Wenn Sie im Bereich Data Science oder Analyse arbeiten, kennen Sie wahrscheinlich die Debatte zwischen Python und R. Obwohl beide Sprachen die Zukunft zum Leben erwecken – durch künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und datengesteuerte Innovation – gibt es Stärken und Schwächen, die dabei eine Rolle spielen.
In vielerlei Hinsicht sind sich die beiden Open-Source-Sprachen sehr ähnlich. Beide Sprachen können kostenlos heruntergeladen werden und eignen sich hervorragend für Aufgaben im Bereich Data Science – von der Datenmanipulation und -automatisierung bis hin zur Geschäftsanalyse und Big-Data-Exploration. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Python eine universell einsetzbare Programmiersprache ist, während R seine Wurzeln in der statistischen Analyse hat. Immer häufiger geht es nicht mehr darum, welche Sprache man wählen soll, sondern darum, wie man beide Programmiersprachen optimal für den jeweiligen Anwendungsfall nutzen kann.
Python ist eine vielseitig einsetzbare, objektorientierte Programmiersprache, welche die Lesbarkeit des Codes durch die großzügige Verwendung von Leerzeichen betont. Python wurde 1989 veröffentlicht, ist leicht zu erlernen und bei Programmierern und Entwicklern sehr beliebt. Python ist sogar eine der beliebtesten Programmiersprachen der Welt, direkt hinter Java und C.
Mehrere Python-Bibliotheken unterstützen Data Science-Aufgaben, darunter die folgenden:
Darüber hinaus eignet sich Python besonders gut für die Bereitstellung maschinellen Lernens im großen Maßstab. Die Suite spezialisierter Bibliotheken für Deep Learning und maschinelles Lernen umfasst Tools wie Scikit-Learn, Keras und TensorFlow, die es Data Scientists ermöglichen, ausgeklügelte Datenmodelle zu entwickeln, die direkt in ein Produktionssystem integriert werden können. Jupyter Notebook ist eine Open-Source-Webanwendung, mit der sich Dokumente, die Ihren Live-Python-Code, Gleichungen, Visualisierungen und Data-Science-Erklärungen enthalten, einfach teilen lassen.
R ist eine Open-Source-Programmiersprache, die für statistische Analysen und Datenvisualisierung optimiert ist. R wurde 1992 entwickelt und verfügt über ein umfangreiches Ökosystem mit komplexen Datenmodellen und eleganten Tools für die Datenberichterstattung. Bei der letzten Zählung waren mehr als 13.000 R-Pakete über das Comprehensive R Archive Network (CRAN) für tiefgehende Analysen verfügbar.
R ist bei Data-Science-Wissenschaftlern und -Forschern beliebt und bietet eine große Auswahl an Bibliotheken und Tools für folgende Bereiche:
R wird häufig in RStudio verwendet, einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) für vereinfachte statistische Analysen, Visualisierungen und Berichterstellungen. Über Shiny können R-Anwendungen direkt und interaktiv im Web genutzt werden.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Sprachen liegt in ihrem Ansatz zur Data Science. Beide Open-Source-Programmiersprachen werden von großen Communitys unterstützt, die ihre Bibliotheken und Tools kontinuierlich erweitern. Während R hauptsächlich für statistische Analysen verwendet wird, bietet Python einen allgemeineren Ansatz für die Datenaufbereitung.
Python ist eine vielseitig einsetzbare Sprache, ähnlich wie C++ und Java, mit einer lesbaren Syntax, die leicht zu erlernen ist. Programmierer verwenden Python, um sich mit Datenanalysen zu befassen oder maschinelles Lernen in skalierbaren Produktionsumgebungen zu nutzen. Beispielsweise könnten Sie Python verwenden, um eine Gesichtserkennung in Ihre mobile API einzubauen oder um eine maschinelle Lernanwendung zu entwickeln.
R hingegen wird von Statistikern entwickelt und lehnt sich stark an statistische Modelle und spezialisierte Analysen an. Data Scientists verwenden R für tiefgreifende statistische Analysen, unterstützt durch nur wenige Codezeilen und schöne Datenvisualisierung. Beispielsweise könnte man R für die Analyse des Kundenverhaltens oder für die Genomforschung verwenden.
Die Wahl der richtigen Sprache hängt von Ihrer Situation ab. Hier sind einige Dinge, die Sie beachten sollten:
Beachten Sie, dass viele Tools, wie z. B. Microsoft Machine Learning Server, sowohl R als auch Python unterstützen. Aus diesem Grund verwenden die meisten Unternehmen eine Kombination aus beiden Sprachen – und die Debatte zwischen R und Python ist vergebens. Tatsächlich können Sie eine frühzeitige Datenanalyse und -exploration in R durchführen und dann zu Python wechseln, wenn es an der Zeit ist, einige Datenprodukte zu liefern.
Für Informatik-Puristen ist Python immer die richtige Programmiersprache für Data Science. Unterdessen hat R seine eigenen Verfechter. Überzeugen Sie sich selbst in Entwickler-Communities wie Stack Overflow. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der Datenanalyse via Python und R erfahren möchten, erkunden Sie die folgenden Learn Hub-Artikel. Es wird außerdem empfohlen, sich die Sprachen des Data Science Tutorials auf dem IBM Developer Hub anzusehen.
Um mehr über die Beschleunigung der Data Science-Entwicklung mit Open-Source-Sprachen und Frameworks zu erfahren, erkunden Sie IBM Watson Studio.