Lösungen für das Gesundheitswesen
Rezept für ein intelligentes Gesundheitswesen
In einem großen Krankenhaus verschwinden regelmäßig teure Stents, die 25.000 US-Dollar pro Stück kosten. In einer Klinik wird einem Patienten immer wieder Blut abgenommen und untersucht – weil keine aktuellen Patientenakten vorliegen. Und eine Studie (Link außerhalb von ibm.com) kommt zu dem Ergebnis (auch wenn es widersprüchliche Berichte gibt), dass im Durchschnitt 195.000 Todesfälle auf verhinderbare medizinische Fehler zurückzuführen sind.
Diese sind nur einige der Gründe, warum die Kosten im Gesundheitswesen so aufgebläht sind. In manchen Ländern steigen diese Kosten fast doppelt so schnell wie die Inflationsrate.
Die Diagnose für die Schwächen, an denen das Gesundheitswesen krankt: Ineffizienz. Doch die Behandlung stellt sich nicht so einfach dar. Die Organisationen häufen zwar immer mehr Informationen an, können jedoch ohne die richtigen Tools für eine bessere Informationsintegration in ihren klinischen, betrieblichen, forschungsrelevanten und finanzbezogenen Systemen nicht die nötigen Erkenntnisse daraus ziehen. Statt sich darauf zu konzentrieren, was im Gesundheitswesen falsch läuft, könnte es produktiver – und viel gesünder – sein, sich Gedanken darum zu machen, wie sich das Gesundheitssystem intelligenter machen lässt.
Bei einem intelligenten Konzept für das Gesundheitswesen werden Informationen genutzt, um echte Erkenntnisse über die Patientenversorgung und die Leistung der Organisation zu gewinnen. Medizinische Versorger, Forscher und Entscheidungsträger können intelligenter arbeiten (US), wenn sie einen umfassenden, ganzheitlichen Überblick über die Patientendaten erhalten. So entsteht Echtzeittransparenz im Hinblick auf die betrieblichen Abläufe. Auch lassen sich damit breiter gefächerte Stichprobendaten verwenden, um mehr medizinische Durchbrüche zu erzielen.
Die Innovatoren lösen Informationsinseln auf, damit Ärzte, Patienten und Versicherungen über sichere Verbindungen Informationen nahtlos austauschen können. Dies bedeutet, dass ein intelligenteres Gesundheitswesen patientenzentriert optimiert wird, um die Effizienz zu steigern, Fehler zu reduzieren, qualitativ höherwertige Ergebnisse zu erzielen und mehr Leben zu retten.
Ein Gesundheitswesen, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt
Bis 2010 werden 30 Prozent der auf allen Computern weltweit gespeicherten Daten medizinische Bilder sein. Leider sind diese sämtlichen Informationen isoliert und nicht miteinander verlinkt. Machen wir sie intelligent!
Doch was können wir außerdem von einem intelligenteren Gesundheitssystem erwarten?
Informationen sind nicht auf einsamen Inseln verstreut.
Ein intelligenteres Gesundheitswesen ist vernetzt. So z. B. der spanische Servicio Extremeño de Salud (SES) (US), bei dem jeder Standort ein eigenes Patientenaktensystem hatte. Die Organisation ergriff Maßnahmen zur Errichtung einer globalen Plattform, die nahezu 13.000 Fachkräfte über ein Planungssystem vernetzt, das neun Millionen ambulante Besuche pro Jahr verwaltet.
Know-how braucht keinen Reisepass
Ein intelligenteres Gesundheitswesen hört an geografischen Grenzen nicht auf. Nehmen wir z. B. die Insel Tristan da Cunha. Sie liegt über 2.665 Kilometer westlich von Kapstadt, Südafrika, und ist nur über eine wochenlange Schiffsreise zu erreichen. Doch dies bedeutet nicht, dass ihre Bewohner nicht auf technologisch hochwertige Gesundheitsfürsorge zugreifen könnten. "Project Tristan" (US), verbindet medizinische Geräte, Satellitenkommunikation und über Fernzugriff angebundene EHR-Technologie. So können medizinische Fachleute aus der ganzen Welt Krankenhausärzte auf der Insel bei ihren täglichen Aufgaben unterstützen, was medizinische Diagnosen und Notfallhilfe betrifft.
Ein intelligenteres Gesundheitswesen: seine Zeit ist angebrochen
IBM Chairman Sam Palmisano sprach in seiner Rede in der Cleveland Clinic über die Probleme des US-amerikanischen Gesundheitswesens aus einer systemischen Perspektive und darüber, wie die Menschen in einer intelligenteren Welt von einem intelligenteren Gesundheitssystem profitieren könnten.
