Modify-Befehle unter z/OS
Auf der Plattform „ z/OS® “ können Sie Liberty mithilfe von „ MVS “-Operatorbefehlen ändern, die von einem Liberty -Serverprozess oder vom Angel-Prozess unterstützt werden.
MODIFY -Befehle, die von einem Liberty -Serverprozess unterstützt werden
- Authentifizierungscache löschen
- Der folgende MODIFY -Befehl löscht alle Benutzer, die im Liberty -Authentifizierungscache zwischengespeichert sind:
MODIFY [jobname.]identifier,CACHE,CLEAR,AUTHWenn Sie diesen MODIFY-Befehl verwenden, müssen Sie das Feature "Application Security" ab Version 2.0 konfigurieren.
- Informationen zu unterbrochenen Anforderungen anzeigen
Sie können Zusammenfassungen oder ausführliche Informationen aller unterbrochenen Anforderungen anzeigen, unterbrochene Anforderungen anzeigen, die das zulässige Zeitlimit überschritten haben, und unterbrochene Anforderungen anzeigen, die älter als eine angegebene Anzahl von Sekunden sind. Alternativ können Sie ausführliche Informationen zu einer bestimmten Anforderung anzeigen.
Wenn Sie Informationen zu unterbrochenen Anforderungen anzeigen möchten, verwenden Sie den folgenden Befehl:
GültigeMODIFY [jobname.]identifier,display,interrupts,<parameters>parameterssind:details - Verwenden Sie diese Option, um Informationen zu unterbrochenen Anforderungen anzuzeigen.
Der folgende Befehl zeigt ausführliche Informationen zu unterbrochenen Anforderungen an:f BBOS001,display,interrupts,detailsage=<value> -Mit dieser Option werden Informationen zu Anforderungen angezeigt, die älter als der angegebene Wert sind.
Der folgende Befehl zeigt Übersichtsinformationen zu den Anforderungen an, die älter sind als 30 Sekunden:f BBOS001,display,interrupts,age=30Der folgende Befehl zeigt ausführliche Informationen zu den Anforderungen an, die älter sind als 20 Sekunden:f BBOS001,display,interrupts,age=20,detailstimedout - Verwenden Sie diese Option, um Informationen zu den Anforderungen anzuzeigen, die momentan als blockiert gelten.
Der folgende Befehl zeigt die Übersichtsinformationen zu den Anforderungen an, die momentan als blockliert gelten:f BBOS001,display,interrupts,timedoutDer folgende Befehl zeigt die ausführlichen Informationen zu den Anforderungen an, die momentan als blockiert gelten:f BBOS001,display,interrupts,timedout,detailsrequest=<value> -Mit dieser Option werden detaillierte Informationen zu der angegebenen Anforderung angezeigt.
Der folgende Befehl zeigt ausführliche Informationen zur Anforderung ABcdE1+fgH_JJ an.f BBOS001,display,interrupts,request='ABcdE1+fgH_JJ'
Wenn Sie keine Parameter angeben, werden Übersichtsinformationen zu allen unterbrochenen Anforderungen angezeigt.
- Anzahl der Aktivitäten anzeigen
- Führen Sie den folgenden MODIFY-Befehl aus, um die Anzahl der Anforderungsaktivitäten anzuzeigen:
In der folgenden Tabelle wird jede angezeigte Anforderungsaktivität beschrieben:MODIFY [jobname.]identifier,DISPLAY,WORKAnforderungsaktivität Beschreibung Anforderungen insgesamt Die Gesamtanzahl der Anforderungen seit dem Serverstart. Gesamtzahl der aktiven Anforderungen Die Gesamtanzahl der Anforderungen, die momentan in Bearbeitung sind. Gesamtzahl der langsamen Anforderungen Die Gesamtzahl der in Bearbeitung befindlichen Anforderungen, die langsam sind. Gesamtzahl der blockierten Anforderungen Die Gesamtzahl der in Bearbeitung befindlichen Anforderungen, die blockiert sind. Der Deltawert, der neben dem Wert für die Gesamtzahl der Anforderungen angezeigt wird, ist die Differenz zwischen diesem Wert für die Gesamtzahl der Anforderungen und dem Wert für die Gesamtzahl der Anforderungen aus der vorherigen Ausführung des Befehls MODIFY.
Wichtig: Zur Verwendung dieses Änderungsbefehls müssen Sie das FeaturerequestTiming-*.*konfigurieren.
- Dateiaktualisierung aktualisieren
- Mit dem folgenden Änderungsbefehl werden anstehende Dateiaktualisierungen verarbeitet.
MODIFY [jobname.]identifier,REFRESH,<parameter>Sie können die folgenden Parameter angeben:- CONFIG
- Geben Sie diesen Parameter an, um anstehende Konfigurationsaktualisierungen zu verarbeiten. Der Wert für das Attribut updateTrigger im config-Element der Datei server.xml muss außerdem auf mbean gesetzt werden.
Die Konfigurationsverarbeitung gilt für die Datei server.xml, alle Dateien, die sie enthält, und alle Konfigurationsdateien, die in das Verzeichnis configDropins gestellt werden.
- APPS
- Geben Sie diesen Parameter an, um anstehende Anwendungsaktualisierungen zu verarbeiten. Der Wert für das Attribut updateTrigger im applicationMonitor-Element der Datei server.xml muss außerdem auf mbean gesetzt werden.
