Storage Toolkit verwenden

In diesem Abschnitt wird die allgemeine Vorgehensweise bei der Verwendung von Storage Toolkit und ein typisches Szenario für die Verwendung des Toolkits beschrieben.

Szenario für die Verwendung von Storage Toolkit

Storage Toolkit ermöglicht das folgende Szenario:

Phase 1: Sie erstellen eine Situation, die den verfügbaren freien Speicherbereich in Ihren Speichergruppen überwacht. Sobald die Situation ausgelöst wird, wollen Sie herausfinden, welche Ressourcen betroffen sind, und entsprechende Aktionen ausführen. Insbesondere wollen Sie herausfinden, welche Aktionen für die Datensätze mit dem größten nicht verwendeten Speicherbereich ausgeführt werden können.
Phase 2: Sie arbeiten mit Tivoli Enterprise Portal, anstatt auf das z/OS-System zuzugreifen und für jede Ressource einen manuellen Prozess auszuführen:
  1. Navigieren Sie zu einem entsprechenden Arbeitsbereich für das Produkt (wie beispielsweise zum Arbeitsbereich 'Größte Datensätze in SMS-Klasse'), und sortieren Sie die Einträge nach nicht verwendeten Spuren.
  2. Wählen Sie Datensätze aus, die migriert werden können.
    Anmerkung: Zusätzlich zum Migrationsbefehl stellt Storage Toolkit weitere Befehle bereit, die im Abschnitt Menüs und Dialogfenster in Storage Toolkit aufgelistet sind. Ferner können Sie benutzerdefinierte JCL-Datenströme übergeben und Mainframebefehle absetzen, die in den Dialogfenstern des Produkts nicht verfügbar sind.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die ausgewählten Datensätze und wählen Sie im Kontextmenü die Option Datensatzaktionen > Migrieren aus.
  4. Verwenden Sie die Dialogfenster von Storage Toolkit (auf die Sie über ein Menü, das durch Klicken mit der rechten Maustaste aufgerufen wird, zugreifen können), um DFSMShsm-Migrationsbefehle für alle ausgewählten Datensätze auszugeben. Der in einem einzelnen Dialogfenster ausgewählte DFSMShsm-Migrationsbefehl wird für jeden ausgewählten Datensatz abgesetzt.
  5. Zeigen Sie die Ergebnisse der Migrationsbefehle in einem der Arbeitsbereiche von Storage Toolkit an.

Vorgehensweise bei der Verwendung von Aktionen in Storage Toolkit

Anhand der folgenden Schritte wird die allgemeine Vorgehensweise zur Verwendung der Aktionen von Storage Toolkit beschrieben. Welche Optionen in den Kontextmenüs angezeigt werden, hängt von den Ressourcen ab, die Sie in einer Arbeitsbereichssicht in Tivoli Enterprise Portal auswählen. Wenn Sie beispielsweise in einer Arbeitsbereichssicht Datensätze ausgewählt haben, wird die Option Datensatzaktionen im Kontextmenü angezeigt.

  1. Wählen Sie mindestens eine Zeile aus einer Sicht in einem Arbeitsbereich aus. Die Zeilen entsprechen Ressourcen wie Datenträgern und Datensätzen auf z/OS-Systemen.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Zeilen. Daraufhin wird ein Kontextmenü angezeigt, in dem Sie eine entsprechende Option auswählen können. In den folgenden Beispielschritten wird beschrieben, wie Sie das entsprechende Storage Toolkit-Dialogfenster aufrufen, wenn Sie in einer Arbeitsbereichssicht Datensätze auswählen und mit der rechten Maustaste in die Zeilen klicken:
    1. Wählen Sie im Kontextmenü die Option Datensatzaktionen aus, um das Untermenü zu öffnen.
    2. Wählen Sie im Untermenü eine entsprechende Datensatzaktion aus, wie z. B. Sichern. Daraufhin wird das entsprechende Dialogfenster angezeigt.
    Das Menü zeigt andere Optionen an, wenn Sie mit anderen Ressourcentypen wie z. B. Datenträgern arbeiten. In den meisten Fällen kann die Aktion gleichzeitig für mehrere in Schritt 1 ausgewählte Ressourcen ausgeführt werden.
  3. Nehmen Sie im Dialogfenster eine Auswahl vor, um den Befehl zu konfigurieren, der abgesetzt werden soll. Diese Auswahl wird automatisch in eine für die Mainframeumgebung gültige Befehlssyntax umgewandelt. Im Abschnitt Menüs und Dialogfenster in Storage Toolkit finden Sie Links zu Beschreibungen aller verfügbaren Dialogfenster.

Aktionsanforderungen wiederverwenden

Storage Toolkit stellt drei Methoden für die Wiederverwendung von Aktionen bereit. Vor Auswahl einer dieser Methoden sollten Sie sich darüber klar werden, ob Sie bei der erneuten Ausführung der Aktion dieselben oder andere Ressourcen verwenden möchten.

