QUERY MEDIA (Speicherpooldatenträger mit sequenziellem Zugriff abfragen)
Mit diesem Befehl können Informationen zu Datenträgern mit sequenziellem Zugriff aus primären Speicherpools und Kopienspeicherpools angezeigt werden, die durch den Befehl MOVE MEDIA versetzt wurden.
Berechtigungsklasse
Jeder Administrator mit System- oder Bedienerberechtigung kann diesen Befehl ausgeben, es sei denn, der Befehl enthält den Parameter CMD. Wird der Parameter CMD angegeben und ist die Serveroption REQSYSAUTHOUTFILE auf NO gesetzt, muss der Administrator Bedienerberechtigung, uneingeschränkte Speicherberechtigung oder Systemberechtigung haben. Wird der Parameter CMD angegeben und ist die Serveroption REQSYSAUTHOUTFILE auf YES (Standardwert) gesetzt, muss der Administrator Systemberechtigung haben.
Mit dem Befehl QUERY MEDIA werden nur Datenträger mit dem ACCESS MODE-Wert READONLY oder READWRITE angezeigt.
Syntax
Parameter
- volume_name
- Gibt den Namen des anzuzeigenden Datenträgers mit sequenziellem Zugriff aus einem primären Speicherpool oder einem Kopienspeicherpool an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Es kann ein Platzhalterzeichen verwendet werden, um den Namen anzugeben. Alle übereinstimmenden Datenträger werden bei der Verarbeitung berücksichtigt. Wenn dieser Parameter nicht angegeben wird, werden alle Datenträger angezeigt, die in dem durch den Parameter STGPOOL angegebenen Speicherpool definiert sind.
- STGpool (Erforderlich)
- Gibt den Namen des primären Speicherpools oder Kopienspeicherpools mit sequenziellem Zugriff an, aus dem die Datenträger für die Verarbeitung ausgewählt werden. Es können Platzhalterzeichen verwendet werden, um den Namen anzugeben. Alle übereinstimmenden Speicherpools werden verarbeitet. Wird der angegebene Speicherpool nicht durch ein automatisiertes Kassettenarchiv verwaltet, werden keine Datenträger angezeigt.
- Days
- Gibt die Anzahl Tage an, die nach dem Schreiben oder Lesen des Datenträgers verstreichen müssen, bevor der Datenträger für die Verarbeitung ausgewählt werden kann. Dieser Parameter ist wahlfrei. Es kann eine Zahl von 0 bis 9999 angegeben werden. Der Standardwert ist 0. Für die Berechnung der Anzahl der abgelaufenen Tage wird das Datum verwendet, an dem zuletzt auf den Datenträger geschrieben wurde oder das Datum der letzten Leseoperation.
- WHERESTATUs
- Gibt an, dass die Ausgabe der Abfrage auf einen bestimmten Datenträgerstatus beschränkt
werden soll. Dieser Parameter ist wahlfrei. Es
können mehrere Status in einer Liste angegeben werden, indem jeder Status
ohne Leerzeichen durch ein Komma voneinander getrennt wird. Wird für diesen
Parameter kein Wert angegeben, werden alle Datenträger in dem angegebenen
Speicherpool unabhängig von ihrem Status angezeigt.
Gültige Werte:
- FULl
- Gibt an, dass Datenträger mit dem Status FULL angezeigt werden.
- FILling
- Gibt an, dass Datenträger mit dem Status FILLING angezeigt werden.
- EMPty
- Gibt an, dass Datenträger mit dem Status EMPTY angezeigt werden.
- WHEREACCess
- Gibt an, dass die Ausgabe auf bestimmte Datenträgerzugriffsmodi beschränkt werden
soll. Dieser Parameter ist wahlfrei. Wird
kein Wert für diesen Parameter angegeben, wird die Ausgabe nicht auf
bestimmte Zugriffsmodi beschränkt.
Gültige Werte:
- READWrite
- Gibt an, dass Datenträger mit dem Zugriffsmodus READWRITE angezeigt werden.
- READOnly
- Gibt an, dass Datenträger mit dem Zugriffsmodus READONLY angezeigt werden.
- Format
- Gibt
an, wie die Informationen angezeigt werden. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der
Standardwert ist STANDARD. Gültige Werte:
- Standard
- Gibt an, dass Teilinformationen für die angegebenen Datenträger mit sequenziellem Zugriff aus dem Speicherpool angezeigt werden.
