Vi blickt auf eine lange Zusammenarbeit mit IBM zurück und wandte sich daher an IBM® Consulting, um seine massive digitale Transformation sowie seine Projekte zur Konsolidierung und Integration zu planen und umzusetzen. „Wir haben uns mit IBM zusammengeschlossen, um die digitale Transformation in dem für uns erforderlichen Umfang umzusetzen“, sagt Chauhan. „Und in dieser Partnerschaft mit IBM beruhen unsere drei Säulen auf Vertrauen, Transparenz und Agilität.“
Eine Schlüsselkomponente für die Fusion war die digitale Transformation. „Wir wollten uns selbst verändern“, sagt Chauhan. „Als Digital-First-Unternehmen wollten wir sicherstellen, dass wir die Verbraucher an jedem Berührungspunkt begeistern, und das jederzeit. Wir haben die Art von Produkten und Angeboten, die innovativ, personalisiert, kontextbezogen und relevant sind.“
In Zusammenarbeit mit IBM schuf Vi eine „digitale Manufaktur“, um die verschiedenen digitalen Angebote von Vi zu transformieren, darunter Websites, mobile Apps und neue digitale Plattformen. Im Zuge der Einführung der neuen Marke Vi wurden die neuen Websites und mobilen Apps im Laufe eines Tages und ohne Ausfallzeiten in Betrieb genommen. „Unsere Kunden nutzen die Website, um sich zu informieren, ein Abonnement abzuschließen oder ihr Prepaid-Handy aufzuladen“, sagt Chauhan. „Unsere Postpaid-Kunden kommen hierher, um ihre Rechnung zu bezahlen. Und wir können interessante Angebote präsentieren. Wir haben also all diese Funktionen umgestellt und konnten so nahtlos auf die neue Marke übergehen.“
Die digitale Transformation brachte neue digitale Plattformen für die Vertriebspartner von Vi hervor. Vi hat in der digitalen Manufaktur mit IBM zusammengearbeitet, um mehrere einzigartige Lösungen auf den Markt zu bringen, wie z. B. eine neue digitale App-Plattform für Einzelhändler, die das kontaktlose Aufladen und die kontaktlose UPI-basierte Übertragung von Guthaben unterstützt. Mit der digitalen Händler-App können Kunden ihr Prepaid-Handy einfach aufladen und dabei die für die Sicherheit in Anbetracht von COVID-19 erforderliche soziale Distanz wahren. Darüber hinaus können Händler kontaktlose UPI-basierte Guthabenübertragungen vornehmen, sodass Einzelhändler immer die benötigten Aufladungen erhalten, ohne dass Vertreter die Einzelhandelsstandorte aufsuchen müssen.
Diese Initiativen helfen rund 300 Millionen indischen Bürgern, während der COVID-19-Pandemie problemlos in Verbindung zu bleiben. Mit der neuen digitalen Einzelhandels-App gewinnt Vi sieben Millionen neue Abonnenten pro Monat und verwaltet einen monatlichen Umsatz von 200 Millionen US-Dollar. Außerdem hat das Unternehmen eine neue Plattform für die digitale Vertriebsakquise eingeführt, mit der die digitale Neukundengewinnung innerhalb von drei Monaten um 100 % gesteigert werden konnte.
Nirupmay Kumar, Executive Vice President of Technology bei Vi, war während der Konsolidierungs- und Integrationsprojekte für die Integrationsstrategie, das Lösungsdesign und das Nachfragemanagement im Unternehmens- und Privatkundengeschäft zuständig. „Wir arbeiteten sehr eng mit IBM zusammen, um unsere geschäftlichen Anforderungen zu ermitteln und festzulegen, wie die Systeme gestaltet werden sollten“, sagt Kumar. „IBM hat uns auch bei der detaillierten Ausarbeitung all unserer Anforderungen geholfen, um sicherzustellen, dass nichts übersehen wurde.“
Kumar und sein Team übernahmen die Konsolidierung der IT-Systeme von Vodafone und Idea. „Die Herausforderung bestand darin, die richtigen Anwendungen zu finden, die eine Verdoppelung der Abonnentenbasis sowie zukünftiges Wachstum und Funktionalitäten unterstützen würden“, sagt Kumar. Das war keine leichte Aufgabe, wenn man die Größe und den Reifegrad der IT-Landschaft der beiden Unternehmen bedenkt. „Ein IT-Transformationsprojekt für ein Telekommunikationsunternehmen ist wie ein Triebwerkswechsel während des Fluges: Man muss das Upgrade mit minimaler oder ganz ohne Ausfallzeit durchführen“, sagt Kumar.
