Unternehmen sind weiterhin mit Sicherheitsvorfällen konfrontiert, die nicht auf ausgefeilte Techniken der Angreifer zurückzuführen sind. Vielmehr werden grundlegende Sicherheitskontrollen häufig nicht konsequent umgesetzt oder unzureichend gewartet.
Grundlegende Maßnahmen wie umfassende Protokollierung, zeitnahe Patch-Installation, ordnungsgemäße Zugriffsverwaltung und sichere Konfiguration der bereitgestellten Technologien werden häufig vernachlässigt oder nur teilweise umgesetzt. In einigen Fällen werden wichtige Sicherheitstools ohne ordnungsgemäße Anpassung installiert, was zu Fehlkonfigurationen und Sichtbarkeitslücken führt, die ihre beabsichtigte Wirksamkeit beeinträchtigen. Diese betrieblichen Mängel und nicht etwa fortschrittliche Bedrohungsfunktionen können Angreifern die Möglichkeit bieten, sich Zugang zu verschaffen und diesen aufrechtzuerhalten. Die verstärkte Einhaltung grundlegender Cybersicherheitsmaßnahmen bleibt für die Reduzierung des Gesamtrisikos von entscheidender Bedeutung.
Um zu verstehen, wie diese Probleme in der Praxis ausgenutzt werden, sind Erkenntnisse aus realen Angriffen erforderlich. X-Force Red, ein Elite-Team aus Hackern und Forschern, führt Übungen durch, die einen Einblick in viele der Methoden geben, mit denen Angreifer Sicherheitslücken in den Umgebungen ihrer Opfer ausnutzen können. Um die Ergebnisse bestmöglich zu organisieren, haben wir die Ergebnisse ihrer Penetrationsprüfungen in das CAPEC-Framework (Common Attack Pattern Enumeration and Classification) der MITRE Corporation eingeordnet.
CAPEC wurde entwickelt, um die Beschreibung, Analyse und Bewertung des Verhaltens von Angreifern zu standardisieren. Es bietet einen öffentlichen, strukturierten Katalog von Angriffsmustern, die Angreifer wiederholt nutzen, um Systeme, Personen und Prozesse auszunutzen. Ziel ist es, die Funktionsweise von Angriffen auf konzeptioneller und operativer Ebene zu erfassen, unabhängig von bestimmten Sicherheitslücken, Exploits oder Kampagnen.
Die folgende Tabelle listet die zehn häufigsten Angriffsmuster auf, die von X-Force Red im Jahr 2025 entdeckt wurden.
Die Häufigkeit dieser CAPEC-Angriffsmuster verdeutlicht erhebliche systemische Schwächen in den Bereichen Zugriffskontrolle, Berechtigungsmanagement und Softwarekonfiguration.
Insgesamt deuten diese Trends darauf hin, dass Unternehmen einem erhöhten Risiko durch vermeidbare technische Mängel und betriebliche Versäumnisse ausgesetzt sind. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Konfigurationskontrollen, eines proaktiven Sicherheitslückenmanagements und sicherer Entwicklungsverfahren, um wiederkehrende Ausnutzungspfade zu vermeiden.
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