Die SOFR Academy beauftragte IBM Promontory mit der Durchführung einer eingehenden Bewertung der Einhaltung der IOSCO-Prinzipien durch AXI und FXI. Während dieser Bewertung wurden fünf entscheidende Empfehlungen abgegeben, um die Benchmarks zu verbessern:
1. Klare Fallback-Mechanismen.
Promontory stellte fest, dass AXI und FXI zwar über Vorkehrungen für kurzfristige technische Probleme verfügten, es jedoch keine klar definierte Ausweichlösung für längere Zeiträume mit nicht verfügbaren Daten oder geringen Transaktionsvolumina gab. Als Reaktion darauf führte die SOFR Academy Fallback-Methoden innerhalb der AXI- und FXI-Frameworks ein, die dazu beitrugen, die Zuverlässigkeit der Benchmarks auch in Zeiten von Marktstörungen sicherzustellen.
Wenn beispielsweise Daten über längere Zeiträume nicht verfügbar waren oder unter den Schwellenwerten lagen, würde AXI standardmäßig FXI abzüglich des historischen Fünfjahresmedians der Differenz zwischen AXI und FXI verwenden.
2. Verbesserte Transparenz bei der Benchmark-Berechnung.
Zur weiteren Angleichung an Grundsatz 9 (Transparenz der Feststellungen) empfahl Promontory eine verbesserte Transparenz des Gewichtungsansatzes für Transaktionsdaten. Daher hat die SOFR Academy detaillierte Erläuterungen in ihre Methodikdokumente aufgenommen und explizit definiert, wie Transaktionsvolumen und Laufzeit zur Berechnung der unskalierten Zinssätze und der durchschnittlichen Laufzeit verwendet werden. Auf diese Weise erhielten die Marktteilnehmer einen klaren Einblick in die Ermittlung der täglichen Benchmark-Zinssätze.
3. Einführung eines Frameworks zur Überwachung der Marktbedingungen.
Bei der Promontory-Überprüfung wurde auch festgestellt, dass es zu Marktverzerrungen kommen könnte, wenn die Benchmarks in großem Umfang in Finanzkontrakten verwendet werden. Um dieses Problem zu beheben, hat die SOFR Academy ein Framework implementiert, um die Handelsvolumina zu verfolgen und das „umgekehrte Pyramidenproblem“ zu verhindern. Dabei könnte das Handelsvolumen bei Produkten, die an den Benchmark gekoppelt sind, die Transaktionen, die dem Benchmark selbst zugrunde liegen, deutlich übersteigen. Diese proaktive Steuerung hat dazu beigetragen, dass AXI und FXI weiterhin die Marktbedingungen widerspiegeln.
4. Detaillierte Methodik für Volumenschwellenwerte.
Promontory stellte fest, dass die Volumenschwellen zwar Teil von AXI und FXI waren, aber in der Methodik nicht klar definiert waren. Die SOFR Academy reagierte darauf, indem sie spezifische Schwellenwerte für das Transaktionsvolumen festlegte, unterhalb derer keine neuen Tageskurse veröffentlicht würden. Dies half AXI und FXI, Genauigkeit und Integrität zu wahren, indem Verzerrungen durch unzureichende Daten vermieden wurden.
5. Kontinuierliche Reviews und Anpassung.
Die SOFR Academy und ihr Benchmark-Administrator haben einen jährlichen Review-Prozess eingeführt, um ihre Relevanz sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass sie den Marktbedingungen und regulatorischen Anforderungen entsprechen. So konnten sich AXI und FXI an die Entwicklung der Finanzmärkte anpassen und die Compliance und Funktionalität aufrechterhalten.
Nach diesen Verbesserungen kam Promontory zu dem Schluss, dass AXI und FXI die IOSCO-Prinzipien 6, 7 und 9 in Bezug auf Stärke, Transparenz und Zuverlässigkeit vollständig umgesetzt haben. AXI und FXI haben auf die Marktnachfrage nach einem kreditsensitiven Zinssatz reagiert, der SOFR zuverlässig ergänzt.