UPDATE DEVCLASS (Einheitenklasse FILE aktualisieren)

Verwenden Sie die Einheitenklasse FILE, wenn Dateien im Magnetplattenspeicher als Datenträger verwendet werden, die Daten sequenziell speichern (wie auf Band).

Linux-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeDie Einheitenklasse FILE unterstützt keine Kassettenarchive EXTERNAL.

Windows-BetriebssystemeDie Einheitenklasse FILE unterstützt keine Kassettenarchive EXTERNAL.

Linux-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeWenn Sie eine Einheitenklasse für Einheiten definieren, auf die über einen z/OS media serverzugegriffen werden soll, lesen Sie den Abschnitt UPDATE DEVCLASS (Einheitenklasse FILE für z/OS Media-Server aktualisieren).

Berechtigungsklasse

Für diesen Befehl ist Systemberechtigung oder uneingeschränkte Speicherberechtigung erforderlich.

Syntax

Syntaxdiagramm lesenVisuelles Syntaxdiagramm überspringenUPDate DEVclassEinheitenklassennameMOUNTLimit=AnzahlMAXCAPacity=GrößeDIRectory=,VerzeichnisnameSHAREd=NoYes

Parameter

Einheitenklassenname (Erforderlich)
Gibt den Namen der Einheitenklasse an, die aktualisiert werden soll.
MOUNTLimit
Gibt die maximale Anzahl von Dateien an, die gleichzeitig für die Ein- und Ausgabe geöffnet sein kann. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können eine Zahl von 0 bis 4096 angeben.

Windows-BetriebssystemeWird die Einheitenklasse mit einem Speicheragenten gemeinsam genutzt (durch Angabe des Parameters SHARED=YES), werden Laufwerke definiert oder gelöscht, um eine Übereinstimmung mit dem Wert für MOUNTLIMIT zu erreichen.

Soll die Funktion für simultanes Schreiben verwendet werden, stellen Sie sicher, dass genügend Laufwerke für die Schreiboperation verfügbar sind. Wenn die Anzahl der für eine Operation zum gleichzeitigen Schreiben erforderlichen Laufwerke größer als der Wert des Parameters MOUNTLIMIT für eine Einheitenklasse ist, schlägt die Transaktion fehl.

MAXCAPacity
Gibt die maximale Größe einer Datenspeicherdatei an, die durch diese Einheitenklasse kategorisiert wird. Dieser Parameter ist wahlfrei.

Dieser Wert muss als ganze Zahl gefolgt von einem K (Kilobyte), M (Megabyte), G (Gigabyte) oder T (Terabyte) angegeben werden. Die Mindestgröße beträgt 1 MB (MAXCAPACITY=1M). Wenn Sie eine Einheitenklasse FILE für Datenbanksicherungsdatenträger definieren, geben Sie einen Wert für MAXCAPACITY an, der der Größe der Datenbank entspricht und die Anzahl der Datenbankdatenträger minimiert.

MAXCAPACITY=5G gibt beispielsweise an, dass die maximale Kapazität eines Datenträgers in dieser Einheitenklasse 5 Gigabyte beträgt. Der angegebene Wert muss kleiner-gleich der maximal unterstützten Größe einer Datei im Zieldateisystem sein.

Linux-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeDefinieren Sie keinen MAXCAPACITY-Wert größer als 640M , wenn diese Datei für die Unterstützung von REMOVABLEFILE CD bestimmt ist. Ein Wert, der kleiner als der verwendbare Speicherbereich (650 MB) einer CD ist, ermöglicht eine Eins-zu-Eins-Übereinstimmung zwischen Dateien aus der Einheitenklasse FILE und Kopien, die sich auf CD befinden.

DIRectory
Gibt die Verzeichnisposition(en) der in dieser Einheitenklasse verwendeten Dateien an. Schließen Sie die gesamte Liste der Verzeichnisse in Anführungszeichen ein und verwenden Sie Kommas, um einzelne Verzeichnisnamen voneinander zu trennen. Sonderzeichen (z. B. Leerzeichen) sind in Verzeichnisnamen zulässig. Die Verzeichnisliste "abc def,xyz" enthält beispielsweise zwei Verzeichnisse: abc def und xyz. Dieser Parameter ist wahlfrei.

Durch die Angabe eines oder mehrerer Verzeichnisnamen werden die Positionen angegeben, an denen der Server die Dateien speichert, die Speicherdatenträger für diese Einheitenklasse darstellen.

