Um die Wartung und den Betrieb weiter zu optimieren, konzentrierte sich Ricoh zunächst auf eine Umstellung seiner organisatorischen Denkweise. Wartung und Betrieb wurden nicht als einfache Kosten, sondern als strategische Aktivitäten zur Steigerung des Systemwerts neu positioniert, mit einer klaren Definition von Rollen und Erwartungen. Wie Yoshinobu Hamanaka, Geschäftsführer des Digital Transformation Planning Center der Digital Transformation Division, erklärt, „nehmen wir uns die Zeit, unsere Denkweise zu ändern – von der Ansicht, dass es eine Tugend ist, kein Geld auszugeben, hin zu notwendigen Investitionen, um den Systemwert zu steigern.“
Ricoh führte zudem moderne Verfahren wie eine ständige Leistungsüberwachung, kontinuierliche Integration und kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD) sowie Leistungsmanagement ein, wodurch die Systemsichtbarkeit stetig verbessert und kontinuierliche Verbesserungen im Betrieb vorangetrieben wurden.
Im Jahr 2015 schloss IBM eine strategische Partnerschaft zur Unterstützung der IT-Transformation von Ricoh und arbeitete eng mit dem Unternehmen bei der Entwicklung, der Wartung und dem Betrieb seiner zentralen Systeme zusammen. In der ersten Phase umfassten die Initiativen Produktivitätssteigerungen durch RPA-basierte Automatisierung von Routineaufgaben, Testautomatisierung unter Nutzung vorhandener Assets und die kontinuierliche Verbesserung der Betriebsqualität.
In der zweiten Phase startete Ricoh Projekte zur Modernisierung produktionskritischer Systeme mit SAP und erweiterte die Wartungs- und Betriebsunterstützung auf die gesamte SAP-Umgebung. In einem Bereich, in dem ein stabiler Betrieb oft als selbstverständlich angesehen wird, verfolgte Ricoh einen strategischen Ansatz, bei dem inländisches und ausländisches Personal als ein einziges, integriertes Team proaktiv Systeme unterstützt.