RESTORE STGPOOL (Speicherpooldaten aus einem Kopienpool oder einem Pool für aktive Daten zurückschreiben)
Mit diesem Befehl können Dateien aus einem oder mehreren Kopienspeicherpools oder Pools für aktive Daten in einen primären Speicherpool zurückgeschrieben werden.
- als fehlerhaft identifiziert werden.
- sich auf einem Datenträger mit dem Zugriffsmodus DESTROYED befinden.
- Sie können diesen Befehl nicht verwenden, um Dateien aus Containerspeicherpools zurückzuschreiben.
- Sie können diesen Befehl nicht verwenden, um Dateien aus einem Aufbewahrungsspeicherpool zurückzuschreiben.
- Sie können keine Dateien aus einem Speicherpool zurückschreiben, der mit einer Einheitenklasse CENTERA definiert ist.
Mit dem Befehl RESTORE STGPOOL können auch Datenträger identifiziert werden, die zerstörte Primärdateien enthalten. Während der Zurückschreibungsverarbeitung wird für jeden Datenträger (im zurückgeschriebenen Speicherpool), der zerstörte, nicht zwischengespeicherte Dateien enthält, eine Nachricht ausgegeben. Verwenden Sie den Befehl QUERY CONTENT , um beschädigte Primärdateien auf einem bestimmten Datenträger zu identifizieren.
Neben dem Zurückschreiben von Daten in primäre Speicherpools mit dem Datenformat NATIVE oder NONBLOCK können Sie mit diesem Befehl auch Daten in primäre Speicherpools zurückschreiben, die NDMP-Datenformate haben (NETAPPDUMP, CELERRADUMP oder NDMPDUMP). Der primäre Speicherpool muss dasselbe Datenformat wie der Kopienspeicherpool haben, aus dem Daten zurückgeschrieben werden sollen. IBM Storage Protect unterstützt die Back-End-Datenversetzung für NDMP-Images
- MOVE DATA
- DELETE VOLUME (DISCARDDATA=YES)
- AUDIT VOLUME (FIX=YES)
Berechtigungsklasse
Für diesen Befehl ist Systemberechtigung, uneingeschränkte Speicherberechtigung oder eingeschränkte Speicherberechtigung für den primären Speicherpool, für den Dateien zurückgeschrieben werden sollen, erforderlich. Wenn ein Administrator mit eingeschränkter Speicherberechtigung Dateien in einem neuen primären Speicherpool zurückschreiben möchte, muss er auch über die Berechtigung für diesen neuen Speicherpool verfügen.
Syntax
Parameter
- Name_des_primären_Pools (Erforderlich)
- Gibt den Namen des primären Speicherpools an, der zurückgeschrieben wird.
- COPYstgpool
- Gibt den Namen des Kopienspeicherpools an, aus dem die Dateien zurückgeschrieben werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Wird dieser Parameter nicht angegeben, werden Dateien aus jedem Kopienspeicherpool, in dem Kopien gefunden werden, zurückgeschrieben. Verwenden Sie diesen Parameter nicht mit den Parametern ACTIVEDATAONLY oder ACTIVEDATAPOOL.
- ACTIVEDATAOnly
- Gibt an, dass aktive Versionen von Sicherungsdateien
nur aus Pools für aktive Daten zurückgeschrieben werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist
NO. Wird dieser Parameter nicht angegeben, werden Dateien aus Kopienspeicherpools
zurückgeschrieben. Verwenden Sie diesen Parameter nicht mit dem
Parameter COPYSTGPOOL. Gültige Werte:
- No
- Gibt an, dass der Speicherpool nicht aus Pools für aktive Daten zurückgeschrieben wird.
- Yes
- Gibt an, dass der Speicherpool aus Pools für aktive Daten zurückgeschrieben wird, die mit dem Parameter ACTIVEDATAPOOL angegeben werden. Wird YES als Wert für ACTIVEDATAONLY angegeben, aber wird kein Wert für ACTIVEDATAPOOL angegeben, werden Dateien aus jedem Pool für aktive Daten zurückgeschrieben, in dem aktive Versionen von Sicherungsdateien lokalisiert werden können.
