Java ist eine weitverbreitete objektorientierte Programmiersprache und Softwareplattform, die auf Milliarden von Geräten läuft – beispielsweise auf Notebooks, Mobilgeräten, Spielkonsolen, medizinischen Geräte und vielen anderen. Die Regeln und die Syntax von Java orientieren sich an den Sprachen C und C++.
Die Entwicklung von Software mit Java weist einen bedeutenden Vorteil auf: die hohe Portabilität. Wenn Sie einen Code für ein Java-Programm geschrieben haben, das auf einem Notebook laufen soll, ist es sehr einfach, ihn auf ein mobiles Gerät zu übertragen. Als die Sprache 1991 von James Gosling von Sun Microsystems (später von Oracle übernommen) erfunden wurde, lautete sein Hauptziel, Code „einmal schreiben, überall ausführen“ zu können.
Hier ist es wichtig, Java von JavaScript zu unterscheiden, mit dem es aufgrund der ähnlichen Namensgebung gelegentlich verwechselt werden kann. Im Gegensatz zu JavaScript muss Java-Code kompiliert werden. Außerdem läuft JavaScript nur in Webbrowsern, während Java überall ausgeführt werden kann.
Die Welt der Programmierung ist schnelllebig. Neue und verbesserte Softwareentwicklungstools kommen in einem bemerkenswerten Tempo auf den Markt und verdrängen etablierte Produkte, die einst als unverzichtbar galten. Angesichts dieses ständigen Wandels ist die Langlebigkeit von Java beeindruckend: Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Entstehung ist es noch immer die beliebteste Sprache für die Entwicklung von Anwendungssoftware. Entwickler entscheiden sich statistisch gesehen nach wie vor häufiger für Java als für alternative Sprachen wie Python, Ruby, PHP, Swift, C++ und andere. Daher gilt Java noch heute als eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu sein.
IBM® bietet ein einfaches Lernprogramm, das Ihnen die Verwendung von Java zum Erstellen einer skalierbaren Webanwendung mithilfe von Kubernetes und der Java-Plattform beibringt.
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Um besser verstehen zu können, warum sich Java einer anhaltenden Beliebtheit erfreut, sollten wir zunächst Java und seine Bedeutung für die Entwicklung von Unternehmensanwendungen im Detail betrachten.
Java ist eine Technologie, die aus einer Programmiersprache und einer Softwareplattform besteht. Um eine Anwendung mit Java zu erstellen, müssen Sie zunächst das Java Development Kit (JDK) herunterladen, das für Windows, macOS und Linux verfügbar ist. Sie schreiben den Programmcode in der Programmiersprache Java, welcher dann von einem Compiler das Programm in Java-Bytecode umgewandelt wird. Dabei handelt es sich um den Befehlssatz für die Java Virtual Machine (JVM), die Teil der Java Runtime Environment (JRE) ist. Java-Bytecode läuft ohne Änderungen auf jedem System, das JVMs unterstützt, sodass Ihr Java-Code praktisch überall ausgeführt werden kann.
Die Java-Softwareplattform besteht aus der JVM, der Java-API und einer vollständigen Entwicklungsumgebung. Die JVM analysiert den Java-Bytecode und führt ihn aus bzw. interpretiert ihn. Die nächste Komponente, die Java-API, besteht aus einem umfangreichen Satz von Bibliotheken, die grundlegende Objekte, Netz- und Sicherheitsfunktionen, XML-Generierung (Extensible Markup Language) und Web-Services umfassen. Zu guter Letzt bietet die Entwicklungsumgebung zahlreiche spezialisierte Funktionen, die Entwickler zielgerichtet beim Schreiben von Programmcode unterstützen. Zusammen bilden die Java-Sprache und die Java-Softwareplattform eine leistungsstarke, bewährte Technologie für die Entwicklung von Unternehmenssoftware.
Entwickler von Unternehmensanwendungen wissen, was Java ist. Höchstwahrscheinlich haben ihre Unternehmen bereits Tausende oder sogar Millionen Zeilen Produktionscode in Java geschrieben. Vermutlich werden sie auch ein gewisses Maß an Java-Kenntnissen benötigen, um Probleme mit der bestehenden Codebasis beheben und diese warten und aktualisieren zu können.