Bei der Wiederverwendung einer Aktion wird die erneute Ausführung im Rahmen Ihres Sicherheitskontexts auf dem z/OS-System verarbeitet. In den folgenden Beschreibungen wird davon ausgegangen, dass Sie für die Ressourcen und Befehle im Zusammenhang mit der Wiederverwendungsaktion berechtigt sind.
Methode 1: Eine vorhandende Aktion mit denselben Ressourcen wiederverwenden
  1. Navigieren Sie zum Arbeitsbereich 'Aktionsanforderungen von Storage Toolkit', der über den Navigatorknoten für Storage Toolkit zur Verfügung steht.
  2. Klicken Sie in der Sicht 'Aktionsanforderung' mit der rechten Maustaste auf die Aktion, die wiederverwendet werden soll, und wählen Sie im Kontextmenü Anforderung übergeben aus. Daraufhin wird das Dialogfenster für die ausgewählte Aktion angezeigt.
  3. Nehmen Sie nach Bedarf Änderungen an den Einstellungen vor, mit deren Hilfe die Ausführung der Anforderung gesteuert wird.
  4. Klicken Sie auf OK. Die ausgewählte Aktionsanforderung wird auf dem z/OS-System übergeben, mit dem Sie verbunden sind, und dieselbe Gruppe von Ressourcen ist von der Aktion betroffen. Wenn die ausgewählte Aktionsanforderung Gruppen zugeordnet ist, sind die aktuellen Datenträger- oder Datensatzressourcen im selben Gruppensatz von der Aktion betroffen.
Methode 2: Eine vorhandende Aktion mit denselben oder anderen Ressourcen wiederverwenden
  1. Wählen Sie mindestens eine Zeile aus einer Sicht in einem Arbeitsbereich aus.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Zeilen und wählen Sie im Kontextmenü Befehl oder Job übergeben aus. Wählen Sie im Dialogfenster 'Befehl oder Job übergeben' die Aktion aus, die wiederverwendet werden soll. Daraufhin wird das Dialogfenster für die ausgewählte Aktion angezeigt.
  3. Nehmen Sie nach Bedarf Änderungen an den Einstellungen vor. Wenn die Aktion unter Verwendung der in Schritt 1 ausgewählten Zeilen wiederverwendet werden soll, darf die Option Standarddaten der Anforderung verwenden auf der Registerkarte 'Allgemein' nicht ausgewählt sein. Wenn die Aktion unter Verwendung der Ressourcen wiederverwendet werden soll, die bei der ursprünglichen Ausführung der Aktion verwendet wurden, muss die Option Standarddaten der Anforderung verwenden ausgewählt werden.
  4. Klicken Sie auf OK. Die Aktionsanforderung wird auf dem z/OS-System übergeben, mit dem Sie verbunden sind. Welche Ressourcen betroffen sind, hängt von der Einstellung der Option Standarddaten der Anforderung verwenden ab. Wenn die Option Standarddaten der Anforderung verwenden ausgewählt ist und die Aktion ursprünglich für einen Gruppensatz ausgeführt wurde, sind darüber hinaus die aktuellen Datenträger- oder Datensatzressourcen im selben Gruppensatz von der Aktion betroffen.
Methode 3: Bestimmte Ausführung einer Aktion wiederverwenden
Wenn Sie eine bestimmte Ausführung einer Aktion wiederholen, werden dieselben Ressourcen verwendet, die der ausgewählten Ausführung zugeordnet sind.
  1. Navigieren Sie zum Arbeitsbereich 'Aktionsanforderungen von Storage Toolkit', der über den Navigatorknoten für Storage Toolkit zur Verfügung steht.
  2. Suchen Sie die Aktion, die wiederverwendet werden soll, und rufen Sie den Arbeitsbereich 'Ergebniszusammenfassung von Storage Toolkit' auf.
  3. Klicken Sie in der Sicht 'Zusammenfassung der Aktionsergebnisse' mit der rechten Maustaste auf ein bestimmtes Ergebnis, das wiederverwendet werden soll, und wählen Sie im Kontextmenü Anforderung übergeben aus. Daraufhin wird das Dialogfenster für die ausgewählte Aktion angezeigt.
  4. Nehmen Sie nach Bedarf Änderungen an den Einstellungen vor.
  5. Klicken Sie auf OK. Die ausgewählte Aktionsanforderung wird auf dem z/OS-System übergeben, mit dem Sie verbunden sind. Dieselbe Gruppe von Ressourcen, die auch von der ausgewählten Ausführung verwendet wird, ist von der Aktion betroffen. Wenn die ausgewählte Ausführung Gruppen zugeordnet ist, sind die aktuellen Datenträger- oder Datensatzressourcen im selben Gruppensatz von der Aktion betroffen.

Aktionsanforderungen in erstellten Arbeitsbereichen

Bei der Erstellung einer neuen Arbeitsbereichssicht stehen die Aktionsmenüs von Storage Toolkit zur Verfügung, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
  • Ihr Arbeitsbereich verwendet eine der mit dem Produkt gelieferten Abfragen.

    UND

  • Der Abfrage war ursprünglich ein Aktionsmenü von Storage Toolkit zugeordnet. Diese Menüoptionen sind im Abschnitt Menüs und Dialogfenster in Storage Toolkit aufgelistet.