Achtung: Das Zurückschreiben eines primären Speicherpools aus einem Pool für aktive Daten kann bewirken, dass einige oder alle inaktiven Dateien aus der Datenbank gelöscht werden, wenn der Server feststellt, dass eine inaktive Datei ersetzt werden muss, aber nicht im Pool für aktive Daten gefunden werden kann. - ACTIVEDATAPool
- Gibt den Namen des Pools für aktive Daten an, aus dem die aktiven Versionen von Sicherungsdateien zurückgeschrieben werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Wird dieser Parameter nicht angegeben, werden Dateien aus jedem Pool für aktive Daten zurückgeschrieben, in dem aktive Versionen von Sicherungsdateien lokalisiert werden können.
- NEWstgpool
- Gibt den Namen des neuen Speicherpools an, in den die Dateien zurückgeschrieben werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Wird dieser Parameter nicht angegeben, werden Dateien in den ursprünglichen primären Speicherpool (den Pool, der wiederhergestellt wird) zurückgeschrieben.
- MAXPRocess
- Gibt
die maximale Anzahl paralleler Prozesse an, die für das Zurückschreiben von Dateien verwendet
werden. Die Verwendung mehrerer paralleler Prozesse kann den Durchsatz der Zurückschreibung
verbessern. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen Wert im Bereich von 1 bis 999 angeben. Der Standardwert ist 1.
Bei der Bestimmung dieses Werts ist die Anzahl Mountpunkte (logische Laufwerke) und physischer Laufwerke zu berücksichtigen, die dieser Operation zugeordnet werden können. Für den Zugriff auf einen Datenträger mit sequenziellem Zugriff verwendet IBM Storage Protect einen Mountpunkt und, wenn der Einheitentyp nicht FILE lautet, ein physisches Laufwerk. Die Anzahl der verfügbaren Mountpunkte und Laufwerke hängt von anderen IBM Storage Protect -und Systemaktivitäten sowie von den Mountlimits der Einheitenklassen für die Speicherpools mit sequenziellem Zugriff ab, die an der Zurückschreibung beteiligt sind.
Jeder Prozess benötigt einen Mountpunkt für Datenträger aus dem Kopienspeicherpool und, falls der Einheitentyp nicht FILE lautet, außerdem ein Laufwerk. Werden Dateien in einen Speicherpool mit sequenziellem Zugriff zurückgeschrieben, benötigt jeder Prozess einen zusätzlichen Mountpunkt für Datenträger für primäre Speicherpools und, falls die Einheitenklasse nicht FILE lautet, ein zusätzliches Laufwerk. Beispiel: Angenommen, es werden maximal drei Prozesse für die Zurückschreibung eines primären sequenziellen Speicherpools aus einem Kopienspeicherpool mit derselben Einheitenklasse angegeben. Jeder Prozess benötigt zwei Mountpunkte und zwei Laufwerke. Um alle drei Prozesse ausführen zu können, muss das Mountlimit für die Einheitenklasse mindestens sechs betragen, und es müssen mindestens sechs Mountpunkte und sechs Laufwerke verfügbar sein.
Für die Voranzeige einer Zurückschreibung wird nur ein einziger Prozess verwendet und es werden keine Mountpunkte oder Laufwerke benötigt.
- Preview
- Gibt an, ob eine Voranzeige der Zurückschreibung, nicht aber ihre Ausführung gewünscht
wird. Mit der Voranzeige können Sie Datenträger identifizieren, die zum Zurückschreiben des Speicherpools erforderlich
sind. Die
Voranzeige zeigt die folgenden Informationen an:
- Eine Liste der Datenträger des primären Speicherpools, die beschädigte Dateien enthalten.
