Die IBM Garage als Treiber für digitale Geschäftsmodelle und Innovationen

Adriano Bezerra-Delaunay, Stefan Lutz | 25.11.2019

In der IBM Garage arbeiten Kunden und IBM-Experten Seite an Seite, um digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, Minimum Viable Products (MVPs) zu bauen und neue digitale Services zu testen. So sieht die Zusammenarbeit aus.

Für die meisten Unternehmen lag der Fokus ihrer digitalen Neuerfindung in den letzten Jahren auf den Basics: Einfache Workloads wurden in die Cloud verschoben, digitale Services entwickelt, hier und da wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) experimentiert. Nun zeichnet sich eine neue Entwicklung ab: Die Ära des Cognitive Enterprise beginnt. Sie ist geprägt von der Automatisierung von Prozessen aller Art und von Technologien wie KI, Blockchain, Virtual und Artificial Reality, 5G und einem immer stärker vernetzten Internet of Things.

In Kapitel Zwei der digitalen Transformation wird die Fähigkeit, zielgerichtete digitale Innovationen in großem Maßstab voranzutreiben, noch stärker über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Dies erfordert einen grundlegenden Wandel darin, wie Unternehmen Innovationen vornehmen und wie sie arbeiten. Häufig muss sich die Unternehmenskultur genauso stark verändern, wie sich die Technologien verändern.

Unternehmen sind sich dessen bewusst: Laut dem Harvard Business Report glauben 72 Prozent, dass sich ihr Geschäftsmodell durch die Digitalisierung in den nächsten drei Jahren einer Zerreißprobe stellen muss. Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen glauben dabei, dass sie schnell genug auf die neuen Entwicklungen reagieren können. Hier setzt die IBM Garage an. Mit diesem Innovationsmodell konnte IBM in den letzten anderthalb Jahren mehr als 500 Unternehmen dabei unterstützen, neue Arbeitsweisen zu etablieren und basierend auf Daten, KI und Hybrid-Cloud-Lösungen ihre digitale Transformation voranzutreiben.

Die IBM Garage als Innovationsmodell: Co-Create, Co-Execute and Co-Operate

Eine Zusammenarbeit nach dem IBM Garagen-Modell ermöglicht es Unternehmen, digitale Innovationen voranzutreiben, ihre digitalen Geschäftsmodelle neu aufzusetzen und sich so innerhalb kurzer Zeit zu einem Cognitive Enterprise weiterzuentwickeln. Die Methodik stellt Kunden die gesamte Beratungs- und Technologiekompetenz der globalen IBM zur Verfügung, um die digitale und agile Transformation sowie neues Wachstum erfolgreich zu gestalten.

An allen Garagen-Standorten weltweit – in der DACH-Region in Berlin, München, Ehningen, Düsseldorf, Hamburg, Zürich und Wien sowie ab 2020 auch in Bonn – arbeiten Kunden und IBM Experten Seite an Seite, um einzigartige Minimum Viable Products (MVPs) zu entwickeln, mit neuen Technologien zu experimentieren, schnell aus Fehlern zu lernen und sich so stetig und nah an den aktuellen Herausforderungen weiterzuentwickeln. Dabei ist eine Garage nicht zwingend ein physischer Ort bei IBM, sondern kann genauso beim Kunden oder in einem virtuellen Raum aufgebaut werden. Was zählt sind die gemeinsamen Teams und die Methodik, nicht die Location.

Die Methodik der IBM Garage basiert auf folgenden drei Ansätzen:

  • Co-Create – Interdisziplinäre Teams entwickeln gemeinsam Ideen zur Problemlösung
  • Co-Execute – Prototypen und MVPs werden gebaut und zeitnah verprobt
  • Co-Operate – Lösungen werden schrittweise erweitert, implementiert und skaliert

Innerhalb von zwei Monaten werden in interdisziplinären Teams und auf Basis der Methoden des IBM Enterprise Design Thinking gemeinsam mit dem Kunden validierte Ideen entwickelt, die auf Nutzerakzeptanz, technische Umsetzung und Business-Potenzial geprüft wurden. Ein gemeinsames Gremium – das sogenannte Interface Team – entscheidet, ob die Idee umgesetzt wird. In zwölf bis 36 Wochen wird über mehrere Iterationen ein marktfähiges MVP gebaut und ausgerollt mit dem Ziel, einen Product-Market-Fit zu erreichen. Auf Basis von Feedback, Nutzerakzeptanz und Learnings wird das Produkt oder der Service in einem Zeitrahmen von ein bis zwei Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und bei Bedarf weltweit ausgerollt und skaliert. Das Ergebnis: steile Lernkurven, kurze Reaktionszeiten und effizientere Arbeitsweisen mit zukunftsfähigen Resultaten.

IBM Garage: Über 500 erfolgreiche Projekte weltweit

Weltweit arbeitet eine Vielzahl an Kunden in agilen Projekt-Setups gemeinsam mit IBM Teams nach der Methodik der IBM Garage; darunter Volkswagen, Cemex, Mueller Inc., Apleona, Siemens oder Schaeffler. Im Video berichten zwei Kunden bei einem Media- und Influencer-Briefing im Watson IoT Center gemeinsam mit IBM über die Zusammenarbeit und stellen ihre Projekte vor: Moovster, ein Spin-off von BMW, das gemeinsam mit IBM eine Mobility-as-a-Service-Plattform entwickelt sowie der TÜV Süd, der seit 2018 mit IBM bei der Entwicklung digitaler Dienstleistungen und digitaler Geschäftsmodelle zusammenarbeitet.

Zum Thema:

Im Webcast Methoden für digitale Innovationen in einer virtuellen Welt diskutiert Adriano Bezerra-Delaunay wie digitale Geschäftsmodelle und Produkte agil und remote entwickelt werden.

Moovster: ein digitaler Service, der Mobilität neu erfindet – made in der IBM Garage

Adriano Bezerra-Delaunay

IBM Garage Leader DACH

Adrianos Bezerra-Delaunay ist die digitale Innovation. Er weiß, wie die Entwicklung und Skalierung neuer digitaler Geschäftsmodelle funktionieren und wie man digitale Produkte und Dienstleistungen international zum Erfolg bringt. Dabei nutzt er seine Expertise in den Bereichen Business Design, Lean Startup, agile Arbeitsmethoden, Design Thinking und Plattform-Geschäftsmodelle.

Stefan Lutz

General Manager, IBM Services Transformation Program Leader

Stefan Lutz ist seit März 2017 Teil der Geschäftsführung von IBM Deutschland, seit 2019 mit einer erweiterten globalen Führungsrolle bei IBM Services, der Consulting-Sparte von IBM. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Beratungssegment, betreute eine Vielzahl nationaler und internationaler Kundenprojekte und hatte diverse Management-Funktionen inne.

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