Informationen zu Ergebnissen von Aktionsanforderungen

Das Ergebnis von Aktionsanforderungen kann die Ausgabe von einem oder mehreren Schritten oder einer oder mehreren Positionen enthalten. Daher identifizieren die Attribute Schrittname und Datensatz- oder DD-Name die Quelle der Details.
  • Wenn Sie einen Befehl über einen Befehlsdialog ausführen oder den Befehl im Dialogfenster 'Befehl absetzen' starten, werden die Werte für Schrittname und Datensatz- oder DD-Name von Storage Toolkit vordefiniert.
    Befehlstyp Schrittname Datensatz- oder DD-Name
    DFSMSdss KS3DSS1 SYSPRINT
    DFSMShsm KS3HSM1 KS3OUT
    IDCAMS KS3AMS1 SYSPRINT
    ICKDSF KS3DSF1 SYSPRINT
    DFSMSrmm KS3RMM1 KS3OUT
    TSO KS3TSO1 KS3OUT
  • Wenn Sie eine JCL über das Dialogfenster 'Batch-Job erstellen' erstellen, reflektieren die Werte für Schrittname und Datensatz- oder DD-Name die Werte, die im Feld Dateien, deren Inhalt zum späteren Anzeigen kopiert werden sollen auf der Registerkarte Optionen angegeben wurden.
  • Wenn Sie die Option JCL und JES-Protokolle zur späteren Anzeige kopieren auf der Registerkarte JCL auswählen, werden die Werte für Schrittname von Storage Toolkit vordefiniert. Die Werte für Datensatz- oder DD-Name bleiben in diesem Fall leer.
    Schrittname Beschreibung
    *JCL Die übergebene JCL
    *JESMSGLG Der Inhalt des Protokolls JESMSGLG
    *JESJCL Der Inhalt des Protokolls JESJCL
    *JESYSMSG Der Inhalt des Protokolls JESYSMSG
Für Mainframe-Befehle wird keine Ausgabe zurückgegeben, da die Ausführung des Befehls nicht mit der Ausführung des Batch-Jobs synchronisiert ist. Weitere mögliche Ursachen dafür, dass keine Ausgabe zurückgegeben wird:
  • Der ausgeführte Befehl gibt keine Ausgabe zurück.
  • Eine Datei oder ein Protokoll, die bzw. das zum späteren Anzeigen kopiert wird, ist leer.
  • Sie haben für die Option Maximale Anzahl Ausgabezeilen den Wert 0 angegeben.
  • Die Ausgabe ist nicht verfügbar oder Storage Toolkit kann die Ausgabe nicht erfassen.
In manchen Fällen kann die Befehlsausgabe auch mithilfe einer anderen Methode zur Befehlsausführung erfasst werden. Wenn Sie beispielsweise das Dialogfenster 'Befehl absetzen' zur Ausführung des DFSMShsm-Befehls LIST verwenden, kann Storage Toolkit die Ausgabe nicht erfassen. Wenn Sie jedoch eine JCL schreiben, die den Befehl LIST mithilfe von HSENDCMD WAIT absetzt, wird die Ausgabe in einen Datensatz weitergeleitet. Dann können Sie diese JCL unter Verwendung des Dialogfensters 'Batch-Job erstellen' ausführen und veranlassen, dass der Datensatz zum späteren Anzeigen kopiert wird.

Ausführung von Aktionsanforderungen überprüfen

Möglicherweise müssen Sie den Status einer Toolkit-Aktionsanforderung zwischen dem Zeitpunkt, zu dem Sie im Toolkit-Dialogfenster auf OK klicken und dem Zeitpunkt, zu dem die Ausführung des Jobs in der Mainframeumgebung abgeschlossen wird, überprüfen. Möglicherweise ist nicht klar, ob die Ausführung des Jobs längere Zeit in Anspruch nimmt oder fehlgeschlagen ist. Der Status kann in beiden Fällen Wird ausgeführt lauten. Im folgenden Szenario wird beschrieben, wie Sie in diesen Fällen vorgehen können:
Bedingungen des Szenarios Mögliche Maßnahmen
In Tivoli Enterprise Portal wird eine Anforderung festgestellt, die im Status Wird ausgeführt verbleibt, ohne beendet zu werden. Überprüfen Sie den Status des Batch-Jobs im z/OS-System.
Problemszenario 1: Der Batch-Job ist aufgrund eines JCL-Fehlers fehlgeschlagen. Beenden Sie die Anforderung in Tivoli Enterprise Portal. Durch diese Aktion werden der Thread und die aufgerufenen Ressourcen freigegeben.

(Optional) Beheben Sie den JCL-Fehler und wiederholen Sie die Anforderung.

Problemszenario 2: Der Batch-Job benötigt zur Ausführung mehr Zeit.
  • Erhöhen Sie unter Umständen die Priorität des Jobs.
  • Nehmen Sie eventuell eine Anpassung der Zeiten vor, in denen der Job ausgeführt werden darf, wenn die Ausführung des Jobs in Zeiten geringer Systemauslastung erfolgt.