- Detailed
- Gibt an, dass die gesamten Informationen für die angegebenen Datenträger mit sequenziellem Zugriff aus dem Speicherpool angezeigt werden.
- Cmd
- Gibt an, dass ausführbare Befehle für die Speicherpooldatenträger erstellt werden, die von dem Befehl QUERY MEDIA verarbeitet werden. Diese Befehle befinden sich in der Datei, die mit dem Parameter CMDFILENAME des Befehls QUERY MEDIA angegeben wird. Sollen die Befehle nur an der Konsole angezeigt werden, geben Sie eine Nullzeichenfolge ("") für den Parameter CMDFILENAME an. Wenn FORMAT=CMD, aber keine Befehlsfolge im Parameter CMD angegeben wird, schlägt der Befehl QUERY MEDIA fehl.
- WHEREState
- Gibt den Status der zu verarbeitenden Datenträger an. Mit diesem Parameter
wird die Verarbeitung auf Datenträger beschränkt, die den angegebenen Status
haben. Dieser Parameter ist wahlfrei. Standardwert ist ALL. Gültige Werte:
- All
- Gibt an, dass Datenträger mit jedem Status abgefragt werden. Gültige Statusangaben sind MOUNTABLEINLIB und MOUNTABLENOTINLIB.
- MOUNTABLEInlib
- Gibt an, dass Datenträger abgefragt werden, die momentan den Status MOUNTABLEINLIB haben. Datenträger mit dem Status MOUNTABLEINLIB befinden sich im Kassettenarchiv, sind vor Ort, enthalten gültige Daten und stehen für die Verarbeitung vor Ort zur Verfügung.
- MOUNTABLENotinlib
- Gibt an, dass Datenträger abgefragt werden, die momentan den Status MOUNTABLENOTINLIB haben. Datenträger mit dem Status MOUNTABLENOTINLIB befinden sich nicht im Kassettenarchiv, enthalten keine gültigen Daten und stehen für die Verarbeitung vor Ort nicht zur Verfügung.
- WHEREOVFLOcation
- Gibt den Überlaufstandort der Datenträger an, die angezeigt werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei. Mit diesem Parameter wird die Verarbeitung auf Datenträger beschränkt, die sich an dem angegebenen Standort befinden. Die maximale Länge des Standorts beträgt 255 Zeichen. Wenn der Standort Leerzeichen enthält, muss er in Anführungszeichen eingeschlossen werden.
- CMd
- Gibt an, dass ausführbare Befehle erstellt werden. Die Befehlsangabe in Anführungszeichen
einschließen. Die maximale Länge der Befehlsangabe beträgt 255 Zeichen. Dieser Parameter ist wahlfrei.
Für jeden Datenträger, den der Befehl QUERY MEDIA erfolgreich verarbeitet hat, schreibt der Server die zugeordneten Befehle in eine Datei. Den Dateinamen mit dem Parameter CMDFILENAME angeben.

Wenn Sie keinen Dateinamen angeben, generiert der Befehl einen Standarddateinamen, indem die Zeichenfolge exec.cmds.media an das Serververzeichnis angehängt wird.
Wenn Sie keinen Dateinamen angeben, generiert der Befehl einen Standarddateinamen, indem die Zeichenfolge exec.cmd.media an das Serververzeichnis angehängt wird.Beachten Sie Folgendes:- Wenn der Befehl, der in die Datei geschrieben wird, 255 Zeichen überschreitet, wird er in mehrere Zeilen aufgeteilt, und an das Ende jeder Zeile (mit Ausnahme der letzten Zeile) wird ein Fortsetzungszeichen (+) eingefügt. Das Fortsetzungszeichen muss möglicherweise entsprechend den Anforderungen des Produkts, das die Befehle ausführt, geändert werden.
- Wenn ein ausführbarer Befehl mit einem anderen Wert als CMD für FORMAT angegeben wird, wird die Befehlszeichenfolge ignoriert und der Befehl QUERY MEDIA schreibt keine Befehlszeile.