Es wäre jedoch ein Fehler, Java nur im Kontext traditioneller Anwendungen zu betrachten. Die Java-Sprache bildet das Herzstück des Android-Betriebssystems, das auf dem Großteil der weltweiten genutzten Smartphones läuft. Java ist zudem eine der beliebtesten Sprachen für Machine Learning (maschinelles Lernen) und Data-Science-Anwendungen. Seine Robustheit, Benutzerfreundlichkeit, plattformübergreifenden Fähigkeiten und Sicherheit machen Java zur bevorzugten Sprache für Internetlösungen in vielen Unternehmen.
Die Java-Technologie ist insbesondere ein ideales Framework für die Entwicklung von Webanwendungen, die die Grundlage für digitale Unternehmen in jeder Branche bilden. Java-Anwendungsserver sind Web-Container für Java-Komponenten, XML und Web-Services, die mit Datenbanken interagieren und dynamische Webinhalte bereitstellen. Java-Anwendungsserver bilden eine stabile Bereitstellungsumgebung für Unternehmensanwendungen, die Funktionen wie Transaktionsmanagement, Sicherheit, Clustering, Leistung, Verfügbarkeit, Konnektivität und Skalierbarkeit unterstützen.
Wenn es um die Wahl einer Programmiersprache und -umgebung für Ihre nächste Unternehmensanwendung geht, gibt es gute technische Gründe, Java in Betracht zu ziehen. Dazu gehören seine Interoperabilität, Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit.
Die Kernphilosophie hinter der Entwicklung mit Java – die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Geräten – bleibt das stärkste Argument für die Entscheidung für Java für neue Unternehmensanwendungen. Die objektorientierte Architektur von Java ermöglicht es Ihnen, modulare Programme und wiederverwendbaren Code zu erstellen, was Entwicklungszyklen verkürzt und die Langlebigkeit von Unternehmensanwendungen erhöht.
Auch die Skalierbarkeit der Plattform ist ein Schlüsselattribut von Java. Mit Java können Sie ein einzelnes System für ein breites Spektrum von Anwendungsfällen nutzen. Vorhandene Desktop-Anwendungen können leicht angepasst und so auf kleineren Geräten mit begrenzten Ressourcen ausgeführt werden. Sie können auch Anwendungen vom Mobiltelefon auf den Desktop migrieren, indem Sie Geschäftsanwendungen für die Android-Plattform entwickeln und diese dann in Ihre aktuelle Desktop-Software integrieren, um langwierige und teure Entwicklungszyklen zu umgehen. So entfällt die Komplexität, die durch den parallelen Betrieb mehrerer von Grund auf unterschiedlich entwickelter Anwendungsversionen für verschiedene Plattformen entstehen würde. Neuerungen können bequem mit verhältnismäßig geringen Anpassungen in sämtliche Endgerätsversionen integriert werden. Und nicht zuletzt sorgt die Interoperabilität auch dafür, dass die plattformübergreifende Entwicklung ein deutlich geringeres Arbeitsvolumen erfordert und von kleineren Teams erledigt werden kann, anstatt Unmengen von Spezialisten für die Portierung des Codes in eine andere Programmiersprache aufwenden zu müssen.
Java punktet auch bei strategischen Planern durch die Fähigkeit, sich an neue Anwendungsfälle anzupassen. So gilt Java beispielsweise weithin als eine ideale Plattform für das Internet der Dinge (Internet of Things bzw. IoT). Die typische IoT-Anwendung verbindet eine große Anzahl unterschiedlicher Geräte – eine Aufgabe, die durch die Tatsache, dass auf Milliarden von Geräten Java läuft, erheblich vereinfacht wird. Ohne die plattformübergreifende Natur von Java wäre es teilweise nötig, aufwändige Schnittstellen zu entwickeln, damit die einzelnen Komponenten trotz unterschiedlicher Coding-Grundlage erfolgreich miteinander kommunizieren können. Dadurch würde die Komplexität und somit auch die Fehleranfälligkeit und der Entwicklungsaufwand deutlich zunehmen. Java hingegen wird als Standard auf nahezu jedem IoT-Gerät unterstützt und ermöglicht eine nahtlose Kommunikation. Darüber hinaus entwickelt und teilt das umfassende Ökosystem von Java-Entwicklern regelmäßig neue Bibliotheken mit Funktionen, die speziell auf die Entwicklung von IoT-Anwendungen ausgerichtet sind.
Die technischen Argumente für Java sind überzeugend. Doch die geschäftlichen Gründe, sich für Java zu entscheiden, sind es ebenso: ein großer Talentpool, eine kurze Lernkurve und eine breite Palette an integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs).