Linux-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeWährend der Verarbeitung des Befehls erweitert der Server den bzw. die angegebenen Verzeichnisnamen in ihre vollständig qualifizierte Form, beginnend mit dem Stammverzeichnis.

Wichtig: Wenn Sie Speicheragenten für den gemeinsamen Zugriff auf FILE-Datenträger verwenden, müssen Sie mit dem Befehl DEFINE PATH einen Pfad für jeden Speicheragenten definieren. Die Pfaddefinition enthält die Verzeichnisnamen, die vom Speicheragenten für den Zugriff auf jedes Verzeichnis verwendet werden.

Wenn der Server später einen Arbeitsdatenträger zuordnen muss, erstellt er eine neue Datei in einem dieser Verzeichnisse. (Der Server kann ein beliebiges der Verzeichnisse auswählen, in dem neue Arbeitsdatenträger erstellt werden sollen.) Bei Arbeitsdatenträgern, die zum Speichern von Clientdaten verwendet werden, hat die durch den Server erstellte Datei die Dateinamenerweiterung .bfs. Bei Arbeitsdatenträgern, auf denen Exportdaten gespeichert werden, wird die Dateinamenerweiterung .exp verwendet.

Linux-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeWenn Sie beispielsweise eine Einheitenklasse mit einem Verzeichnis tsmstor definieren und der Server einen Arbeitsdatenträger in dieser Einheitenklasse benötigt, um Exportdaten zu speichern, könnte die Datei, die der Server erstellt, den Namen ⁄tsmstor⁄00566497.exphaben.

Windows-BetriebssystemeBeispiel: Wenn Sie eine Einheitenklasse mit dem Verzeichnis c:\server definieren und der Server einen Arbeitsdatenträger in dieser Einheitenklasse benötigt, um Exportdaten zu speichern, könnte die Datei, die der Server erstellt, den Namen c:\server\00566497.exphaben.

Tipp: Wenn Sie mehrere Verzeichnisse für eine Einheitenklasse angegeben, stellen Sie sicher, dass die Verzeichnisse separaten Dateisystemen zugeordnet sind. Bei Speicherbereichsauslöserfunktionen und Berechnungen des Speicherbereichs im Speicherpool wird der Speicherbereich berücksichtigt, der in jedem Verzeichnis verbleibt. Wenn Sie mehrere Verzeichnisse für eine Einheitenklasse angeben und sich die Verzeichnisse in demselben Dateisystem befinden, berechnet der Server den Speicherbereich durch Hinzufügen von Werten, die den Speicherbereich darstellen, der in jedem Verzeichnis verbleibt. Diese Speicherbereichsberechnungen sind ungenau. Anstatt einen Speicherpool mit ausreichend Speicherbereich für eine Operation auszuwählen, kann der Server den falschen Speicherpool auswählen und frühzeitig über keinen Speicherbereich mehr verfügen. Bei Speicherbereichsauslösern kann eine ungenaue Berechnung zu einem Fehler bei der Erweiterung des Speicherbereichs führen, der in einem Speicherpool verfügbar ist. Ein Fehler bei der Erweiterung des Speicherbereichs in einem Speicherpool ist eine der Bedingungen, die zur Inaktivierung eines Auslösers führen kann. Wird ein Auslöser inaktiviert, da der Speicherbereich in einem Speicherpool nicht erweitert wurde, können Sie den Auslöser erneut aktivieren, indem Sie den folgenden Befehl ausgeben: update spacetrigger stg. Es sind keine weiteren Änderungen an dem Speicherbereichsauslöser erforderlich.
Einschränkung: Um eine Liste von Verzeichnissen zu ändern, müssen Sie die gesamte Liste ersetzen.
SHAREd
Gibt an, dass diese Einheitenklasse FILE von dem Server und von einem oder mehreren Speicheragenten gemeinsam genutzt wird. Zur Vorbereitung der gemeinsamen Nutzung wird automatisch ein Kassettenarchiv zusammen mit einer Anzahl von Laufwerken definiert, die dem Wert für MOUNTLIMIT entspricht, der der Einheitenklasse zugeordnet ist. Sind das Kassettenarchiv und die Laufwerke vorhanden und wird der Wert für MOUNTLIMIT geändert, können entweder Laufwerke erstellt werden, um einen neuen höheren Wert für MOUNTLIMIT zu erreichen, oder Laufwerke gelöscht werden, um einen neuen niedrigeren Wert zu erreichen.