- KEYSTORE
- Geben Sie diesen Parameter an, um die Keystore-Konfigurationen für den Server zu aktualisieren. Wenn Sie den Keystore-Parameter angeben, werden dateibasierte Keystores von der Festplatte erneut geladen und die SAF-basierten Schlüsselringe werden von SAF neu geladen.
Dieser Parameter kann SAF-basierte Schlüsselringe nur dann von SAF erneut laden, wenn das Attribut
Wenn Sie einen bestimmten Keystore aktualisieren möchten, fügen SieupdateTriggerin der ElementkonfigurationkeyStoreaufmbeangesetzt ist. Dies ist der Standardwert. Wenn das AttributupdateTriggeraufpolledoderdisabledgesetzt ist, gibt der Befehl einen Fehler zurück.,ID=configidzum Befehl hinzu, wobei configid die Konfigurations-ID eines Keystores in der Datei server.xml ist.
In der folgenden Beispielkonfiguration wird ein Standardkeystore in der Datei server.xml konfiguriert.
!-- inbound (HTTPS) keystore --> <keyStore id=defaultKeyStore password={xor}EjoyPTot location=${server.config.dir}/resources/security/key.jks />Geben Sie zum Aktualisieren der Zertifikate in diesem Keystore den Parameter
keystorean:F servername,REFRESH,KEYSTORE,ID=defaultKeyStoreHinweis: Bei dem ElementIDmuss die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet werden und Anführungszeichen sind nicht Teil der Syntax des Befehls MODIFY . Die Zeichenfolge darf beim Befehl MODIFY nicht in Anführungszeichen gesetzt werden.Weitere Informationen zu dynamischen Aktualisierungen finden Sie unter Dynamische Aktualisierungen steuern. Weitere Informationen zum Verzeichnis configDropins finden Sie unter Dropins-Ordner für Konfiguration zum Angeben der Serverkonfiguration verwenden. Weitere Informationen zur Anwendungsimplementierung finden Sie unter Anwendungen in Liberty implementieren.
- Trace aktivieren
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Aktivieren der Traceerstellung für den angegebenen Server Liberty :
MODIFY [jobname.]identifier,LOGGING='<trace_specification>'Ersetzen Sie den Wert Tracespezifikation durch eine gültige Tracespezifikation. Weitere Informationen finden Sie unter Liberty: Protokollierung und Trace.
- Transaktionsspeicherauszüge
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anfordern eines Transaktionsspeicherauszugs vom angegebenen Liberty -Server:
MODIFY [jobname.]identifier,tdump
- SVC-Speicherauszüge
- Damit Sie einen SVC-Speicherauszug starten können, muss der Server Leseberechtigung für das Ressourcenprofil BBG.AUTHMOD.BBGZSAFM.ZOSDUMP in der Klasse SERVER haben. Das folgende Beispiel zeigt RACF® -Beispielbefehle für die Berechtigung des Servers, wobei <Benutzer-ID> die dem Server zugeordnete Benutzer-ID ist:
RDEF SERVER BBG.AUTHMOD.BBGZSAFM.ZOSDUMP UACC(NONE) PERMIT BBG.AUTHMOD.BBGZSAFM.ZOSDUMP CLASS(SERVER) ACCESS(READ) ID(username) SETR RACLIST(SERVER) GENERIC(SERVER) REFRDas folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anfordern eines SVC-Speicherauszugs vom angegebenen Liberty -Server:MODIFY [jobname.]identifier,svcdump - Java™ -Heapspeicherauszüge
- Das folgende Beispiel zeigt den MODIFY -Befehl zum Anfordern eines JVM-Heapspeicherauszugs aus dem angegebenen Liberty -Server:
MODIFY [jobname.]identifier,HEAPDUMP
- Java-Kernspeicherauszüge
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anfordern eines JVM-Kernspeicherauszugs vom angegebenen Liberty -Server:
MODIFY [jobname.]identifier,JAVACORE - Serverspeicherauszüge
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anfordern eines Serverspeicherauszugs von dem angegebenen Liberty -Server:
Der Parameter INCLUDE ist optional. Wenn der Parameter INCLUDE angegeben wird, werden alle Java-Speicherauszüge, die im Parameter INCLUDE aufgelistet sind, angefordert und in das Serverspeicherauszugspaket eingeschlossen. Die folgenden Java-Speicherauszugstypen sind gültig:MODIFY [jobname.]identifier,DUMP[,INCLUDE=<JAVA_DUMP_1>,<JAVA_DUMP_2>,...]- THREAD für einen Java-Kernspeicherauszug
- HEAP für einen Java-Heapspeicherauszug
MODIFY-Befehle, die vom Angel-Prozess unterstützt werden
- Codeversion
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anzeigen der geladenen Angel-Codeversion an:
MODIFY [jobname.]identifier,VERSION
- Traceerstellung aktivieren oder inaktivieren
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Aktivieren bzw. Inaktivieren der Traceerstellung für den Angel-Code an:
MODIFY [jobname.]identifier,TRACE=[Y|N]Geben Sie Y für die Aktivierung der Traceerstellung und N zur Inaktivierung der Traceerstellung an.
- Server anzeigen
- Das folgende Beispiel zeigt den Befehl MODIFY zum Anzeigen einer Liste von Server an, die momentan mit dem Angel-Code verbunden sind:
MODIFY [jobname.]identifier,DISPLAY,SERVERSUm auch die entsprechenden PIDs für jeden Server anzuzeigen, verwenden Sie den folgenden Befehl MODIFY:MODIFY [jobname.]identifier,DISPLAY,SERVERS,PID