- Die Anzahl Dateien und die Anzahl Byte, die zurückgeschrieben werden sollen, wobei davon ausgegangen wird, daß der Zugriffsmodus der erforderlichen Datenträger aus dem Kopienspeicherpool READWRITE oder READONLY lautet, wenn die Operation zum Zurückschreiben ausgeführt wird.
- Eine Liste der Datenträger aus dem Kopienspeicherpool, die Dateien enthalten, die zurückgeschrieben werden sollen. Diese Datenträger müssen geladen werden, wenn die Zurückschreibung ausgeführt wird.
- Eine Liste aller Datenträger, die Dateien enthalten, die nicht zurückgeschrieben werden können.
Anmerkung: Soll nur eine Liste der ausgelagerten Kopienspeicherpooldatenträger während einer Zurückschreibung geladen werden, ändern Sie den Zugriffsmodus der Kopienpooldatenträger in UNAVAILABLE. Damit wird die Wiederherstellungs- und Datenversetzungsverarbeitung der Datenträger verhindert, bis sie für die Zurückschreibung vor Ort versetzt werden.Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist NO. Gültige Werte:- No
- Gibt an, daß die Zurückschreibung ausgeführt wird.
- Yes
- Gibt an, daß eine Voranzeige der Zurückschreibung, aber nicht die Ausführung der Zurückschreibung gewünscht wird.
- Wait
- Gibt an, ob darauf gewartet werden soll, dass der Server die Verarbeitung dieses Befehls im Vordergrund beendet. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist
NO. Gültige Werte:
- No
- Gibt an, dass der Server diesen Befehl im Hintergrund verarbeitet.
Während der Verarbeitung des Befehls können andere Tasks ausgeführt werden.
Bei dem Hintergrundprozess erstellte Nachrichten werden im Aktivitätenprotokoll oder an der Serverkonsole angezeigt, je nachdem, wo Nachrichten protokolliert werden. Verwenden Sie den Befehl CANCEL PROCESS , um einen Hintergrundprozess abzubrechen. Wird dieser Prozess abgebrochen, wurden möglicherweise einige Dateien bereits vor dem Beginn des Abbruchprozesses zurückgeschrieben.
- Yes
- Gibt an, dass der Server diese Operation im Vordergrund ausführt. Die Operation muss beendet sein, bevor mit anderen Tasks fortgefahren werden
kann. Der Server zeigt dann die Ausgabenachrichten dem Verwaltungsclient an,
wenn die Operation beendet ist.Anmerkung: Sie können WAIT = YES nicht über die Serverkonsole angeben.
Beispiel: Dateien aus einem Kopienspeicherpool in den primären Speicherpool zurückschreiben
Dateien aus allen Kopienspeicherpools sollen in den primären Speicherpool PRIMARY_POOL zurückgeschrieben werden.restore stgpool primary_poolBeispiel: Dateien aus einem bestimmten Pool für aktive Daten in den primären Speicherpool zurückschreiben
Dateien aus dem Pool für aktive Daten ADP1 in den primären Speicherpool PRIMARY_POOL zurückschreiben.restore stgpool primary_pool activedataonly=yes activedatapool=adp1Zugehörige Befehle
| Befehl | Beschreibung |
|---|---|
| Sicherungs-STGPOOL | Sichert einen primären Speicherpool in einem Kopienspeicherpool. |
| PROZESS ABBRECHEN | Bricht einen Serverhintergrundprozess ab. |
| AKTIVDATEN KOPIEREN | Kopiert aktive Sicherungsdaten. |
| INHALT ABFRAGEN | Zeigt Informationen über Dateien in einem Speicherpooldatenträger an. |
| QUERY PROZESS | Zeigt Informationen über Hintergrundprozesse an. |
| DATENTRÄGER ZURÜCKSCHREIBEN | Schreibt Dateien, die auf angegebenen Datenträgern in einem primären Speicherpool gespeichert sind, aus Kopienspeicherpools zurück. |
| STGPOOL aktualisieren | Ändert die Attribute eines Speicherpools. |
| AKTUALISIEREN | Aktualisiert die Attribute der Speicherpooldatenträger. |