Speicheragenten, die FILE-Datenträger verwenden

Sie müssen sicherstellen, dass Speicheragenten auf neu erstellte FILE-Datenträger zugreifen können. Für den Zugriff auf FILE-Datenträger ersetzen Speicheragenten Namen aus der Verzeichnisliste in der Einheitenklassendefinition durch die Namen in der Verzeichnisliste für die zugeordnete Pfaddefinition. Der folgende Abschnitt verdeutlicht die Bedeutung übereinstimmender Einheitenklassen und Pfade, um sicherzustellen, dass Speicheragenten auf neu erstellte FILE-Datenträger zugreifen können.

Beispiel: Sie möchten folgende drei Verzeichnisse für ein FILE-Kassettenarchiv verwenden:

Windows-Betriebssysteme
  • c:\server
  • d:\server
  • e:\server
AIX-Betriebssysteme
  • /usr/tivoli1
  • /usr/tivoli2
  • /usr/tivoli3
Linux-Betriebssysteme
  • /opt/tivoli1
  • /opt/tivoli2
  • /opt/tivoli3
  1. Sie verwenden den folgenden Befehl, um ein FILE-Kassettenarchiv mit dem Namen CLASSA mit einem Laufwerk mit dem Namen CLASSA1 auf SERVER1 zu definieren:

    Windows-Betriebssysteme
    define devclass classa devtype=file 
    directory="c:\server,d:\server,e:\server" 
    shared=yes mountlimit=1
    AIX-Betriebssysteme
    define devclass classa devtype=file 
    directory="/usr/tivoli1,/usr/tivoli2,/usr/tivoli3"
    shared=yes mountlimit=1
    Linux-Betriebssysteme
    define devclass classa devtype=file 
    directory="/opt/tivoli1,/opt/tivoli2,/opt/tivoli3"
    shared=yes mountlimit=1
  2. Sie wollen, dass der Speicheragent STA1 das FILE-Kassettenarchiv verwenden kann. Daher definieren Sie folgenden Pfad für Speicheragent STA1:

    • Windows-Betriebssysteme
      define path server1 sta1 srctype=server desttype=drive device=file
      directory="\\192.168.1.10\c\server,\\192.168.1.10\d\server,
      \\192.168.1.10\e\server" library=classa

      In diesem Szenario ersetzt der Speicheragent STA1 den Verzeichnisnamen c:\server durch den Verzeichnisnamen \\192.168.1.10\c\server, um auf FILE-Datenträger zuzugreifen, die sich in dem Verzeichnis c:\server auf dem Server befinden.

    • AIX-Betriebssysteme
      define path server1 sta1 srctype=server desttype=drive device=file
      directory="/usr/ibm1,/usr/ibm2,/usr/ibm3" library=classa

      In diesem Szenario ersetzt der Speicheragent STA1 den Verzeichnisnamen /usr/tivoli1 durch den Verzeichnisnamen /usr/ibm1, um auf FILE-Datenträger zuzugreifen, die sich in dem Verzeichnis /usr/tivoli1 auf dem Server befinden.

    • Linux-Betriebssysteme
      define path server1 sta1 srctype=server desttype=drive device=file
      directory="/opt/ibm1,/opt/ibm2,/opt/ibm3" library=classa

      In diesem Szenario ersetzt der Speicheragent STA1 den Verzeichnisnamen /opt/tivoli1 durch den Verzeichnisnamen /opt/ibm1/, um auf FILE-Datenträger zuzugreifen, die sich in dem Verzeichnis /opt/tivoli1 auf dem Server befinden.