Geben Sie eine Befehlszeichenfolge und Substitutionsvariablen an:- zeichenfolge
- Gibt die Zeichenfolge an, mit der ein ausführbarer Befehl erstellt wird,
um den Datenträgernamen und/oder Datenträgerstandort zu verarbeiten. Für die Zeichenfolge
kann beliebiger Text im freien Format angegeben werden. Keine eingebetteten
Anführungszeichen verwenden. Das folgende Beispiel zeigt eine gültige Angabe eines
ausführbaren Befehls:
Die folgende Angabe ist ungültig:cmd="checkin libvolume &vol"cmd="checkin libvolume "&vol"" - Substitution
- Gibt eine Variable an, für die der Befehl QUERY
MEDIA einen Wert ersetzen soll Gültige
Substitutionsvariablen:
- &VOL
- Den Datenträgernamen für &VOL ersetzen. Sie können Kleinbuchstaben und &vol angeben. Zwischen Et-Zeichen, & und VOL sind keine Leerzeichen zulässig. Wenn zwischen Et-Zeichen und VOL Leerzeichen enthalten sind, behandelt der Befehl QUERY MEDIA sie als Zeichenfolgen und es wird kein Ersatz festgelegt. Wird &VOL nicht angegeben, wird in dem ausführbaren Befehl kein Datenträgername definiert.
- &LOC
- Den Datenträgerstandort für &LOC ersetzen. Kleinbuchstaben können angegeben werden (&loc). Zwischen Et-Zeichen (&) und LOC dürfen keine Leerschritte oder Leerzeichen stehen. Wenn zwischen Et-Zeichen und LOC Leerzeichen stehen, behandelt der Befehl QUERY MEDIA sie als Zeichenfolgen und es wird keine Substitution festgelegt. Wird &LOC nicht angegeben, wird in dem ausführbaren Befehl kein Standortname definiert.
- &VOLDSN
- Den Datenträgerdateinamen für &VOLDSN ersetzen. Ein Beispiel für den Dateinamen eines Copy Storage Pool Bandes mit dem definierten Präfix IBM Storage Protect310 ist IBM Storage Protect310.BFS. Wird &VOLDSN nicht angegeben, wird in dem ausführbaren Befehl kein Datenträgerdateiname definiert.
- &NL
- Das Zeilenvorschubzeichen für &NL ersetzen. Wenn & NL angegeben wird, teilt der Befehl QUERY MEDIA den Befehl an der Position, an der sich & NL befindet, und fügt kein Fortsetzungszeichen an. Die Angabe des richtigen Fortsetzungszeichens (falls erforderlich) vor &NL ist Aufgabe des Benutzers. Der Benutzer ist außerdem verantwortlich für die Länge der Zeile. Wird &NL nicht angegeben und überschreitet der Befehl 255 Zeichen, wird der Befehl in mehrere Zeilen aufgeteilt, und an das Ende jeder Zeile (mit Ausnahme der letzten Zeile) wird ein Fortsetzungszeichen (+) eingefügt.
- CMDFilename
- Gibt den vollständigen Pfadnamen an, der die durch CMD angegebenen
Befehle enthalten wird, wenn FORMAT=CMD angegeben wird. Dieser Parameter ist wahlfrei. Die maximale Länge
des Dateinamens beträgt 1279 Zeichen.

Wenn Sie "" mit dem Parameter CMDFILENAME angeben, generiert der Befehl QUERY MEDIA einen Dateinamen, indem "exec.cmds.media" an das Serververzeichnis angehängt wird. Das Serververzeichnis ist das aktuelle Arbeitsverzeichnis
des Serverprozesses.
Wenn Sie "" mit dem Parameter CMDFILENAME angeben, generiert der Befehl QUERY MEDIA einen Dateinamen, indem er "exec.cmd.media" an das Serververzeichnis anhängt. Das Serververzeichnis ist das aktuelle Arbeitsverzeichnis
des Serverprozesses.Wird für CMDFILENAME eine Nullzeichenfolge ("") angegeben, werden die erstellten Befehle nur an der Konsole angezeigt. Die angezeigten Befehle können mit den Umleitungszeichen des Betriebssystems (> oder >>) in eine Datei umgeleitet werden.

Wenn der Dateiname nicht angegeben wird, generiert der Befehl einen Standarddateinamen, indem die Zeichenfolge "exec.cmds.media" an das Serververzeichnis angehängt wird.
Wird der Dateiname nicht angegeben, generiert der Befehl einen
Standarddateinamen, indem die Zeichenfolge "exec.cmd.media" an das Serververzeichnis angehängt
wird.Der Befehl QUERY MEDIA ordnet den angegebenen oder generierten Dateinamen automatisch zu. Wenn der Dateiname vorhanden ist, versucht der Befehl QUERY MEDIA ihn zu verwenden, und die eventuell vorhandenen Daten in der Datei werden überschrieben. APPEND=YES kann angegeben werden, um zu verhindern, dass die vorhandenen Daten überschrieben werden. Schlägt der Befehl QUERY MEDIA fehl, nachdem die Befehlsdatei zugeordnet wurde, wird die Datei nicht gelöscht.
