UPDATE STGPOOL (Cloud-Containerspeicherpool aktualisieren)

Mit diesem Befehl können Sie einen Containerspeicherpool in einer Cloudumgebung aktualisieren.

Die bevorzugte Methode zum Definieren und Konfigurieren eines Cloud-Containerspeicherpools ist die Verwendung der Operations Center. Anweisungen und Tipps für Operations Center und die Befehlszeilenschnittstelle finden Sie in Cloud-Containerspeicherpool für Datenspeicher konfigurieren.

Berechtigungsklasse

Für diesen Befehl ist Systemberechtigung, uneingeschränkte Speicherberechtigung oder eingeschränkte Speicherberechtigung erforderlich.

Syntax

Syntaxdiagramm lesenVisuelles Syntaxdiagramm überspringen UPDate STGpool pool_name CONNection=VerbindungsnameDESCription=BeschreibungACCess=READWriteREADOnlyUNAVailableDESTroyedMAXWriters=NOLimitmaximale_anzahl_ausgabeprogrammeREUsedelay=TageENCRypt=YesNoCOMPRession=YesCOMPRession=YesNoCLOUDSTORAGEClass=DefaultCLOUDSTORAGEClass=DefaultAUTOmaticvendortieringNEARLINECOLDLINEARchiveGLACIER_IRCLOUDReadcache=OFfCLOUDReadcache=OFfONONPreferingestCLOUDDATALOCKDURation=Tage

Parameter

Poolname (Erforderlich)
Gibt den Speicherpool an, der aktualisiert werden soll. Dieser Parameter ist erforderlich.
Verbindung
Geben Sie den Parameter CONNECTION an, um einem Cloud-Containerspeicherpool eine andere Verbindung zuzuordnen. Dieser Parameter ist wahlfrei.
DESCription
Gibt eine Beschreibung des Speicherpools an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Die maximale Länge der Beschreibung beträgt 255 Zeichen. Schließen Sie die Beschreibung in Anführungszeichen ein, wenn sie Leerzeichen enthält. Soll eine vorhandene Beschreibung entfernt werden, eine Nullzeichenfolge ("") angeben.
ACCess
Gibt an, wie Clientknoten und Serverprozesse auf den Speicherpool zugreifen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
READWrite
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse Lese- und Schreibzugriff für den Speicherpool haben.
READOnly
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse nur Lesezugriff für den Speicherpool haben.
UNAVailable
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse nicht auf den Speicherpool zugreifen können. Aus diesem Grund schlagen Sicherungs- und Zurückschreibungsoperationen für diesen Speicherpool fehl. Mit diesem Wert können Sie angeben, dass der Cloud-Service-Provider vorübergehend nicht verfügbar ist.
DESTroyed
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse nicht auf den Speicherpool zugreifen können, da der Cloud-Service-Provider permanent nicht verfügbar ist. Sicherungs- und Zurückschreibungsoperationen schlagen für diesen Speicherpool fehl, aber Versuche, Objekte und Container aus diesem Speicherpool zu löschen, können erfolgreich beendet werden.
MAXWriters
Gibt die maximale Anzahl der Schreibsitzungen an, die gleichzeitig für den Speicherpool ausgeführt werden können. Wenn Sie die Anzahl der Schreibsitzungen begrenzen, können Sie sicherstellen, dass Schreiboperationen keine negativen Auswirkungen auf andere Systemressourcen und die Systemleistung haben. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
NOLimit
Gibt an, dass für die Anzahl der Writer, die Sie verwenden können, kein Grenzwert vorhanden ist. Dieser Wert ist der Standardwert.
maximale_anzahl_ausgabeprogramme
Begrenzt die maximale Anzahl der Writer, die Sie verwenden können. Geben Sie eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 99999 an.
REUsedelay
Gibt die Anzahl der Tage an, die der Server deduplizierte Speicherbereiche, die nicht mehr vom Cloud-Container-Speicherpool referenziert werden, beibehält. Nach Ablauf der angegebenen Zeit werden die deduplizierten Speicherbereiche aus dem Server gelöscht. Deduplizierte Speicherbereiche sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Dateien aus der Serverdatenbank ab dem Zeitpunkt, zu dem eine Datenbankwiederherstellungsoperation ausgeführt wird, wiederhergestellt werden können. Dieser Parameter ist wahlfrei.
days
Gibt die Anzahl der Tage an, nach denen deduplizierte Speicherbereiche aus dem Server gelöscht werden. Sie können eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 9999 angeben.
Tipps:
  • Wenn Sie den Befehl SET DRMDBBACKUPEXPIREDAYS verwendet haben, um den Ablaufzeitraum für eine Datenbanksicherungsserie anzugeben, setzen Sie den Parameter REUSEDELAY auf einen Wert, der die Verfallszeit überschreitet. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Verweise auf Dateien im Speicherpool gültig sind, wenn Sie die Serverdatenbank von einer Sicherung wiederherstellen.
  • Wenn Sie den Befehl SET DRMDBBACKUPEXPIREDAYS nicht zur Angabe eines Ablaufzeitraums verwendet haben, setzen Sie den Parameter REUSEDELAY auf einen Wert, der größer oder gleich der Anzahl Tage ist, die Datenbanksicherungen aufbewahrt werden. Wenn Sie beispielsweise Datenbanksicherungen für 7 Tage beibehalten, können Sie den Wert auf 7 setzen.
ENCRypt
Gibt an, ob der Server Clientdaten verschlüsselt, bevor er die Daten in den Speicherpool schreibt. Sie können die folgenden Werte angeben:
Yes
Gibt an, dass Clientdaten vom Server mithilfe der 256-Bit AES-Datenverschlüsselung (AES = Advanced Encryption Standard) verschlüsselt werden.
No
Gibt an, dass Clientdaten nicht vom Server verschlüsselt werden.

Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist YES.

Achtung: Unverschlüsselte Daten verfügen nicht über Datenschutz-und Integritätsschutz gegen unbefugte Benutzer, die Zugriff auf die Daten erhalten.

Eine Änderung des Parameterwerts ENCRYPT betrifft nur Daten, die in den Speicherpool geschrieben werden, nachdem der Wert geändert wurde. Wenn der Wert für den Parameter ENCRYPT beispielweise NO lautet und Sie diesen Wert in YES ändern, bleiben die im Speicherpool vorhandenen Daten unverschlüsselt. Nur neue Daten, die in den Speicherpool geschrieben werden, werden verschlüsselt.

COMPRession
Gibt an, ob Daten in dem Speicherpool komprimiert werden. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
No
Gibt an, dass Daten in dem Speicherpool nicht komprimiert werden.
Yes
Gibt an, dass Daten in dem Speicherpool komprimiert werden. Dieser Wert ist der Standardwert.
CLOUDSTORAGEClass
Gibt den Typ von Amazon Web Services (AWS) mit Simple Storage Service- (S3) oder Google Cloud Storage-Speicherklasse für den Speicherpool an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können die folgenden Werte auf der Basis Ihres Cloud-Providers angeben:
Default
Gibt an, dass die Daten, die in den Amazon S3-Speicher hochgeladen werden, an die Speicherklasse 'S3 Standard' gesendet werden. Daten, die in Google Cloud Storage hochgeladen werden, werden an die Speicherklasse Google Cloud Storage Standard gesendet.
AUTOmaticvendortiering
Gibt an, dass die Daten, die in den Amazon S3-Speicher hochgeladen werden, an die Speicherklasse 'S3 Intelligent-Tiering' gesendet werden.
NEARLINE
Gibt an, dass die in Google Cloud Storage hochgeladenen Daten an die Speicherklasse 'Nearline' gesendet werden.
Tipp:

Wenn Sie den Wert des Parameters CLOUDSTORAGECLASS aktualisieren (indem der Befehl UPDATE STGPOOL ausgegeben wird), gilt der aktualisierte Wert nur für die Daten, die noch hochgeladen werden müssen. Die Speicherklasse der Daten, die bereits in den Google Cloud Storage- oder Amazon S3-Speicher hochgeladen wurden, ist nicht betroffen.

