Dreischichtige Architekturen
WebSphere® Application Server stellt die Anwendungslogikschicht in einer dreischichtigen Architektur bereit und ermöglicht es Client-Komponenten, mit Datenressourcen und Legacy-Anwendungen zu interagieren.
Das folgende Diagramm veranschaulicht die dreischichtige Architektur. Die Schichten sind logisch. Sie werden unter Umständen nicht auf demselben physischen Server ausgeführt.

Die erste Schicht ist für die Darstellung zuständig, und die Benutzerinteraktion liegt bei den Komponenten der ersten Schicht. Diese Clientkomponenten erlauben dem Benutzer die Interaktion mit den Prozessen der zweiten Schicht auf sichere und intuitive Art und Weise. WebSphere Application Server unterstützt verschiedene Client-Typen. Clients greifen nicht direkt auf Services der dritten Schicht zu. Beispiel: Eine Clientkomponente stellt ein Formular bereit, auf dem ein Kunde Produkte bestellen kann. Die Clientkomponente übergibt diese Bestellung an die Prozesse der zweiten Schicht, die die Produktdatenbanken überprüfen und Aufgaben ausführen, die für Rechnungsstellung und Versand wichtig sind.
Die Prozesse der zweiten Schicht werden allgemein als Schicht der Anwendungslogik bezeichnet. Diese Prozesse steuern die Geschäftslogik der Anwendung und haben Zugriff auf die Services der dritten Schicht. In der Schicht der Anwendungslogik spielt sich der größte Teil der Verarbeitung ab. Mehrere Clientkomponenten können gleichzeitig auf die Prozesse der zweiten Schicht zugreifen, so dass die Schicht der Anwendungslogik eigene Transaktionen verwalten muss.
- Die Services der dritten Schicht sind durch Clientkomponenten
in einem sicheren Netz vor direktem Zugriff geschützt. Die Interaktion muss über die Prozesse der zweiten Schicht erfolgen.
Der Vorteil von „ z/OS® “ besteht darin, dass die zweite und dritte Ebene zu einer einzigen physischen „ z/OS “-Umgebung zusammengefasst werden können, während die Sicherheits- und logischen Vorteile separater Ebenen-Systeme erhalten bleiben.
Alle drei Schichten müssen miteinander kommunizieren können. Offene Standardprotokolle und ungeschützte APIs vereinfachen diese Kommunikation. Sie können Client-Komponenten in jeder beliebigen Programmiersprache schreiben, beispielsweise in Java™ oder C++. Diese Clients laufen auf jedem Betriebssystem, indem sie mit der Anwendungslogikschicht kommunizieren. Das Design der Datenbanken in der dritten Schicht ist frei wählbar, sofern die Anwendungsschicht die Datenbanken abfragen und ändern kann. Der Schlüssel zu dieser Architektur ist die Schicht der Anwendungslogik.