Die Ergebnisse sind wie folgt:
  • Windows-BetriebssystemeFile volume c:\server\file1.dsm wird von SERVER1erstellt. Wenn Sie das erste Verzeichnis für die Einheitenklassen später mit folgendem Befehl ändern:
    update devclass classa directory="c:\otherdir,d:\server,e:\server"
    kann SERVER1 weiterhin auf FILE-Datenträger c:\server\file1.dsm zugreifen, der Speicheragent STA1 jedoch nicht, weil in der PATH-Verzeichnisliste kein übereinstimmender Verzeichnisname mehr vorhanden ist. Ist kein Verzeichnisname in der Verzeichnisliste verfügbar, die der Einheitenklasse zugeordnet ist, kann der Speicheragent den Zugriff auf einen FILE-Datenträger in diesem Verzeichnis verlieren. Obwohl der Server zum Lesen noch auf den Datenträger zugreifen kann, kann der fehlgeschlagene Zugriff des Speicheragenten auf den FILE-Datenträger dazu führen, dass Operationen nur auf einem LAN-Pfad wiederholt werden können oder dass sie fehlschlagen.
  • AIX-BetriebssystemeWenn FILE-Datenträger /usr/tivoli1/file1.dsm auf SERVER1erstellt wird und der folgende Befehl ausgegeben wird:
    update devclass classa directory="/usr/otherdir,/usr/tivoli2,
    /usr/tivoli3"
    kann SERVER1 weiterhin auf FILE-Datenträger /usr/tivoli1/file1.dsm zugreifen, der Speicheragent STA1 jedoch nicht, weil in der PATH-Verzeichnisliste kein übereinstimmender Verzeichnisname mehr vorhanden ist. Ist kein Verzeichnisname in der Verzeichnisliste verfügbar, die der Einheitenklasse zugeordnet ist, kann der Speicheragent den Zugriff auf einen FILE-Datenträger in diesem Verzeichnis verlieren. Obwohl der Server zum Lesen noch auf den Datenträger zugreifen kann, kann der fehlgeschlagene Zugriff des Speicheragenten auf den FILE-Datenträger dazu führen, dass Operationen nur auf einem LAN-Pfad wiederholt werden können oder dass sie fehlschlagen.
  • Linux-BetriebssystemeWenn FILE-Datenträger /opt/tivoli1/file1.dsm auf SERVER1erstellt wird und der folgende Befehl ausgegeben wird:
    update devclass classa directory="/opt/otherdir,/opt/tivoli2,
    /opt/tivoli3"
    kann SERVER1 weiterhin auf FILE-Datenträger /opt/tivoli1/file1.dsm zugreifen, der Speicheragent STA1 jedoch nicht, weil in der PATH-Verzeichnisliste kein übereinstimmender Verzeichnisname mehr vorhanden ist. Ist kein Verzeichnisname in der Verzeichnisliste verfügbar, die der Einheitenklasse zugeordnet ist, kann der Speicheragent den Zugriff auf einen FILE-Datenträger in diesem Verzeichnis verlieren. Obwohl der Server zum Lesen noch auf den Datenträger zugreifen kann, kann der fehlgeschlagene Zugriff des Speicheragenten auf den FILE-Datenträger dazu führen, dass Operationen nur auf einem LAN-Pfad wiederholt werden können oder dass sie fehlschlagen.

Beispiel: Eine Einheitenklasse FILE für die gemeinsame Nutzung aktualisieren

Eine Einheitenklasse FILE (mit dem Namen PLAINFILES) für die gemeinsame Nutzung mit einem IBM Storage Protect -Speicheragenten vorbereiten.
update devclass plainfiles shared=yes  

Beispiel: Die Kapazität einer Einheitenklasse FILE aktualisieren

Für die Einheitenklasse FILE mit dem Namen STORFILES soll eine maximale Kapazität von 25 MB definiert werden.
update devclass storfiles maxcap=25m
AIX-Betriebssysteme

Beispiel: Einer Einheitenklasse FILE ein Verzeichnis hinzufügen

Die FILE-Einheitenklasse CLASSA aktualisieren, indem ein Verzeichnis, /usr/otherdir, zur Verzeichnisliste hinzugefügt wird. Die Verzeichnisse /opt/tivoli2 und /opt/tivoli3 wurden angegeben, als die Einheitenklasse zuerst definiert wurde.
update devclass classa 
 directory="/opt/tivoli2,/opt/tivoli3,/usr/otherdir"  
Linux-Betriebssysteme

Beispiel: Einer Einheitenklasse FILE ein Verzeichnis hinzufügen

Die FILE-Einheitenklasse CLASSA aktualisieren, indem ein Verzeichnis, /usr/otherdir, zur Verzeichnisliste hinzugefügt wird. Die Verzeichnisse /usr/tivoli2 und /usr/tivoli3 wurden angegeben, als die Einheitenklasse zuerst definiert wurde.
update devclass classa 
directory="/usr/tivoli2,/usr/tivoli3,/usr/otherdir"
Windows-Betriebssysteme

Beispiel: Einer Einheitenklasse FILE ein Verzeichnis hinzufügen

Die FILE-Einheitenklasse CLASSA aktualisieren, indem ein Verzeichnis, c:\otherdir, zur Verzeichnisliste hinzugefügt wird. Die Verzeichnisse d:\server und e:\server wurden angegeben, als die Einheitenklasse zuerst definiert wurde.
update devclass classa 
 directory="d:\server,e:\server,c:\otherdir"