Da immer mehr Unternehmen vernetzte Geräte, Algorithmen für Machine Learning und Cloud-Lösungen einsetzen, wächst die Nachfrage nach qualifizierten Entwicklern weiter. Viele Analysten gehen davon aus, dass es in naher Zukunft aufgrund des erhöhten Bedarfs einen Mangel an Programmierern auf Senior-Level geben wird, was es schwieriger macht, neue Software-Initiativen zu besetzen. Die Nachfrage nach Entwicklern mobiler Apps könnte bald das verfügbare Angebot übersteigen. Daher ist es überaus sinnvoll, seine Kenntnisse der Java-Entwicklung zu vertiefen und sich so zahlreiche neue Karrieremöglichkeiten zu erschließen. Wer möglichst bald umfassende Erfahrungen mit Java sammelt, wird voraussichtlich auch in längerer Zukunft weiterhin als qualifizierte Arbeitskraft gefragt sein. Auch für Unternehmen empfiehlt es sich, ihren Mitarbeitern den Zugang zu tiefgreifenden Fortbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, um qualifizierte Fachkräfte zu Experten zu machen.
Trotz dieser Bedenken gibt es nach wie vor eine große Menge an fähigen Java-Entwicklern, die bereits unzählige Projekte zum Erfolg geführt haben – und es kommen konstant neue Experten hinzu. Der große Talentpool an Java-Entwicklern ist ein überzeugender Grund, große Software-Initiativen auf Java zu stützen. Wenn Personalverantwortliche offene Stellen für Java-Entwickler ausschreiben, können sie damit rechnen, viele qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und diese Stellen relativ schnell zu besetzen. Zudem können Manager auf externe Ressourcen in Form von Auftragnehmern zurückgreifen, um das interne Personal für bestimmte Aufgaben zu ergänzen, ohne die Zahl der Mitarbeiter zu erhöhen.
Zusätzlich zu den erfahrenen Entwicklern benötigen große Software-Initiativen auch eine große Anzahl von Junior-Mitarbeitern. Java ist zwar nach wie vor eine beliebte Einführungsprogrammiersprache in den Informatik-Lehrplänen der Universitäten, doch viele Absolventen verfügen nicht über die nötigen Kenntnisse, um vom ersten Tag an produktiv zu sein. Doch das muss nicht so sein: Java ist einfacher zu erlernen und zu beherrschen als viele andere Programmiersprachen, was zu einer kürzeren Lernkurve und einer schnelleren Produktivitätssteigerung führt. Javas große Online-Community aus Entwicklerforen, Tutorials und Benutzergruppen hilft Anfängern, sich schnell auf den neuesten Stand zu bringen und bietet erfahrenen Programmierern effektive, bewährte Problemlösungstools. Daher ist es auch hier sinnvoll, dass Unternehmen in die Qualifikationen ihrer Mitarbeiter investieren, damit diese in kürzester Zeit zu vollwertigen Mitgliedern des Entwicklerteams werden.
Auch über personalbezogene Bedenken bietet Java Vorteile für Unternehmen: Im Bereich Programmierungstools existieren zahlreiche Java-IDEs. Erfahrene Java-Entwickler können schnell auf eine neue Umgebung umsteigen, sodass Entwicklungsmanager die IDE auswählen können, die am besten zu der Art des Projekts, dem Budget, der Entwicklungsmethodik und den Programmierkenntnissen des Teams passt. Viele erfahrene Java-Programmierer halten NetBeans, Eclipse und IntelliJ IDEA für die drei besten IDEs für die Entwicklung von Unternehmensanwendungen. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine schlankere IDE wie DrJava, BlueJ, JCreator oder Eclipse Che die beste Wahl darstellen kann. Projektleiter sollten daher stets die jeweiligen Rahmenbedingungen für sämtliche Projekte analysieren und die entsprechende Umgebung wählen, die den Erfolg nicht nur möglich macht, sondern auch aktiv unterstützt.
Ein vollständig verwalteter, mandantenfähiger Service für die Entwicklung und Bereitstellung von Java-Anwendungen.
Verwenden Sie DevOps-Software und -Tools, um cloudnative Anwendungen für mehrere Geräte und Umgebungen zu erstellen, bereitzustellen und zu verwalten.
Die Entwicklung von Cloud-Anwendungen bedeutet: einmal erstellen, schnell iterieren und überall bereitstellen.