Als Kumar und sein Team gemeinsam mit IBM ermittelten, welche Unternehmensanwendungen die neu fusionierte Organisation am besten unterstützen könnten, zeigte sich, dass manchmal die beste Wahl in der Umwandlung eines bestehenden Systems anstatt in der Konsolidierung bestand. In einigen Fällen wurden auch neue Funktionen geschaffen. In der Vergangenheit verfügte keines der beiden Unternehmen über eine digitale Plattform für Unternehmenskunden. Aus diesem Grund schufen Vi und IBM eine neue digitale Plattform, um den Unternehmenskunden von Vi passende Self-Service-Optionen zur Verfügung zu stellen. Die digitale Plattform für Unternehmen von Vi wurde beim renommierten „ICMG Architecture Excellence Awards“-Wettbewerb sogar mit fünf Preisen ausgezeichnet. Die Plattform führte innerhalb eines Jahres zu einem Anstieg der Zahlungen um 35 %, zu einer Zunahme der kundenseitigen Selbstbedienung um 60 % und zu einem Anstieg der Neukundenregistrierungen um 70 %.
Sanjeev Vadera, Vice President und Head of Integration Program Management bei Vi, war für die Konsolidierung und den Betrieb der Konsolidierungs- und Integrationsprojekte zuständig. Teil des Konsolidierungsprogramms war die Verlagerung vieler Anwendungen und Dienste in eine virtualisierte Cloud zur Senkung der Betriebskosten. „Im Hinterkopf suchten wir immer nach Möglichkeiten, so viel wie möglich in die Cloud zu verlagern. Wir haben auch viel virtualisiert“, sagt Vadera. Das Team von IBM und Vi hat innerhalb von nur 18 Monaten 32 parallele Transformationsprogramme erfolgreich durchgeführt. Diese Projekte betrafen fast 300 Millionen Kunden (oder etwa jeden vierten indischen Bürger) und zwei Millionen Vertriebspartner in mehr als 700 Geschäftsprozessen.
Obwohl das Konsolidierungs- und Integrationsprogramm ursprünglich drei bis fünf Jahre dauern sollte, konnte Vi es mit Unterstützung von IBM innerhalb von 24 Monaten abschließen. Außerdem hat das Unternehmen die digitale Transformation mit minimalen Auswirkungen auf seine Kunden abgeschlossen. „Bei den meisten unserer Konsolidierungsprojekte haben wir sichergestellt, dass es keine Auswirkungen auf die Kunden gab“, sagt Vadera. „Mit der Hilfe von IBM haben wir mehrere Iterationen von Testmigrationen durchgeführt, um Strategien zur Reduzierung der Ausfallzeiten zu entwickeln.“
Insgesamt konsolidierten Vi und IBM mehr als 350 Anwendungen auf etwa 200. Darüber hinaus migrierten die Teams 140 Anwendungen von drei Rechenzentren in ein Rechenzentrum. Letztendlich wird das Projekt zur Konsolidierung von vier Rechenzentren in ein einziges führen. Durch diese Konsolidierung konnte Vi bisher 600 Millionen US-Dollar einsparen.
Darüber hinaus unterstützt IBM Vi bei seinen Netzwerkdomains. Vi arbeitete mit IBM zusammen, um seinen ersten großen Produktionsmeilenstein für zentrale Netzwerkfunktionen auf seiner offenen universellen Hybrid-Cloud zu erreichen, die von IBM und Red Hat unterstützt wird. Die Plattform ermöglicht die Ausführung von IT- und Netzwerkanwendungen auf einer gemeinsamen Cloud-Architektur, die durch die Optimierung von CapEx, OpEx, Kompetenzen und Automatisierungsinvestitionen sowohl in den Bereichen Netzwerk als auch IT-Anwendungen zu einer Verbesserung des ROI führen soll. Die Hybrid Cloud basiert auf offener Technologie und offenen Standards von IBM und Red Hat und bietet eine breite Palette von Funktionen, darunter IBM® Watson AI und die Red Hat® Ansible® Automation Platform (Link befindet sich außerhalb von ibm.com), die zur Stärkung der Fähigkeiten von Vi bei der Netzwerk- und IT-Planung beitragen können.