- APPend
- Gibt an, dass am Anfang oder Ende der Befehlsdateidaten geschrieben werden
soll. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist
NO. Gültige Werte:
- No
- Gibt an, dass die Daten an den Anfang der Befehlsdatei geschrieben werden sollen. Wenn die betreffende Befehlsdatei vorhanden ist, wird ihr Inhalt überschrieben.
- Yes
- Gibt an, dass die Befehlsdatei angehängt werden soll, indem am Ende der Befehlsdateidaten geschrieben wird.
Beispiel: Informationen zu einem bestimmten Speicherpool mit sequenziellem Zugriff anzeigen
Alle vollen und teilweise vollen Datenträger anzeigen, die sich im primären Speicherpool mit sequenziellem Zugriff ARCHIVE befinden. Für Feldbeschreibungen siehe Feldbeschreibungen .query media * stgpool=archive wherestatus=full, filling
Volume Name State Location Automated
LibName
----------- ------------------- -------------------- -----------
TAPE01 Mountable in Library LIB3494
TAPE03 Mountable not in Lib. Room1234/Bldg31
TAPE07 Mountable in Library LIB3494
TAPE09 Mountable not in Lib. Room1234/Bldg31
Beispiel: Informationen zu einem Speicherpool mit sequenziellem Zugriff mit einem bestimmten Präfix anzeigen
query media wherestate=mountablenotinlib stgpool=onsite*
wherestatus=full format=detailed Volume Name: TAPE21
State: Mountable not in library
Volume Status: Full
Access: ReadOnly
Last Reference Date: 01/30/98
Last Update Date/Time: 08/20/1996 13:29:02
Location: Rm569/bldg31
Storage Pool Name: ONSITE.ARCHIVE
Automated Libname:
Volume Name: TAPE22
State: Mountable not in library
Volume Status: Full
Access: ReadOnly
Last Reference Date: 01/30/98
Last Update Date/Time: 08/20/1996 15:29:02
Location: Rm569/bldg31
Storage Pool Name: ONSITE.ARCHIVEPOOL
Automated Libname:
Beispiel: Befehle zum Zurückstellen generieren
query media * stgpool=onsite.archive format=cmd
wherestatus=full,filling wherestate=mountablenotinlib
whereovflocation=room2948/bldg31
cmd="checkin libvol lib3494 &vol status=private"
cmdfilename=/tsm/move/media/checkin.volscheckin libvol lib3494 TAPE04 status=private
checkin libvol lib3494 TAPE13 status=private
checkin libvol lib3494 TAPE14 status=private
Feldbeschreibungen
- Datenträgername
- Gibt den Namen des Datenträgers aus dem primären Speicherpool mit sequenziellem Zugriff an.
- Zustand
- Gibt den Status des Datenträgers an.
- Datenträgerstatus
- Gibt den Status des Datenträgers an.
- Zugriff
- Gibt den Zugriffsmodus des Datenträgers an.
- Letztes Referenzdatum
- Gibt das letzte Lese- oder Schreibdatum (das aktuellere von beiden) des Datenträgers an.
- Datum/Uhrzeit der letzten Aktualisierung
- Gibt das Datum und die Uhrzeit an, an dem bzw. zu der der Datenträger zuletzt aktualisiert wurde.
- Position
- Gibt den Speicherort des Datenträgers an. Wenn der Datenträger aus der Bibliothek ausgeworfen wird und sein Standort nicht angegeben oder definiert ist, wird für den Ort ein Fragezeichen (?) angezeigt.
- Speicherpoolname
- Gibt den Namenn des Speicherpools mit sequenziellem Zugriff an, in dem der Datenträger definiert ist.
- Automatisierter Speicherarchivname
- Gibt den Namen des automatisierten Kassettenarchivs an, wenn sich der Datenträger im Kassettenarchiv befindet.
Zugehörige Befehle
| Befehl | Beschreibung |
|---|---|
![]() ![]() MEDIEN BEWEGEN |
Versetzt Speicherpooldatenträger, die von einem automatisierten Speicherarchiv verwaltet werden. |