GLACIER_IR
Gibt an, dass die Daten, die in den Amazon S3-Speicher hochgeladen werden, an die Speicherklasse 'S3 Glacier Instant Retrieval' gesendet werden.
COLDLINE
Gibt an, dass die Daten, die in Google Cloud Storage hochgeladen werden, an die Speicherklasse 'Coldline' gesendet werden. Diese Speicherklasse ist für ein bestimmtes Zeitintervall vorhanden und ist nur für Daten gedacht, die nicht häufig gelesen werden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Google Cloud Storage.
ARchive
Gibt an, dass die Daten, die in Google Cloud Storage hochgeladen werden, an die Speicherklasse 'Archive' gesendet werden. Diese Speicherklasse ist für längere Zeiträume vorhanden und ist nur für Daten gedacht, auf die nur selten zugegriffen wird. Sie können Konsolidierungsoperationen für Speicherpools mit der Speicherklasse "Archiv" ausführen, es können jedoch zusätzliche Speichergebühren anfallen. Darüber hinaus müssen Sie sicherstellen, dass die Datenaufbewahrungsrichtlinien so festgelegt werden, dass die Daten mindestens ein Jahr lang im Speicherpool verbleiben. Wenn Sie diesen Cloudspeicher mithilfe von Cloud-Konsolidierungen oder kurzen Zeiträumen zur Aufbewahrung von Daten verwenden, kann dies zu zusätzlichen Gebühren von Google führen. Sie müssen den Lebenszyklus der Daten verstehen, bevor Sie diese Speicherklasse verwenden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Google Cloud Storage.
CLOUDReadcache
Gibt an, ob ein Cloud-Containerspeicherpool einen aktivierten oder inaktivierten Lesecache hat. Dieser Parameter ist optional und nur für Cloud-Container-Speicherpools mit Verbindungen zu Nicht-Swift-Cloudtypen gültig. Sie können die folgenden Werte angeben:
OFf
Gibt an, dass der Lesecache inaktiviert ist. Dieser Wert ist der Standardwert.
ON
Gibt an, dass der Lesecache aktiviert ist.
ONPreferingest
Gibt an, dass der Lesecache aktiviert ist. Wenn aufgenommene Daten ein Problem 'Kein Speicherbereich mehr verfügbar' für ein Speicherpoolverzeichnis haben, werden die Lesecachedaten aus diesem Verzeichnis entfernt und das Lesecaching wird für 60 Sekunden angehalten.
CLOUDDATALOCKDURation

Gibt die Anzahl der Tage an, die der Server Cloud-Containerspeicherpooldaten aufbewahrt. Nach Ablauf der angegebenen Zeit können die Daten aus dem Speicherpool gelöscht werden. Dieser Parameter ist wahlfrei.

days
Gibt die Anzahl der Tage an, die Objekte gesperrt werden sollen, die in die Cloud geschrieben wurden. Sie können eine ganze Zahl zwischen 0 und 36525 angeben.

Beispiel 1: Einen Cloudspeicherpool aktualisieren, um eine maximale Anzahl von Datensitzungen anzugeben

Einen Cloudspeicherpool mit dem Namen STGPOOL1 aktualisieren und ein Maximum von 10 Datensitzungen angeben.
update stgpool stgpool1 maxwriters=10

Beispiel 2: Verbindung für einen Cloud-Container-Speicherpool aktualisieren

Aktualisieren Sie eine Cloud-Container-Speicherpoolverbindung auf eine Verbindung mit dem Namen CONPOOL2.
update stgpool conpool2
Tabelle 1. Zugehörige Befehle für UPDATE STGPOOL
Befehl Beschreibung
DEFINE STGPOOL (Cloud-Container) Definiert einen Cloud-Containerspeicherpool.
UPDATE-VERBINDUNG Aktualisiert eine Verbindung zu einem Cloud-Provider.