Die Auswirkungen des Klimawandels werden von Tag zu Tag greifbarer. Als Ergebnis beschleunigt die Energiebranche ihre Bemühungen zur Reduzierung der Umweltbelastung. Dazu benötigt sie Hilfe, um sich ein klareres Bild davon zu machen, wo sie auf der Roadmap zur Emissionsreduzierung steht, und um ihre Verbesserungsmöglichkeiten besser zu verstehen. Hier kann der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und Datenanalyse helfen.
Um Dienstprogramme zu unterstützen, hat IBM in Zusammenarbeit mit dem American Productivity & Quality Center (APQC) das Clean Electrification Maturity Model (CEMM) entwickelt. Das CEMM basiert auf 14 Jahren Entwicklung und dem Input von Experten der Elektrizitätswirtschaft und bietet eine Reihe von Benchmarks, die Energieversorgungsunternehmen dabei helfen, den Reifegrad ihrer Fähigkeiten zur sauberen Elektrifizierung zu messen, Prioritäten für die Transformation festzulegen und ihre Fortschritte dabei zu verfolgen.
Die Ergebnisse des ersten globalen CEMM-Benchmarks von 90 Übertragungs- und Verteilungsunternehmen zeichnen ein aufschlussreiches Bild von der Rolle, die Technologie bei dieser entscheidenden Transformation spielen kann. Unternehmen, die KI und Datenanalysen nutzen, können saubere Energie auch insgesamt rentabler machen, indem sie ihre Kostenwettbewerbsfähigkeit gegenüber traditionellen Energiequellen erhöhen.
Im Durchschnitt räumen 3,3-mal so viele der etabliertesten Energieversorgungsunternehmen der Forschung im Bereich Energieausgleich und Energiehandel Priorität ein. Diese Forschung kann liquidere Märkte und niedrigere Energiepreise für Kunden ermöglichen. Durch die Einführung von KI in die Erzeugung, Übertragung und Verteilung erneuerbarer Energien können Versorgungsunternehmen Wetterbedingungen besser im Voraus vorhersagen und so bessere Einblicke in die Leistung von Solar- und Windparks erhalten.
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KI kann auch der Kundenbetreuung zugute kommen und Ressourcen für Innovationen in anderen Geschäftsbereichen freisetzen. Die ausgereiftesten Versorgungsunternehmen nutzten mit mehr als vierfacher Wahrscheinlichkeit Plattformen für Customer Experience, darunter KI-gestützte Chatbots und Analysen. Letztere können auch dazu beitragen, die Effizienz zu steigern, indem sie den Energieverbrauch der Endverbraucher senken. Mithilfe automatisierter Berichte können Kunden ihren Energieverbrauch besser verstehen und Maßnahmen ergreifen, um ihren Stromverbrauch während der Spitzenzeiten zu reduzieren.
Trotz dieser Fortschritte hat die Branche noch viel Nachholbedarf, um ihre Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen. Laut der CEMM-Studie erreichten die 25 % der Übertragungs- und Verteilungsunternehmen mit dem höchsten Reifegrad in allen Bereichen insgesamt nur eine bescheidene Gesamtpunktzahl von 2,2 von 5 Punkten. Die durchschnittliche Laufzeit aller Übertragungs- und Verteilungsunternehmen lag bei 1,6. Technologischer Reifegrad hat enormes Verbesserungspotenzial; hier schnitt das ausgereifteste Segment nur unwesentlich besser ab als die untersten 75% und fiel in die niedrigste Entwicklungskategorie.
Der weltweite Strombedarf steigt weiter. Versorgungsunternehmen müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um ihre Strategien neu auszurichten und intelligente, datengesteuerte Prozesse für Veränderungen zu implementieren. Indem sie die Erfolge von Branchenführern nachahmen und die neuesten bewährten KI-fähigen Technologien einführen, können Versorgungsunternehmen einen großen Schritt in Richtung ihrer eigenen Emissionsziele machen und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Planeten verringern.