten aus dem Datensatz USER02.LOG.LISTING.
    Die Angabe in Zeile 2 speichert die Datei SYSPRINT in STEPY. Diese Ausgabe wird in der Prüfpunktdatei gespeichert. Dabei gelten die folgenden Einschränkungen.
    • Nur sequenzielle Datensätze oder Member eines PDS (partitionierter Datensatz) werden unterstützt.
    • VSAM-Datensätze werden nicht unterstützt.
    • Datensätze oder Dateien, die nicht druckbare Zeichen (beispielsweise hexadezimalen Code) enthalten, werden im Arbeitsbereich 'Ergebnisdetails von Storage Toolkit' möglicherweise fehlerhaft angezeigt.
    • Ausgabezeilen, die länger als 256 Zeichen sind, werden abgeschnitten.
  • Für den Job benötigte vollständig qualifizierte Datensätze, die auch Substitutionsvariablen enthalten: Gibt die Datensätze an, die sich außerhalb des JCL-Jobdatenstroms befinden. Diese Datensätze sind möglicherweise erforderlich, um Substitutionsvariablen dynamisch bereitstellen, die den für die Ausführung des Batch-Jobs benötigten Objekten (wie beispielsweise Datensätzen und Datenträgern) entsprechen. Diese zusätzlichen Datensätze können sequenzielle Datensätze oder Member von partitionierten Datensätzen sein. Die Länge des logischen Satzes für diese Datensätze muss 80 betragen und die Datensätze müssen eine feste Länge aufweisen.

    Ein IEHLIST-Job kann beispielsweise eine Anweisung SYSIN DD verwenden, die nicht auf eine Steuerkarte innerhalb des Datenstroms, sondern auf einen DASD-Datensatz verweist. Dieser Datensatz kann Substitutionsvariablen enthalten, die während der Ausführung ersetzt werden müssen.

    Verweist die JCL nicht auf Datensätze, die Substitutionsvariablen enthalten, kann dieser Bereich des Dialogfensters leer bleiben.

    Wenn der Zuriff auf Datensätze fehlschlägt, werden möglicherweise die folgenden Rückkehrcodes angezeigt:
    Rückkehrcode Beschreibung
    119 (Datensatzfehler) Der UDS-Server (UDS - User Data Set) ist fehlgeschlagen.
    121 (Berechtigungsfehler) Es wurde versucht, auf einen Datensatz zuzugreifen, für den keine RACF-Berechtigung besteht.
    123 (Datensatzfehler) Der Datensatz ist nicht vorhanden, oder der Datensatz besitzt kein unterstütztes Format oder keine unterstützte Datensatzlänge.
    Möglicherweise wird auch der Rückkehrcode (Status) 117 (Ungültige_JCL) angezeigt. Dieser Status gibt normalerweise an, dass die JCL die Begrenzung von 72 Zeichen überschreitet, wenn die Substitutionsvariablen angewendet werden. Er kann auch auf andere JCL-bezogene Fehler hinweisen, z. B. eine fehlende Jobkarte, oder auf einen anderen Datensatz, für den eine Variablensubstitution erforderlich ist, wenn bei der Anwendung von Substitutionsvariablen die Begrenzung von 80 Zeichen überschritten werden.

    Zusätzliche Nachrichten zu diesen Ergebnissen finden Sie in der Ausgabe des Protokolls RKLVLOG, die Sie unbedingt lesen sollten.

Ist die Konfiguration des Batch-Jobs abgeschlossen, klicken Sie im Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' auf OK. Daraufhin werden die von Ihnen angegebene JCL-Datei und alle Dateien außerhalb dieser JCL-Datei, die Substitutionsvariablen enthalten, in temporäre Dateien kopiert. Diese temporären Dateien werden bei der Übergabe der Batch-Job-JCL verwendet.

Konventionen für JCL-Dateien, die mit Storage Toolkit verwendet werden

Der Datensatz für die JCL, die erstellt oder bearbeitet wird, muss ein sequenzieller Datensatz oder ein Member eines partitionierten Datensatzes (Partitioned Data Set - PDS) sein. Alle mit Storage Toolkit verwendeten JCL-Datensätze müssen bestimmte Konventionen befolgen, damit Tivoli Enterprise Portal bei der Ausführung Datenwerte ersetzen kann. Die folgenden (in Abbildung 1 durch Fettdruck markierten) Elemente sind Substitutionsvariablen, die zum Zeitpunkt der Jobausführung von Storage Toolkit geändert werden:
  • %job-name% (siehe Zeile 000100)
  • %sysout% (siehe Zeile 000100)
  • %my-volser% (siehe Zeile 000800)
  • %dsname% (siehe Zeile 000800)
Abbildung 1. Variable Elemente für JCL-Dateien, die mit Storage Toolkit verwendet werden
****** ***************************** Top of Data ******************************
000100 //%job-name% JOB (),'DHODS',REGION=4M,MSGCLASS=%sysout%,NOTIFY=&SYSUID, 
000200 //         CLASS=A
000300 //* ------------------------------------------------------------------- 
000400 //LISTVTOC EXEC PGM=IEHLIST                                             
000500 //SYSPRINT DD SYSOUT=*                                                  
000600 //SYSIN    DD *                                                         
000700 )DOT                                                                    
000800   LISTVTOC DUMP,VOL=3390=%my-volser%,DSNAME=(%dsname%)                  
000900 )ENDDOT
001000 /*                                                                      
001100 //                                                                      
****** **************************** Bottom of Data ****************************
Tipp: Verwenden Sie für die Substitutionsvariablen im JCL-Datensatz die Konvention der Schreibweise mit Prozentzeichen (%name%). Auf diese Weise findet das Dialogfenster die JCL-Substitutionsvariablen automatisch und listet sie auf.
Die Zeilen )DOT und )ENDDOT in Abbildung 1 geben den Beginn und das Ende der Tabellenverarbeitung an. Die JCL-Zeilen zwischen den Zeilen )DOT und )ENDDOT werden für jede Tabellenzeile, die zum Zeitpunkt der JCL-Ausführung an den Mainframeagenten übergeben wird, wiederholt. Im Allgemeinen enthalten diese Zeilen Substitutionsvariablen, die während der Ausführung durch neue Werte ersetzt werden. Die Ausgabe für die folgenden JCL-Zeilen SYSIN kann beispielsweise aussehen, wie der folgende Ausschnitt:
000600 //SYSIN    DD *                                                         
000700   LISTVTOC DUMP,VOL=3390=TSO201,DSNAME=(SYS2.USER.CLIST)                    
000800   LISTVTOC DUMP,VOL=3390=TSO202,DSNAME=(SYS2.USER.PROCLIB)                    
000900   LISTVTOC DUMP,VOL=3390=MVSA12,DSNAME=(SYS2.PROD.LOADLIB)                    
001000 /*